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Unfall in Bornheim: Siebenjähriger ist im Frankfurter Panoramabad fast ertrunken

Von Nach den tödlichen Unglücksfällen im Frankfurter Zoo und der Rhein-Main-Therme wäre beinahe das nächste Kind ertrunken. Ein siebenjähriger Schwimmbadbesucher konnte am Montag in Bornheim gerade noch rechtzeitig aus dem Becken gezogen werden. Sein Lebensretter will allerdings nicht an die Öffentlichkeit.
Viele Kinder schwimmen hier: Der Siebenjährige war mit einer Kita-Gruppe aus Offenbach ins Bornheimer Panoramabad gekommen. Ein Retter fand ihn regungslos im Becken. Foto: Holger Menzel Viele Kinder schwimmen hier: Der Siebenjährige war mit einer Kita-Gruppe aus Offenbach ins Bornheimer Panoramabad gekommen. Ein Retter fand ihn regungslos im Becken.
Frankfurt. 

Diesen Nachmittag wird der aufmerksame Badegast wohl nie vergessen: Im Panoramabad Bornheim hat er am vergangenen Montag einem Siebenjährigen das Leben gerettet.

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Männer sind oft leichtsinnig, viele Kinder schwimmen nicht sicher und Senioren geht schnell die Kraft aus: Der Badespaß kann tragisch enden. Doch nicht jede Vorsichtsmaßnahmen hält, was sie verspricht.

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Gesicht war schon blau

Mit seinem Pflegekind war er dort schwimmen, als er einen fremden Jungen mit dem Gesicht nach unten regungslos im Nichtschwimmerbecken sah. Er wurde misstrauisch, ging hin und tippte den Jungen an, doch der rührte sich nicht. Als der erwachsene Badegast das Kind umdrehte, erschrak er: Das Gesicht war schon ganz blau.

So schilderte eine Bekannte des Lebensretters unserer Zeitung den Vorfall. Sie ist sich sicher: „Ohne seinen Einsatz wäre der Junge vermutlich nicht mehr am Leben.“ Der Mann selbst möchte anonym bleiben und auch nicht mit der Presse sprechen.

Frank Müller, der Geschäftsführer der städtischen Bäderbetriebe, bestätigte diese Geschehnisse gestern. Versäumnisse seiner Mitarbeiter könne er allerdings nicht erkennen, sagte er: „Die Rettungskette hat gut funktioniert“. Der aufmerksame Badegast habe den Jungen gemeinsam mit dem Schwimmbadpersonal aus dem Wasser geholt und Erste Hilfe geleistet, sagte Müller. „Der Rettungsdienst und der Notarzt kamen dann sehr schnell.“ Den Aufzeichnungen der Bäderbetriebe zufolge wurde das beinahe ertrunkene Kind um 15.35 Uhr entdeckt. Die Einsatzkräfte waren laut Feuerwehr etwa eine Viertelstunde später, exakt um 15.46 Uhr, vor Ort. Den Jungen brachten sie dann in ein Krankenhaus.

Noch kein Obduktionsergebnis nach Tod von Kleinkind im Zoo

Nach dem Tod eines Zweijährigen im Zoo liegt noch kein Obduktionsergebnis vor. Informationen zur genauen Todesursache des Kindes könnte es erst in der kommenden Woche geben, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Dienstag.

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Inzwischen gehe es dem Kind wieder gut, sagte Bäderchef Müller gestern. Das habe ihm ein Kita-Betreuer des Jungen telefonisch mitgeteilt. „Der Siebenjährige war mit der Gruppe einer Kindertageseinrichtung aus Offenbach im Panoramabad, mit seinen Eltern konnte ich bisher noch nicht sprechen“, sagte Müller.

Wie es zu dem gerade noch einmal abgewendeten Unglück kam, ist noch unklar. Bäderchef Müller sagte, er habe dazu keine Erkenntnisse. Und bei der Polizei wusste man bis gestern von dem Vorfall noch gar nichts. Ermittlungen wurden daher bislang nicht eingeleitet.

Tödliche Unglücksfälle

In zwei anderen Fällen, die allerdings tödlich endeten, laufen derzeit noch die Ermittlungen. Erst am Freitag vergangener Woche ist im Frankfurter Zoo ein Kleinkind ertrunken. Der Zweijährige fiel in einen Wassergraben und starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Gerichtsmediziner untersuchen derzeit die Leiche des Kindes, um die exakte Todesursache festzustellen (siehe Beistück). Derweil wird in Frankfurt noch darüber diskutiert, ob die Sicherheitsvorkehrungen im Frankfurter Zoo ausreichend sind.

Zuvor war es in der Rhein-Main-Therme in Hofheim zu einem Unglück gekommen, das an den aktuellen Bornheimer Fall erinnert. Am Pfingstsonntag hatten dort Badegäste einen Vierjährigen entdeckt, der leblos im Wasser des Schwimmerbeckens trieb. Doch der Junge aus Hattersheim konnte nicht mehr gerettet werden. Alle Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Er starb kurz darauf in einer Frankfurter Klinik. Das Schwimmbad hatte er zusammen mit seinen Eltern und Geschwistern besucht. Aufgrund der Obduktionsergebnisse in diesem Fall gehen die Ermittler der Kriminalpolizei davon aus, dass der Junge ertrunken ist.

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