Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer

Lügen über angebliche Vorfälle auf der Freßgass': Silvester: Angebliches Opfer war im Ausland

Gestern war die Lüge dann endgültig enttarnt: Das angebliche Opfer der angeblichen Freßgass'-Vorfälle gestand der Polizei, an Silvester gar nicht in Frankfurt gewesen zu sein. Den Gastronom erwarten jetzt Schwierigkeiten. Vorerst hat er sein Facebook-Profil abgeschaltet.
Jan Mai. Foto: Holger Menzel Jan Mai.
Frankfurt. 

Das Lügengebäude, das der Szenegastronom Jan Mai und seine Kollegin Irina A. errichtet haben, ist gestern vollends zusammengebrochen: Nachdem die Polizei am Dienstag mitgeteilt hatte, dass die Berichte der beiden über Übergriffe arabischstämmiger Flüchtlinge an Silvester „haltlos“ und offenbar erfunden sind, gestand die 27-Jährige gestern, beim Jahreswechsel überhaupt nicht in Frankfurt gewesen zu sein.

Irina A. war die Hauptbeschwerdeführerin in dem „Bild“-Bericht gewesen, mit dem die angeblichen Übergriffe in der Bar „First In“ an der Freßgass’ bekanntwurden. Sie behauptete, von mehreren Männern begrapscht worden zu sein. Gestern sagte Nadja Niesen, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, dass Irina A. bei der Durchsuchung ihrer Wohnung gestanden habe, beim Jahreswechsel im Ausland gewesen zu sein. Nach Informationen dieser Zeitung, die ein Polizeisprecher am Montag bestätigt hatte, hielt sie sich in Belgrad auf.

Jan Mai soll die Silvesterübergriffe erfunden haben.
Polizei stellt klar: Keine Übergriffe Vermeintlicher Sex-Mob in der Silvesternacht: "Fake ...

Für den Szenegastronom Jan Mai wird die Luft dünn: Die Silvesterübergriffe in seiner Bar „First In“, über die er zusammen mit seiner Kollegin Irina A. in der „Bild“-Zeitung wetterte, soll es nie gegeben haben. Nun droht dem Gaststättenbetreiber eine Anklage wegen Vortäuschens einer Straftat – und vielleicht auch der Entzug der Konzession.

clearing

Wie berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Vortäuschen einer Straftat gegen Jan Mai und Irina A. Gastronom Mai schaltete gestern sein Facebook-Profil ab, auf dem er mitunter AfD-nahe Positionen in der Flüchtlingsfrage vertreten hatte. Letzteres wurde verschiedentlich als Motivation für die Erfindung der Übergriffe von Flüchtlingen gewertet.

Mai log zuletzt auch im Gespräch mit den Medien: Nachdem er dieser Zeitung berichtet hatte, die Videoanlage im „First In“ sei seit einem Einbruch im Sommer defekt, sagte er der „Frankfurter Rundschau“, er habe die Aufnahmen der Silvesternacht gelöscht.

Das Strafgesetzbuch wird es schon richten.
Vermeintlicher Sex-Mob auf der Fressgass' Kommentar: Am Ende hilft das Strafgesetzbuch

Es ist gut, dass gegen die verdrehten Wahrheiten der Silvesternacht nun Ermittlungsergebnisse auf dem Tisch liegen, die keine Deutung zulassen. Ein Kommentar vom stellvertretenden Chefredakteur Lutz Bernhardt.

clearing

Jan Mai vor seiner Bar „First In“ auf der Freßgass’.
Polizei ermittelt gegen Gastronom Silvester-Übergriffe auf der Freßgass' nur vorgetäuscht?

Szenengastronom Jan Mai behauptete kürzlich, arabischstämmige Männer hätten in seiner Bar auf der Freßgass' in der Silvesternacht Frauen sexuell belästigt. Jetzt ermittelt die Polizei offenbar gegen ihn - wegen Vortäuschens einer Straftat.

clearing
(chc , dpa)
Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse