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Polizei ermittelt gegen Gastronom: Silvester-Übergriffe auf der Freßgass' nur vorgetäuscht?

Von Szenengastronom Jan Mai behauptete kürzlich, arabischstämmige Männer hätten in seiner Bar auf der Freßgass' in der Silvesternacht Frauen sexuell belästigt. Jetzt ermittelt die Polizei offenbar gegen ihn - wegen Vortäuschens einer Straftat.
Jan Mai vor seiner Bar „First In“ auf der Freßgass’. Foto: Holger Menzel Jan Mai vor seiner Bar „First In“ auf der Freßgass’.
Frankfurt.  Die Polizei ermittelt offenbar wegen Vortäuschens einer Straftat gegen den Szenegastronom Jan Mai (49) und seine Kollegin Irina A. (27). Die beiden hatten in der „Bild“-Zeitung behauptet, dass es in Mais Bar „First In“ auf der Freßgass’ beim jüngsten Jahreswechsel zu Straftaten und sexuellen Übergriffen  arabischstämmiger Männer auf Frauen gekommen sei. Auch gegenüber unserer Zeitung äußerte sich Gastronom Mai entsprechend, er sprach sogar von einem „Köln 2 in klein“.

Die Strafverfolger hegen nach ihren bisherigen Ermittlungen und Zeugenbefragungen nun offenbar den Verdacht, dass die behaupteten Straftaten frei erfunden waren. Die „Bild“-Zeitung berichtete am Montag auf ihrer Internetseite zuerst darüber. Ein Polizeisprecher kommentierte den Bericht mit den Worten: „Ich kann nicht widersprechen.“ Weitere Informationen wird das Polizeipräsidium möglicherweise im Laufe des Dienstags herausgeben.

Nach Informationen, die unserer Zeitung am Montagabend per Mail zugespielt wurden, konnten die Behauptungen von Mai und seiner Kollegin „nicht mal im Ansatz“ verifiziert werden. Irina A., die behauptete, man habe ihr unter den Rock, zwischen die Beine und an die Brüste gefasst, soll über Silvester nicht einmal in Frankfurt, sondern in Belgrad gewesen sein. Die Polizei habe ihre Flugtickets sichergestellt und suche seit Tagen nach ihr, um sie zu vernehmen, heißt es in der Mail an unsere Zeitung. Auch zu all diesen Ausführungen sagte der Polizeisprecher auf Nachfrage, dass er „nicht widersprechen“ könne.

Jan Mai blieb am Montagabend bei seiner Darstellung. Die Frage, ob Irina A. in der Silvesternacht im Ausland gewesen sei, beantwortete er lapidar mit: „Dazu kann ich nichts sagen.“

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