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Bund und Land fördern: Sinaipark, Grüneburgpark und Grüngürtel sollen zusammenwachsen

Von Gefördert vom Bund und dem Land, kommt jetzt das Grüne Ypsilon, eine Wegebeziehung vom Grüneburgpark zum Grüngürtel im Norden und dem Sinaipark im Osten. Damit wollen das Umwelt- und das Planungsdezernat Wohnen und Ökologie besser vereinbaren.
Die Lern- und Kulturmeile in der Platenstraße. Foto: Christian Christes (www.chrischristes.de) Die Lern- und Kulturmeile in der Platenstraße.
Ginnheim. 

Wohnen und Freiräume zusammen zu denken, sei unabdingbar, sagt Planungsdezernent Mike Josef (SPD). „Wir können nicht im Grüngürtel bauen und nicht im Stadtwald. Wir müssen verdichten und aufstocken. Aber irgendwann müssen wir dann auch sagen, es geht nicht mehr.“ Um das Grün vor allem im Stadtteil Ginnheim zu schützen, seine Qualität und Zugänglichkeit zu verbessern, investiert die Stadt in den kommenden zehn Jahren 6,3 Millionen Euro.

Dabei sind die Vorschläge nicht neu. Seit Jahren geistert die Idee des „Grünen Ypsilon“ durch die Büros der Planer. Dass es bislang nicht zur Realisierung gekommen ist, lag am Geld. Zudem müssen mehrere Ämter eng zusammenarbeiten, etwa das Planungsamt und das Grünflächenamt. Josef und die grüne Umweltdezernentin Rosemarie Heilig sind sich jetzt in der Sache einig: das „Grüne Ypsilon“ kommt. Bis 2028 soll es realisiert sein. So lange läuft auch die Förderung durch das Bund-Länder-Programm „Zukunft Stadtgrün“. Aus diesem Topf wird auch Frankfurts „Grüne Ypsilon“ gefördert.

Grün trotz Verdichtung

Mike Josef sagt, dass bis zu 700 Wohnungen in der Platensiedlung neu entstehen durch Aufstockung bestehender Gebäude. Das bislang oft öde Grün zwischen den Wohnblocks könnte zu Mietergärten werden und zu öffentlichem Grün. „Die Bürger können mitmachen“, so der Dezernent.

„Das Grüne Ypsilon“, ergänzt Rosemarie Heilig, „soll zeigen, wie Verdichtung möglich ist unter Bewahrung des Grüns und der Schaffung neuer Verbindungen.“

In erster Linie geht es darum, die im „Ypsilon“ schon bestehenden Flächen für alle zugänglich zu machen. Es gibt dafür 14 einzelne Projekte. Ein 15., die Lern- und Kulturmeile, ist bereits realisiert (wir haben berichtet).

Das „Grüne Ypsilon“ verbindet den Grüneburgpark im Süden mit dem Sinaipark im Osten und dem Grüngürtel im Norden. Mit Mitteln des Bundes und des Landes werden die langjährigen Pläne verwirklicht. Grafik: FNP Bild-Zoom
Das „Grüne Ypsilon“ verbindet den Grüneburgpark im Süden mit dem Sinaipark im Osten und dem Grüngürtel im Norden. Mit Mitteln des Bundes und des Landes werden die langjährigen Pläne verwirklicht. Grafik: FNP

Zu den größten Brocken des Projekts gehört die Sanierung und der barrierefreie Ausbau der Fußgängerbrücke über die Miquelallee, die die Anbindung an den Grüneburgpark bringt. Schwierig wird auch die Querung der Sportanlage Dornbusch. Hier sind das Umweltdezernat und das Planungsdezernat laut Josef im Gespräch mit dem Sportdezernat. Denn die Plätze der Sportanlage werden alle benötigt, einen Fuß- oder Radweg quer über die Sportanlage zu legen, um die Platensiedlung im Norden mit dem Grüneburgpark im Süden zu verbinden, ist schwierig. Auch die Wilhelm-Epstein-Straße wird gequert.

Straßenquerungen für Fußgänger und Radfahrer sind auch an anderen Stellen geplant. So soll die Eschersheimer Landstraße in Höhe des Sinai-Parks einen Fußgänger-Überweg erhalten. Die kleine Fritz-von-Unruh-Anlage nördlich der Hügelstraße ist nur schwer zugänglich. Sie soll im Norden durch einen Fußgängerüberweg an der Kurhessenstraße und im Süden durch einen über die Hügelstraße erschlossen und damit auch an die südliche Marie-Bittorf-Anlage angeschlossen werden.

Die Planer möchten manche Schlammwege befestigen, so in der Fritz-von-Unruh-Anlage und der Marie-Bittorf-Anlage in Ginnheim und der Klimsch-Anlage im östlichen Arm des Ypsilon.

In Fördertopf gegriffen

Das kostet Geld, und dies ist auch ein Grund, weshalb Frankfurt bislang zögerte, das „Grüne Ypsilon“ zu realisieren. „Als Bund und Land jetzt ein attraktives Angebot auflegten, haben wir schnell zugegriffen“, sagt Rosemarie Heilig.

Frankfurt wird aus dem Bund-Länder-Programm „Zukunft Stadtgrün“ als eine der ersten Städte Hessens gefördert. 55 000 Euro beträgt die erste Rate für das laufende Jahr. Den Bescheid hat Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) der Stadt am Freitag überreicht. In den kommenden zehn Jahren rechnet die Stadt mit einer Gesamtförderung von 3,465 Millionen Euro. Frankfurt selbst trägt die Differenz der veranschlagten Kosten von 6,3 Millionen Euro. Der Bund fördert Umweltmaßnahmen in Städten mit insgesamt 50 Millionen Euro jährlich. 3,8 Millionen davon gehen nach Hessen, das Land beteiligt sich mit der selben Summe. Anteilig bekommt Frankfurt als wohlhabende Stadt als die anderen. Dies erklärt den hohen Eigenanteil von 45 Prozent. Im Mittel teilen sich Bund, Land und Kommunen die Kosten gleichmäßig.

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