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Stadtpolitik: So könnte der Heddernheimer Steg barrierefrei werden

Von Es ist technisch möglich, den Neubau des Heddernheimer Stegs mit einer Rampe zu ergänzen. Das ergibt eine Machbarkeitsstudie. Allerdings würden sich die Kosten verdoppeln.
Über eine gestufte Rampe oder den Aufzug gelangt man derzeit auf den Heddernheimer Steg. Mit dem Neubau könnte nun doch eine barrierefreie Rampe neben der Treppe gebaut werden. Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA Über eine gestufte Rampe oder den Aufzug gelangt man derzeit auf den Heddernheimer Steg. Mit dem Neubau könnte nun doch eine barrierefreie Rampe neben der Treppe gebaut werden.
Nordweststadt. 

Seit dem Ortsbeirat 8 (Heddernheim, Niederursel, Nordweststadt) vor einem Jahr die Pläne für den Neubau des Heddernheimer Stegs vorgestellt wurden, wehren sich die Stadtteilpolitiker gegen den Verzicht auf eine Rampe. Mit Erfolg: Die Stadt ließ eine Machbarkeitsstudie erstellen und verschiedene Varianten erarbeiten, die einen zweiten barrierefreien Zugang zu der Fußgängerbrücke über den Erich-Ollenhauer-Ring ermöglichen. Neben dem Aufzug, der nach Empfinden der Stadtteilpolitiker „zu häufig ausfällt“. Mit dem Ergebnis: Es kann eine Rampe gebaut werden. Die wäre allerdings dreimal so lang wie die Brücke und würde genauso viel kosten. Zusätzlich.

Zwei Varianten

„Aus Sicht der Verwaltung ist die Intention des Ortsbeirates nicht nachvollziehbar. Das ist ein Riesending. Am Ende haben wir eine winzige Brücke und eine riesige Rampe“, sagt Hans-Jörg Beier vom Amt für Straßenbau- und Erschließung. 515 000 soll der Neubau des 1968 erbauten, 45 Meter langen Stegs kosten. Mit Rampe würden die Kosten bei 1,13 oder 1,04 Millionen Euro liegen – je nachdem welche der zwei möglichen Varianten realisiert würde. So weit ist es aber noch lange nicht. „Zunächst geht alles seinen üblichen Gang. Die Pläne werden dem Ortsbeirat vorgestellt, dann müssen sie von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen werden“, erklärt Beier das weitere Vorgehen.

150 Meter lang wäre die geradlinig verlaufende Rampe bei der Variante II der Machbarkeitsstudie. Auf Zwischenpodesten könnte die Richtung gewechselt werden. Aus Platzgründen müssten in diesem Falle die Treppe zum Steg sowie die angedachten Fahrradstellplätze auf die Südseite verschoben werden. Dadurch wären diese schlechter einsehbar, aufgrund der engen Bauweise sei die spätere Unterhaltung der Brücke deutlich erschwert, heißt es in der Machbarkeitsstudie. Zudem müssten umfangreiche Rodungen stattfinden, die entfernten Pflanzen könnten nicht alle ersetzt werden.

Auch bei Variante III würde die Rampe gerade und nicht kurvig gebaut. Allerdings gebe es auf der Strecke von 125 Metern nur eine Wendepodest. Ausschlaggebend für die Auswahl dieser Variante sei die Nutzerfreundlichkeit, wie die Nähe zum Aufzug und die Verkehrssicherheit, heißt es in der Machbarkeitsstudie. Der Plan für die Brücke bliebe durch diese Variante der Rampe unberührt. Jedoch müssten auch hier Pflanzen und Bäume gerodet werden, eine Renaturierung mit kleinwüchsigen Büschen sei jedoch möglich.

Baubeginn 2019

Bei beiden Varianten würde die Treppe zur Brücke in Breite und Steigung der Rampe angepasst, die angedachte Fahrradschieberinne würde entfallen. Sollte die Rampe tatsächlich gebaut werden, müssten allerdings die Pläne für die Brücke überarbeitet werden. Der geplante Baubeginn für 2018 wäre damit hinfällig frühestens 2019 könnte begonnen werden. Vom Magistrat bevorzugt wird die 525 000 Euro teure Variante III. Damit werde das bestmögliche Ergebnis für Technik, Wirtschaftlichkeit und Gestaltung erreicht.

Unabhängig von der Machbarkeitsstudie wird angestrebt, die Ausfallzeiten des Aufzuges – 2015 und 2016 stand er an jeweils 17 Tagen still – auf ein Minimum zu begrenzen. Deswegen werden Störungsmeldungen direkt dem Betreiber gemeldet, werktags soll nach zwei, sonn- und feiertags nach fünf Stunden ein Techniker vor Ort sein.

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