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Ausstellung zeigt Alltag der Bewohner des Stadtteils: So leben die Riederwälder

Den Riederwald und seine Bewohner zeigt die Ausstellung „In Frankfurter Gesellschaft – Riederwald innen und außen“. Zwei Wochen lang sind die Fotografien im Stadtteil zu sehen.
Eine Riederwälderin in ihrem Wohnzimmer, porträtiert von Anna Pekala. Eine Riederwälderin in ihrem Wohnzimmer, porträtiert von Anna Pekala.
Riederwald. 

Seit drei Jahren sind die beiden Fotografen Anna Pekala und Florian Albrecht-Schoeck (beide 35) in Frankfurt unterwegs, um im Auftrag des städtischen Programms „Aktive Nachbarschaft“ verschiedene Stadtteile zu portraitieren: Die Menschen, die dort leben, aber auch der Stadtteil selbst sind Gegenstand ihrer Fotos.

Nun ist der Riederwald an der Reihe: Vom kommenden Dienstag, 9. Juni, an sind die im Stadtteil entstandenen Fotos im Begegnungszentrum, Am Erlenbruch 26, zwei Wochen lang zu sehen. Erstmals hat Anna Pekala dabei nicht nur Menschen in ihren privaten vier Wänden portraitiert, sondern auch an öffentlich zugänglichen Orten: in ihrem Geschäft, ihrer Pizzeria, einer Kneipe, beim Fastnachtsverein und im Atelier.

 

Die Mischung macht’s

 

Auch die Mischung der Personen sei anders als die der bislang porträtierten Stadtteile Seckbach, Ginnheim und Rödelheim, sagt Pekala. „Ich habe im Riederwald eine größere Auswahl an Familien fotografiert. Darunter sind junge, auch mehrere alteingesessene Familien und Paare aus dem Stadtteil.“ Bislang standen oft Migranten aus allen Teilen der Welt, die die abgebildeten Stadtteile prägen, im Mittelpunkt.

„Im Riederwald wohnen viele interessante Menschen. So Walter Scheuer, der heute über 90 ist und kurz nach dem Zweiten Weltkrieg ein Kurzwarengeschäft im Riederwald eröffnete“, berichtet Pekala. Zeitweise habe Scheuer mehrere Läden betrieben. Übrig ist noch jener in der Raiffeisenstraße/ Ecke Schäfflestraße, den heute sein Sohn Joachim betreibe. „Ein Geschäft, in dem es neben einer Postagentur sogar noch Knöpfe und Reißverschlüsse gibt. Der Laden hat ein ganz besonderes Flair.“

Andere Bilder entstanden in der Pizzeria Stefano, im Riederwälder Eck oder im früheren Atelier des verstorbenen Künstlers Heinz Saalig, in dem sich noch heute die Mitglieder der von ihm gegründeten Künstlergruppe, der „Griesheimer Schule“, treffen.

Auch der Fotograf Florian Albrecht-Schoeck fand es spannend, im Riederwald zu fotografieren. Während Pekala Menschen und in Farbe fotografiert, fängt er in seinen analogen schwarz-weiß Bildern die Atmosphäre des Stadtteils ein. „Am spannendsten fand ich die vielen May-Bauten und jene Höfe, in denen die Hauseingänge alle nach innen zeigen. Hier lebt man miteinander, im positiven Sinne des Wortes.“ Auch sei der Riederwald einerseits mitten in der Stadt, „andererseits steht man ein paar Meter weiter mitten im Wald“.

 

Ungewöhnlicher Ort

 

Der Ausstellungsraum im Begegnungszentrum selbst sei ebenfalls ungewöhnlich, sagt Pekala. Wegen der hohen Decken hingen sie nicht nur neben-, sondern auch übereinander, was einen ganz besonderen Eindruck vermittle.

Zu sehen sind rund 25 Portraits von Riederwäldern und ihren Familien sowie ein gutes Dutzend Außenaufnahmen. Eröffnet wird die Ausstellung „In Frankfurter Gesellschaft – Riederwald innen und außen“ am Dienstag, 9. Juni, um 17.30 Uhr. Die Öffnungszeiten sind montags von 14 bis 17 Uhr, mittwochs und freitags von 14 bis 17 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung unter der Nummer 069/41074857. Am Samstag, 20. Juni, führen die Fotografen außerdem von 10 bis 12 Uhr selbst durch die Ausstellung. Der Eintritt ist frei. Infos gibt es unter in-frankfurter-gesellschaft.de im Internet.

(hau)
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