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Öffentliche Gesprächsrunde: So reagiert Uni-Präsidentin Brigitta Wolff auf Absage des Wendt-Vortrags

Nach der Absage eines Vortrags des Polizeigewerkschafters Rainer Wendt und der Diskussion darüber hat nun die Uni-Präsidentin Brigitta Wolff reagiert. Sie lädt zu einer Diskussionsrunde über Meinungsfreiheit ein.
Birgitta Wolff ist Präsidentin der Uni Frankfurt. Foto: Jens Wolf/Archiv Birgitta Wolff ist Präsidentin der Uni Frankfurt. Foto: Jens Wolf/Archiv
Frankfurt. 

Die Präsidentin der Goethe-Universität Birgitta Wolff will über Meinungsfreiheit auf dem Campus diskutieren. Mit einer öffentlichen Gesprächsrunde reagiert sie auf Kritik an der Absage eines Vortrags des Polizeigewerkschafters Rainer Wendt (wir berichteten). Die Veranstaltung soll am 19. Januar stattfinden. Der Titel lautet: „Diskurskultur im Zwielicht – Wie viel Meinungsfreiheit verträgt die Uni?“ Neben Wolff sollen der Philosoph Rainer Forst, die Ethnologin Susanne Schröter sowie ein Vertreter der insgesamt 60 Unterzeichner eines offenen Briefs gegen den Vortrag von Rainer Wendt teilnehmen.

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Heute Abend hätte der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft an der Goethe-Universität einen Vortrag halten sollen. Sein Thema: „Polizeialltag in der Einwanderungsgesellschaft“. Doch das Forschungszentrum, das ihn eingeladen hatte, sagte Wendt kurzerhand ab – und beugte sich damit politischem Protest von Links.

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Wendt war von Schröter eingeladen worden, über den „Polizeialltag in der Einwanderungsgesellschaft“ zu sprechen. Dagegen regte sich Protest, auch aus den eigenen akademischen Reihen der Universität. Der Vorwurf: Rassismus. Schröter sagte den Vortrag daraufhin kurzfristig ab, was in der Öffentlichkeit auf breite Kritik stieß.

Uni-Präsidentin Wolff sagte nun: „Unsere Veranstaltung ist ein Angebot zur Versachlichung der Debatte angesichts eines sich immer weiter verschärfenden, öffentlichen Meinungsklimas, das auch die Wissenschaftsfreiheit gefährdet.“ Positionen, die von der freiheitlich-demokratischen Grundordnung gedeckt seien, müssten im Rahmen der wissenschaftsgeleiteten Debatten selbstverständlich auch auf dem Campus offen angesprochen werden können. dg

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