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Straßen- und Flugverkehr in der Mainmetropole: So unbeeindruckt ist Frankfurt vom Schnee

Während die Kinder über das in unseren Breiten selten gewordene Weiß jubeln, stört es die dynamische Mainmetropole bei der Besorgung der Geschäfte. Aber nicht besonders: Die fünf Zentimeter Neuschnee brachten weder den Verkehr zum Erliegen noch den Flugplan durcheinander.
Schneemänner im Frankfurter Museumspark Bilder > Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Schneemänner im Frankfurter Museumspark
Frankfurt. 

Die Mainmetropole ist nicht umsonst Heimatflughafen der Lufthansa. Schnee und Frost sind in Frankfurt im Gegensatz zu München beispielsweise vergleichsweise selten. Auch gestern fielen am Frankfurter Flughafen nur vereinzelt Flüge aus. Es kam lediglich witterungsbedingt zu kleineren Störungen, wie Dieter Hulick vom Flughafenbetreiber Fraport AG sagte. „Wenn sie auf der Autobahn unterwegs sind, können sie hinter dem Schneepflug herfahren“, erklärte Hulik. Auf dem Flughafen dagegen müssten Start- und Landebahnen für die Räumung gesperrt werden. Auch müssten die Flugzeuge enteist werden, bevor sie abheben können. Deshalb gebe es derzeit vereinzelt Verspätungen, „aber beileibe kein Chaos“. Fluggästen riet Hulik, rechtzeitig anzureisen, da sie auch auf dem Weg nach Frankfurt witterungsbedingt mit Verspätungen rechnen müssten.

Auch ein Lufthansa-Sprecher bestätigte Huliks Angaben. Alle Interkontinentalflüge würden weitgehend reibungslos abheben, lediglich ein Lufthansa-Flug nach Hamburg sei gestrichen worden. Bei dieser Wetterlage hätten die Langstreckenflüge Priorität, unterstrich der Sprecher.

Viele fuhren Bahn

Auch auf Frankfurts Straßen war nichts Außergewöhnliches zu vermelden. Dass der Verkehr trotz Schnee so reibungslos verlief, war insofern eine Überraschung, weil wegen eines Streiks der Busfahrer erhöhtes Verkehrsaufkommen erwartet wurde. „Offenbar haben doch viele die Bahn genommen“, vermutete ein Polizeisprecher. Andere haben sich offenbar, so weit möglich, zu Fuß auf den Weg zur Arbeit gemacht. Die Straßen waren für einen Wochentag erstaunlich leer. Straßen-, S-, und U-Bahn Netz fuhren auch bei Schneefall nach Fahrplan. „Der Schnee führt zu keinen besonderen Vorkommnissen“, bestätigte Klaus Linek, Sprecher der Nahverkehrsgesellschaft Traffiq.

Freude über das Schneetreiben kommt beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt in Aschaffenburg auf. Dort begrüßt man das kommende Wetter mit Schnee und Regen, denn bislang steht der Wasserspiegel des Mains niedrig, so dass er nun Normalmaß erreichen kann. Folglich kommt es trotz des zu erwartenden Niederschlags nicht zu Überschwemmungen. Erstmals in diesem Winter bleibt der Schnee auch liegen und bildet sogar eine geschlossene Schneedecke, so dass sich die Stadt in einer anderen Farbe beobachten lässt. Auch den Geräuschpegel in der Großstadt dämpft das Weiß.

Arbeitsreicher Tag

Doppelten Stress hatte Dr. Peter-Friedrich Petersen, Leiter der Notaufnahme am städtischen Klinikum. Satte eineinhalb Stunden brauchte der Mediziner vom heimischen Wiesbaden, um überhaupt erstmal nach Höchst zu kommen. Und dort erwartete ihn ein arbeitsreicher Tag. Ein Rettungswagen nach dem anderen traf ein, zwischen 10 und 14 Uhr alleine 22 Stück, also mehr als fünf pro Stunde. Das sind deutlich mehr als sonst, normalerweise sind es an einem 24-Stunden-Tag zwischen 40 und 50 Rettungswagen. „Aber anstelle der erwarteten Knochenbrüche kamen eher internistische und neurologische Patienten.“ Bis gestern Nachmittag hatten die Notfallmediziner nur vier Patienten zu versorgen, die auf dem Weg zur Arbeit gestürzt waren.

(tre,stef,fnv)
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