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Italien, Südtirol, Balkonien: So verbringen die Frankfurter Magistratsmitglieder ihre Sommerferien

Von Noch bis Anfang August hat das Römer-Parlament Sommerpause. Zeit, in die Ferne zu schweifen, oder? Wir haben die Frankfurter Magistratsmitglieder gefragt, wo es sie in ihrem Urlaub hinzieht.
Ein Stadtrad im Action-Kurzurlaub: Jan Schneider (CDU) tauschte den Bürostuhl schon vor den Ferien gegen den Motorrad-Sitz und tourte durch die Dolomiten. Nun geht’s mit der Familie nach Italien. Ein Stadtrad im Action-Kurzurlaub: Jan Schneider (CDU) tauschte den Bürostuhl schon vor den Ferien gegen den Motorrad-Sitz und tourte durch die Dolomiten. Nun geht’s mit der Familie nach Italien.
Frankfurt. 

Wenn die Sonne auf den Beton knallt, die Schulbänke leer bleiben und in den Bankentürmen die wichtigste Frage ist, wie man die Kinder auf einer sechsstündigen Autofahrt bei Laune hält, gönnen sich auch Frankfurts hauptamtliche Magistratsmitglieder eine Auszeit von Aktenbergen und Ausschusssitzungen. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) nimmt sich Zeit für die Familie: Mit Ehefrau Zübeyde und seinen beiden Töchtern geht’s wie schon im vergangenen Jahr ins Feriendomizil nach Südtirol. Das Stadtoberhaupt freut sich auf „ausgedehnte Wanderungen, gute Luft und gutes Essen“. Nun gilt wie für alle Urlauber: Daumendrücken, dass das Wetter mitspielt.

Angst vor unverhofften Regenschauern muss Bürgermeister Uwe Becker (CDU) hingegen nicht haben. Er macht mit seiner Tochter Urlaub in Israel – und das Thermometer zeigt nur selten weniger als 30 Grad Celsius an. Auf dem Reiseplan stehen die heiligen Stätten Jerusalem, David Ben-Gurions früherer Alterssitz in Sde Boker und die Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem. Zum Ferienende gibt’s das Kontrastprogramm: Eine Woche im bayrisch-beschaulichen Bad Kohlgrub direkt an den Alpen. Dann aber mit der ganzen Familie.

Nach Süddeutschland verschlägt es auch Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU). Seit mittlerweile neun Jahren zieht es sie zu ihren Fitnesswochen ins baden-württembergische Radolfzell. Am Nordwestufer des Bodensees will sie wandern, golfen und gesund speisen. Höhepunkt ihres Sommers werden die vier Abende bei den Festspielen in Bayreuth mit ihrem Lebensgefährten. Jetzt hoffe sie nur noch, dass die Stühle dort nicht allzu hart seien, sagt Birkenfeld lachend.

600-Kilometer-Radtour

Sitzen wird auch Stadtrat Stefan Majer (Grüne) in weiten Teilen seiner Ferien – allerdings auf einem Fahrradsattel. Mit seinem Lebensgefährten strampelt er knapp 600 Kilometer bis zum Comer See in Norditalien. Maximal zehn Tage wollen sie unterwegs sein. Aber damit nicht genug: „Unser Ferienhaus liegt auf einem Berg. Für jedes Brötchen muss ich 300 Höhenmeter zurücklegen.“ Ohne körperliche Betätigung könne er eben nicht entspannen, sagt der Gesundheitsdezernent. Zurück nach Frankfurt fährt er dennoch mit dem Zug.

Bürgermeister Uwe Becker (CDU) legte in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem einen Stein im Schriftzug Frankfurts ab. Bild-Zoom
Bürgermeister Uwe Becker (CDU) legte in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem einen Stein im Schriftzug Frankfurts ab.

Baudezernent Jan Schneider (CDU) bevorzugt das Motorrad. In einem „Urlaub vor dem Urlaub“, wie er sagt, fuhr er mit seinem Vater durch die Dolomiten. Nun hat auch die große Tochter ihre ersten Sommerferien und es warten zehn Stunden Autofahrt mit Kind und Kegeln an die italienische Adriaküste. In einem kleinen Badeort wolle er dann Sandburgen bauen und mit den Kinder spielen. Venedig wird natürlich auch angesteuert.

Dort könnte Schneider seinen CDU-Kollegen Markus Frank treffen. Der Wirtschaftdezernent besucht mit seiner Frau und den Töchtern wie schon 2017 den Adria-Badeort Caorle nur 60 Kilometer von der italienischen Karnevalsstadt entfernt. Und neben Waffeln und Crêpe beim Hotelfrühstück freuen sich Franks auch auf die fast traditionelle Gondelfahrt.

Ioannina im Westen Griechenlands ist das Reiseziel von Planungsdezernent Mike Josef (SPD). Seine Frau ist gebürtige Griechin. Zwischen Gebirgsketten und dem Pamvotida-See wollen das Ehepaar, ihr Sohn und die Schwiegereltern richtig abschalten. Aber was wäre Hellas ohne das Meer? Und so muss für Josef auch das sein: Ein kalter Frappé, am Strand liegen und dann ab ins Wasser.

Schwimmen steht auch im Urlaubsprogramm von Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD): Sie verreist mit ihrem Mann und Freunden aufs Land nach Frankreich. Dort wird ausgeschlafen, gut gegessen und wahrscheinlich springt auch ein Ausflug in Frankfurts Partnerstadt Lyon heraus. Als Lesestoff kommt in den Koffer: Vladimir Nabokovs Autobiographie „Erinnerung, sprich“ und Jan-Werner Müllers Buch „Das demokratische Zeitalter“.

Daheim ist es auch schön

Den kürzesten Reiseweg der Stadträte hat wahrscheinlich Bildungsdezernentin Sylvia Weber: Sie werde in diesem Jahr nur auf „der heimischen Terrasse gemütlich ein paar Bücher verschlingen und Frankfurt genießen“, kündigt die SPD-Politikerin an.

Zu den Daheimgebliebenen zählt wie so oft auch Rosemarie Heilig (Grüne). In den Sommerferien sei die Stadt so entspannt, sagt sie. Also arbeitet die Umweltdezernentin einfach weiter: Ihr Heimatkundeprogramm „Der Wilde Sonntag“ läuft bereits, außerdem steht eine Radtour mit Frankfurter Journalisten an.

Seinen Schreibtisch will auch Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) noch nicht verlassen: Aktuell schaffe er Restarbeit weg, sagt er. Spontan will er dann schauen, wohin ihn der Sommerurlaub 2018 führen könnte.

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