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Firmenlauf: So war der Frankfurter J.P.-Morgan-Lauf 2018

So spannend war der J.P.-Morgan-Lauf in Frankfurt noch nie - und das nicht nur in sportlicher Hinsicht.

Firmenlauf  So nervenaufreibend waren die Stunden vor Beginn des J.P. Morgan-Laufs wohl noch nie: Erst ein Gewitter mit Starkregen, Hagel und überschwemmten Straßen, dann der gesperrte Hauptbahnhof, der viele Auswärtige ratlos machte. Die ehemalige Eiskunstläuferin Katarina Witt konnte nicht geplant das Startsignal geben. Das Unwetter verhinderte ihre Anreise. Kurzum, es war alles ein bisschen komplizierter als sonst.

Fotos vom Lauf:

Bilderstrecke J.P-Morgan-Lauf 2018: Die Bilder von der Strecke
J.P-Morgan-Lauf 2018: Die Bilder von der StreckeJ.P-Morgan-Lauf 2018: Die Bilder von der StreckeJ.P-Morgan-Lauf 2018: Die Bilder von der Strecke

Doch für den guten Zweck überwanden rund 64 000 Läufer aus 2388 Firmen jedes Hindernis: Insgesamt kamen gestern 255 500 Euro an Spendengeldern zusammen. Unsere Redakteurin Sarah Bernhard und Fotograf Holger Menzel haben sich mit ins Getümmel gestürzt.

Sabine Gnau an der an der Bananen-Station. Bild-Zoom Foto: Holger Menzel (Holger Menzel)
Sabine Gnau an der an der Bananen-Station.

Bananen!

Nach 5,6 Kilometern Strecke hat sich Sabine Gnau von der Tourismus + Congress GmbH ihre Banane redlich verdient. 65 000 von ihnen hat J.P. Morgan über die Großmarkthalle bestellt – und zwar bereits im Januar. Helfer haben sie gestern frisch von den Stauden gepflückt und auf den Tischen verteilt. Dazu kamen 3000 Äpfel, 45 000 Liter isotonisches Sportlergetränk und 35 000 Liter Mineralwasser.

Platz 1: Aaron Bienenfeld (Mitte); Platz 2: Simon Stützel (links). Bild-Zoom Foto: Holger Menzel (Holger Menzel)
Platz 1: Aaron Bienenfeld (Mitte); Platz 2: Simon Stützel (links).

Sieger!

Eigentlich wollte Aaron Bielefeld (Mitte) zur Abwechslung mal langsam machen. Doch dann startet neben ihm der Topläufer Simon Stützel (links) – und plötzlich gilt es, einen Titel zu verteidigen: 2016 hat der 20-Jährige den J.P. Morgan-Lauf das erste Mal gewonnen. In den Spiegelungen der Hochhäuser checkt er immer wieder, wie weit er vorne ist, und kommt schließlich mit 16:10 Minuten ganz knapp vor Stützel ins Ziel. Die schnellste Frau ist mit 18:40 Minuten Thea Heim, die zum ersten Mal mitgelaufen ist. „Ich laufe Marathon, aber so eine Stimmung ist da nicht. Nächstes Jahr bin ich definitiv wieder dabei.“

Party schon während des Laufens, der Spass steht im Vordergrund. Bild-Zoom Foto: Holger Menzel (Holger Menzel)
Party schon während des Laufens, der Spass steht im Vordergrund.

Tütüs!

Eigentlich sollen die Fans an der Strecke die Läufer anfeuern. Doch Mona Hertzky (links) und Mona Hertl ist das zu langweilig: Sie jubeln einfach selbst – und zwar jedem zu, der halbwegs motiviert aussieht. Und die Menschen jubeln zurück. „Wenn man ein Kostüm trägt, bemerken einen die Leute eher und reagieren dann auch darauf“, sagt Hertl. Die Zeit, die sie für die 5,6 Kilometer brauchen, wird da zur Nebensache. „Wir sind nicht so die Sportskanonen.“ Dafür seien die Tutus und der Kopfschmuck selbst gemacht. Denn darum gehe es doch eigentlich: gemeinsam eine schöne Zeit zu haben.

Clown Michel Descombes aus Frankreich feuert alle Teilnehmer des JP MORGAN CHASE 2018 an. Bild-Zoom Foto: Holger Menzel (Holger Menzel)
Clown Michel Descombes aus Frankreich feuert alle Teilnehmer des JP MORGAN CHASE 2018 an.

Ein Clown!

Seit 35 Jahren feuert der Franzose Michael Descombes Läufer auf der ganzen Welt an – und sammelt nebenher Geld für krebskranke Kinder. Bis vor drei Jahren lief er oft auch selbst mit, „ich bin schon 200 Marathon gelaufen“, seit er Arthrose hat, feuert er an oder fährt mit dem Rad nebenher. „Das gefällt den Leuten.“ Beim J.P. Morgan-Lauf sei die Stimmung immer gut, sagt er, noch lieber sei ihm aber der Marathon durch Hamburg. „Da habe ich nämlich einen eigenen Fanclub.“

Das Stadtteam Frankfurt, auf dem Weg zum Rennen, beim JP MORGAN CHASE 2018 Bild-Zoom Foto: Holger Menzel (Holger Menzel)
Das Stadtteam Frankfurt, auf dem Weg zum Rennen, beim JP MORGAN CHASE 2018

(Künftige) Sieger

„Gemeinsam für Frankfurt 2024“, steht auf den T-Shirts von Farzad Djafari (2.v.r.) und seinen knapp 1000 Läufer-Kollegen von der Stadt Frankfurt. Dann nämlich soll Frankfurt eine der zehn Städte sein, in denen die Fußball-Europameisterschaft ausgetragen wird. Das überzeugte die J.P.-Morgan-Jury, die aus knapp 100 Einsendungen das kreativste T-Shirt auswählen sollte: Zum vierten Mal gewinnt die Stadt den Preis. Eine T-Shirt-Idee fürs kommende Jahr gebe es auch schon: Vielfalt bewegt Frankfurt.

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