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Endlich kann das Hallenbad an der Marie-Curie-Schule öffnen: Später Sprung ins kühle Nass

Von Die unendliche Geschichte um das nur in Teilen fertige Schwimmbad der Marie-Curie-Schule neigt sich dem Ende entgegen: Anfang Juni sollen alle Mängel behoben und das Schwimmbad nach den Sommerferien auch für andere Schulen und Vereine nutzbar sein.
Ein Hallenbad wie dieses gibt es an der Marie-Curie-Schule. Doch es kann derzeit nicht von Sportvereinen genutzt werden. Foto: Rüdiger Koslowski Ein Hallenbad wie dieses gibt es an der Marie-Curie-Schule. Doch es kann derzeit nicht von Sportvereinen genutzt werden.
Riedberg. 

Erst zweieinhalb Jahre jung ist das Gebäude der Marie-Curie-Grundschule an der Graf-von-Stauffenberg-Allee. Trotzdem gibt es immer wieder Probleme mit dem 39 Millionen Euro teuren Ensemble aus fünf Gebäudeteilen – über eine verschobene Einweihung bis hin zu losen Metallblenden in den Türen. Die jüngsten Schwierigkeiten liegen im Becken des Hallenbades, oder besser gesagt in den Duschen: Weil diese nicht einwandfrei funktionieren, darf das Bad derzeit nur von der Grundschule genutzt werden.

Immer wieder wurde der Eröffnungstermin nach hinten verschoben, aus Sommer 2016 wurde Januar 2017. Jetzt gibt es ein neues Datum. „Voraussichtlich kann die Schwimmhalle Anfang Juni freigegeben werden“, teilte jetzt Wilfried Körner, Sprecher der HA Stadtentwicklungsgesellschaft (Haseg) mit. Ende vergangener Woche habe es erneut Gespräche zwischen den Bäderbetrieben Frankfurt und dem Stadtschulamt gegeben, dort habe man sich auf den neuen Termin geeinigt. Das deckt sich mit den Informationen der Stadt: Es sei davon auszugehen, dass die Restarbeiten abgeschlossen werden könnten.

Kein Wettkampfbecken

Im Gebäude der Turnhalle ist das Hallenbad der Grundschule untergebracht. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Lehrbecken mit vier Bahnen mit jeweils 20 Metern Länge und zwei Metern Breite. Damit ist es für Schwimmvereine nicht nutzbar, sie benötigen für ihr Training 25-Meter-Bahnen. Doch diese sind bei einem Lehrschwimmbecken nicht vorgesehen. Es dient in erster Linie dazu, Schülern das Schwimmen beizubringen. Denn in der dritten Klasse steht Schwimmunterricht im hessischen Lehrplan.

Der Verbrühschutz an den Duschen, der die Temperatur des auslaufenden Wassers begrenzt, habe zu den Verzögerungen geführt. „Es gab verschiedene Messungen. Jene der Stadt im Dezember hatten gezeigt, dass alles in Ordnung ist. Dann haben die Bäderbetriebe ein paar Wochen später nachgemessen und die Werte waren eben nicht in Ordnung“, berichtet Körner. Mittlerweile seien sich die Experten aber sicher: Die zuletzt gemessenen Werte lägen der längeren Nicht-Nutzung der Duschen zugrunde. Nun sei alles noch einmal neu reguliert worden. „Es gibt allerdings noch ein paar kleine Mängel, die behoben werden müssen, die aber nicht sicherheitsrelevant sind und deswegen im laufenden Betrieb erledigt werden können“, betont Wilfried Körner.

Verzögerungen

Das bestätigt auch Rüdiger Niemann, Sprecher von Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD). „Es geht nur noch um Restarbeiten und kleinere bauliche Anpassungen, die sich im Probebetrieb als nicht geeignet entpuppt haben“, sagt er. Die ersten Verzögerungen hätte es bereits zu Beginn des Projektes gegeben. Das mit der Planung für Heizung, Lüftung und Sanitär beauftragte Büro sei insolvent gegangen. „Das ist einer der Schlüsselbereiche, insbesondere für ein Passivhaus wie die Schule und für ein Schwimmbad“, so der Referent.

Die Planung musste neu ausgeschrieben werden, daraus habe sich eine große zeitliche Verzögerung ergeben. Auf Grund des enormen Schulplatzbedarfs auf dem Riedberg sei dann entschieden worden, das Schulgebäude provisorisch fertigzustellen und die Sport- und Schwimmhalle erst etwas später. „Dass sich die Verzögerung dann in dieser Dimension auswirkt, war nicht absehbar“, betont Niemann.

Weil die Duschen bislang nicht genutzt werden konnten, müssen die Dritt- und Viertklässler der Grundschule sowie die Teilnehmer der Schwimm-AG die Umkleiden und Duschen der Turnhalle nutzen. Ist dort Sportunterricht, müssen sich die Kinder in den Toiletten umziehen. Ein Zustand, der vor allem dem Schulelternbeirat sauer aufstößt. „Das ist nicht schön. Zudem würde ich keine Aussage zu einem vom Stadtschulamt genannten Termin mehr machen“, ist man vorsichtig, was das neue Eröffnungsdatum betrifft.

Läuft dort alles glatt, dann könnte theoretisch auch die zweite Grundschule im Stadtteil das Schwimmbad nutzen. Noch fahren die Schüler jede Woche in die „Titus Thermen“ in der Nordweststadt. Wie auch das Gymnasium Riedberg – wenn es dort Schwimmunterricht gibt. Seit zwei Jahren wird der Wasserspaß dort nicht mehr angeboten.

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