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Kooperation mit der Eintracht: Spielvereinigung Oberrad: Traum von der Profi-Karriere

Von Erstmals führte Eintracht Frankfurt ihren Adlertag zur Nachwuchssichtung bei der Spielvereinigung 05 Oberrad durch. Der Anfang des Jahres geschlossene Kooperationsvertrag zwischen den beiden Vereinen macht's möglich.
Jannik (mit Ball) zeigt beim Adlertag in Oberrad, was er alles mit dem Ball kann. Der 12-Jährige will Profifußballer werden. Foto: Rainer Rüffer Jannik (mit Ball) zeigt beim Adlertag in Oberrad, was er alles mit dem Ball kann. Der 12-Jährige will Profifußballer werden.
Oberrad. 

Ein Eintracht-Trikot trägt Devin (11) bereits, da er bei der SG Egelsbach spielt und zusätzlich die Fußballschule der Eintracht besucht. Nun hat er nach den absolvierten Spiel- und Trainingseinheiten eigentlich ein gutes Gefühl: „Es hat viel Spaß gemacht, ich denke schon, das könnte etwas werden“, meint er. Während seine Altersgenossen ihr Können auf dem Spielfeld zeigen mussten, waren seine Fähigkeiten im Tor gefragt, wo Devin seine Zukunft als Fußballer sieht.

Zusammen mit weiteren rund 350 jungen Nachwuchskickern kann sich Devin nun in den Osterferien über Post von Eintracht Frankfurt freuen und auf eine Einladung zum Probetraining hoffen. Zum Jahresbeginn haben die beiden Vereine einen Kooperationsvertrag abgeschlossen, nun hat die Eintracht bei der Spielvereinigung 05 Oberrad ihren ersten „Adlertag“ ausgerichtet. Eine Zusammenarbeit, von der beide Vereine profitieren: Die Eintracht bietet den Trainern der Spielvereinigung regelmäßige Aus- und Fortbildungen an und kann dafür zur eigenen Nachwuchsförderung den stadtnahen Fußballplatz im Wald nutzen, besser bekannt als „Grie-Soß-Arena“.

Gute Basis

„Auf dem Riedberg hatten wir bislang zwar einen Sportplatz, aber keinen festen Kooperationspartner“, erklärt Habil Misimi, Chef-Scout bei Eintracht Frankfurt. Nun haben die „Adler“ eine gute Basis bei dem größten Jugendfußallverein von Frankfurt, mit dem sie zusammen die Sichtungstage für junge Fußballer zwischen neun und 13 Jahren aus dem Raum Frankfurt ausrichten können. Zusätzlich besteht ein regelmäßiger Austausch mit der Spielvereinigung, welche der rund 500 Oberräder Fußballjungs eine Zukunft bei der Eintracht haben könnten.

„Von den 350 jungen Spielern der Jahrgänge 2004 bis 2008 werden rund 10 bis 15 Prozent zu einem Probetraining bei uns eingeladen“, sagt Misimi und verweist auf professionelle Spieler der Bundesliga, die einst bei Adlertagen ausgesucht wurden. Zu ihnen gehören etwa Sebastian Jung, Faton Toski, Sonny Kittel oder auch Kreso Ljubicic. Die auffälligsten Spieler bei den Sichtungstagen werden zunächst zu einem Probetraining eingeladen. Falls auch dieses Training erfolgreich verläuft, können sie in die D- und E-Jugend nachrücken.

Doch um so weit zu kommen, müssen die Nachwuchskicker beim Adlertag erst einmal überzeugen und zeigen, was sie drauf haben. „Die Jungs absolvieren je zwei Testpartien mit vier zu vier und drei zu drei Spielern und zeigen zwischendurch bei technischen Übungen ihr Können“, sagt Baldo di Gregorio Spielertrainer der 1. Herren und Jugendkoordinator Leistungsbereich U 16 bis U 19 der Spielvereinigung.

Herausstechen

„Wir mussten viel Koordination und Schnelligkeit zeigen. Eine Aufgabe bestand darin, mit dem Ball zu trippeln und eine Acht zu laufen“, berichtet Janik (12) von der SG Königstein. Sie alle wurden aufmerksam von den Trainern beobachtet, die sich Notizen auf ihren Blöcken machten – wer sticht besonders heraus, wer zeigt Fähigkeiten, mit denen er gegenüber der Konkurrenz der Gleichaltrigen punkten kann?

„Ich habe mich schon seit ein paar Jahren im Tor festgebissen, das reizt mich besonders“, erzählt Devin. „Denn hier sind die Reflexe gefragt.“ Bis zu acht Stunden trainiert er pro Woche in Egelsbach, bei der Fußballschule der Eintracht, oder auch in Darmstadt. Er kann sogar von einem Spiel berichten, bei dem er im Elfmeterschießen den entscheidenden Ball hielt, der seine Mannschaft zum Sieg führte. „Manchmal hilft es, den Torschützen mit den Augen zu fixieren, das macht ihn nervös“, weiß er. Doch vor dem großen Fußballtraum, da sind sich Devin und sein Vater Vasili Zimmermann einig, stehen derzeit erst einmal die Schule und eine Ausbildung zum Ingenieur.

„Die Kooperation mit der Eintracht ist auch für uns durch die Aus- und Fortbildung unserer Trainer ein echter Zugewinn“, sagt Jürgen Eidmann, sportlicher Leiter der SpVgg. Oberrad. „Das ist umso wichtiger, da wir ein Ausbildungsverein sind, der seine erste Mannschaft aus der eigenen Jugend bildet“, bestätigt der Vorsitzende Stefan Uhl. Doch für manche Kinder und Jugendliche könnte nach dem Adlertag ein ganz großer Traum wahr werden. Post werden sie jedenfalls alle bekommen, auch wenn nur für einige wenige ein wirkliches Osterei dabei ist. Doch wer jetzt nicht dabei ist, darf auf eine Chance beim nächsten Adlertag voraussichtlich im Herbst hoffen.

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