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Sport in Bornheim wird noch schöner

Wie steht es um den Sport in Bornheim? Die CDU-Fraktion im Römer machte sich gestern ein Bild und stattete dem Panoramabad sowie der Turngemeinschaft Bornheim einen Besuch ab. Das Bad wird im kommenden Jahr saniert.
Fassade und Dach des Panoramabades sollen im kommenden Jahr saniert werden.	Foto: Walzer Fassade und Dach des Panoramabades sollen im kommenden Jahr saniert werden. Foto: Walzer
Frankfurt. 

Die CDU-Fraktion steigt Bäderbetriebe-Chef Otto Junck aufs Dach – wortwörtlich. Nicht wegen der sechs Millionen Euro teuren Sanierung, die er im kommenden Jahr für das Bornheimer Panoramabad veranschlagt hat, um endlich die marode Hülle des Gebäudes zu ersetzen. Sondern um sich selbst ein Bild vom Flachdach zu machen, das ebenfalls ausgetauscht werden soll.

"Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut, um Ihnen das möglich zu machen", sagt Junck mit trockenem Humor und weist auf ein wackeliges Gerüst mit ausklappbaren Leitern. Der größte Teil der Fraktion bleibt auf dem Boden. Stadtrat Markus Frank und Michael zu Löwenstein, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, wagen den Aufstieg. Die Ortsbegehung, die gestern neben dem Panoramabad auch die von der Turngemeinschaft Bornheim geplante Quartierstiefgarage zum Thema hatte, sollte schließlich Ergebnisse bringen.

Beginn im März

Einhellige Meinung: Da muss etwas geschehen. Der 70er-Jahre-Bau in der Inheidener Straße ist zwar 1990 saniert und erweitert worden. Dach und Fassade stammen aber immer noch aus der ersten Bauphase. Rund sechs Monate werden die Arbeiten dauern; nach der Winterpause, im März, sollen sie beginnen. Der Antrag auf Mittel aus dem Hallenbadinvestitionsprogramm ist bereits abgeschickt.

Die Zeit drängt: "Mittlerweile haben wir auch statische Probleme und deswegen einen Plan mit der Feuerwehr ausgearbeitet, nach dem wir bei Schneefall regelmäßig das Dach freimachen", sagt Junck. "Wenn es mal richtig schneit." Aber darauf, sagt er bitter, sei ja auch kaum noch Verlass. Junck steht auf Kriegsfuß mit dem Wetter. Die Wasserflächen aller 13 Schwimmbäder liegen zu 78 Prozent unter freiem Himmel; der Rest ist überdacht. "Wir haben in den vergangenen Jahren über 20 Millionen Euro in die Sanierung der verschiedenen Bäder gesteckt – Silobad, Brentanobad, die Freibäder in Eschersheim und Hausen, zum Beispiel. Es ist schwierig, diese Investitionen wieder einzuspielen, wenn uns Jahr für Jahr kein ordentlicher Sommer beschert wird."

Dennoch ist die Beliebtheit des Panoramabades ungebrochen. Zwischen 270 000 und 300 000 Besucher kommen jährlich. Das wäre dem Bad in den 90er Jahren beinahe zum Verhängnis geworden: Die Anwohner beschwerten sich über den Lärm, der vom Außenbecken zu ihnen herüberwehte. "Da haben die Planer tatsächlich einen Fehler gemacht", lenkt Junck ein. "Wir sollten das Bad schließen und gingen bis zum Verwaltungsgericht. Schließlich einigten wir uns auf Ruhezeiten."

Ruhe will auch die TG Bornheim – vor der Suche nach Parkplätzen. Im vergangenen Jahr eröffnete Vorsitzender Peter Völker das zweite Sportcenter gleich neben dem Bad; mit dem ersten zusammen hat der Verein über acht Millionen Euro verbaut. "Wir haben insgesamt 23 000 Mitglieder, fast 2000 kommen jeden Tag ins Sportcenter", sagt Völker. "Wir brauchen dringend Parkmöglichkeiten." Quartierstiefgaragen, die vor allem den Anwohnern Parkplätze bieten sollen, gibt es schon am Sankt-Katharinen-Krankenhaus; eine soll demnächst an der Glauburgschule entstehen.

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Die Garage unter dem TG-Gelände wird Platz für 212 Fahrzeuge bieten; rund 5,5 Millionen Euro sind für das Projekt vorgesehen. "Wir tragen einen Teil der Kosten, betreiben die Quartiersgarage aber auch", kündigt Völker an. Einen Euro pro Stunde will der Verein nehmen, außerdem sind Mietparkplätze in dem zweistöckigen Gebäude eingeplant. Oberirdisch sollen ein Spielplatz und eine Grünfläche die eher triste Fläche aufwerten. Im September soll der erste Spatenschicht getan werden. "Wenn alles gut geht, fahren die ersten Autos im Mai oder Juni 2013 in unsere Tiefgarage." jro

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