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Sprechen statt schlagen – Präventionsprogramm „Faustlos“ wirkt

Frankfurt. 

Die Kita „Welt-Entdecker“ im Gallus bietet seit Februar das Gewaltpräventionsprogramm „Faustlos“ an. Die Einrichtung besuchen rund 80 Kinder im Alter von ein bis sieben Jahren. Träger ist der Verein „Gesellschaft für Jugendarbeit und Bildungsplanung“.

Hintergrund des Programms ist es, dass Kinder frühzeitig lernen, mit ihrer Wut umzugehen, ohne anderen Kindern gegenüber brutal, aggressiv oder rücksichtslos aufzutreten. Leiterin Kinga Derecskey-Sciortino erklärt: „Faustlos“ ist ein vom Heidelberger Präventionszentrum entwickeltes Programm, das impulsives und aggressives Verhalten von Kindern verhindern will. Gleichzeitig sollen emotionale Kompetenzen wie etwa Einfühlungsvermögen und Problemlösungswillen gestärkt werden“. Dies sei wichtig, da aggressives und gewaltbereites Verhalten aus einem Mangel an sozialen und emotionalen Kompetenzen entstehe.

Im Januar 2015 nahmen die Erzieherinnen an der Weiterbildung teil. Schon im Februar starteten die ersten Gruppen, arbeiteten mit Methodenbaukästen inklusive aller Materialien, Bildern, Handpuppen und Geschichten. Gemeinsam mit dem „Wilden Willi“ und der „Ruhigen Schneck“ lernen die Kinder in 28 Einheiten verschiedene Problemlösungstechniken sowie den Umgang mit den eigenen Gefühlen und denen anderer Kinder.

Derecskey-Sciortino betont: „Das Programm kommt super bei den Kindern an. Bereits nach wenigen Einheiten merken wir, dass die Kinder während der Gruppenaktivitäten das Gelernte umsetzen. Sie lernen, ihre Gefühle zu erkennen, diese zu benennen und sie auch bei anderen Kindern deuten zu können“. Einmal in der Woche wird „Faustlos“ im Stuhlkreis von den pädagogischen Fachkräften der Kita durchgeführt. Dabei müssen die Kinder zum Beispiel Emotionen auf Bildern benennen.

(red)
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