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Ermittlungen der Polizei: Staatsanwaltschaft: Serienkiller Manfred S. ist nicht Tristans Mörder

Der mutmaßliche Serienmörder Manfred S., der mehrere Prostituierte getötet haben soll, ist nicht für den Tod des damals 13 Jahre alten Schülers Tristan verantwortlich. 1998 war Tristan in der Nähe des Bahnhofs Frankfurt-Höchst ermordet worden.
Eine Fingerabdruckkarte der Polizei im Mordfall Tristan. Foto: Boris Roessler/Archiv Eine Fingerabdruckkarte der Polizei im Mordfall Tristan.
Frankfurt. 

Bei der Suche nach dem Mörder des vor fast 20 Jahren getöteten Frankfurter Schülers Tristan hat sich wieder eine Spur zerschlagen. Der mutmaßlich sadistische Serienmörder Manfred S. aus Schwalbach am Taunus, der mehrere Prostituierte getötet haben soll, sei nicht für den Tod des damals 13-Jährigen verantwortlich, sagte die Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Frankfurter Polizei, Carina Lerch, am Montag. Die AG Tristan bestehe aber fort, die Öffentlichkeitsfahndung nach dem Täter werde wieder aktualisiert. „Mord verjährt nicht.” Die „Bild”-Zeitung hatte zuerst berichtet.

Der mutmaßliche Mörder Manfred S. spielte außer Saxofon auch Klarinette.
Serienmörder aus Schwalbach Klarinette hilft nicht: Mordfall Tristan weiter ungelöst

Die Klarinette, auf der der mutmaßliche Serienmörder Manfred S. im Februar 2012 spielte, galt als heiße Spur. Die Ermittler hofften, mit Hilfe des Instruments den Mord am Schüler Tristan Brübach aufklären zu können. Diese Hoffnung hat sich inzwischen aber zerschlagen.

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Für Hinweise auf die Ergreifung des Täters hat die Staatsanwaltschaft 20 000 Euro ausgesetzt. Ein Privatmann habe diese Summe um 80 000 Euro aufgestockt, das Geld inzwischen aber wieder zurückgezogen, sagte Lerch. Unterdessen habe sich eine Bürgerbewegung gegründet, die das Grab von Tristan erhalten wolle. Die Ruhezeit laufe im nächsten Jahr aus. Tristans Eltern seien auch tot.

Der Schüler war am 26. März 1998 in einem Tunnel des Liederbachs nahe des Bahnhofs Frankfurt-Höchst grausam ermordet worden. Der Täter schnitt dem Jungen am helllichten Nachmittag die Kehle durch. Vom leblosen Körper schnitt er Muskelfleisch und die Hoden ab und nahm beides im Rucksack des Schülers mit. Ein Massentest von Fingerabdrücken, ein Phantombild und ein mit Hilfe eines Profilers erstellter Dokumentarfilm brachten noch keinen Ermittlungserfolg.

(dpa)

Bilder des möglichen Täters S. hängen im hessischen Landeskriminalamt (LKA) an einer Stellwand.
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Vor rund einem Jahr hat sich das hessische Landeskriminalamt mit einem spektakulären Verdacht an die Öffentlichkeit gewandt: Der Rentner Manfred S. aus Schwalbach am Taunus könnte ein Serienmörder gewesen sein. Im Raum stehen ein knappes Dutzend ungeklärter Mordfälle, meist an Prostituierten vom Frankfurter Drogenstrich. S. starb 2014. Seine Angehörigen fanden danach in seiner Garage eine zerstückelte Leiche. Andrea Löbbecke (dpa) sprach mit dem Chef-Ermittler Frank Herrmann.

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