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Mädchenkulturzentrum: Stabwechsel bei Mafalda

Von Nevin Bal Vagelakos heißt die neue Einrichtungsleiterin des Mädchenkulturzentrums Mafalda. Ihre Vorgängerin Barbara Weichler konzentriert sich künftig ganz auf ihre Aufgaben als Geschäftsführerin des Trägervereins.
Nordend. 

Ein bisschen wehmütig blickt Barbara Weichler (57) zurück auf die vergangenen zehn Jahre des Mädchenkulturzentrums Mafalda. Als Einrichtungsleiterin lenkte sie seit 2005 die Geschicke des Mafaldas, das seit dieser Zeit auch vom gemeinnützigen Heimverein des Bundes Neudeutschland in Frankfurt getragen wird. Erst im Juni wurden der zehnjährige Geburtstag der Trägerschaft und das 20-jährige Bestehen der Einrichtung gefeiert.

Lange geplant

Nun übergab Barbara Weichler, die von den Mädchen und den Mitarbeiterinnen des Teams einfach nur Babs genannt wird, ihre Aufgaben als Einrichtungsleiterin an ihre Nachfolgerin Nevin Bal Vagelakos (35) ab und konzentriert sich künftig nun ganz auf ihre Funktion als Geschäftsführerin des Vereins. Diesen Posten füllte Weichler bisher parallel zu ihren Aufgaben als Einrichtungsleiterin aus. „Da war immer viel Multitasking gefragt“, sagt sie. Sie freut sich sehr, dass Nevin Bal Vagelakos nun die Leitung der Einrichtung übernommen hat.

Barbara Weichler (links) hat ihre Nachfolgerin Nevin Bal Vagelakos bereits eingearbeitet. Bild-Zoom Foto: Holger Menzel
Barbara Weichler (links) hat ihre Nachfolgerin Nevin Bal Vagelakos bereits eingearbeitet.

Bal Vagelakos ist Sozialpädagogin und kennt den Alltag und die Abläufe in der Einrichtung seit gut drei Jahren. Im Oktober 2012 begann sie dort im Team zu arbeiten. Das Angebot im Mafalda richtet sich ausschließlich an Mädchen ab der fünften Klasse, Jungen haben hier keinen Zutritt. „Die Arbeit mit dem Team und den Mädchen macht mir sehr viel Spaß. Es ist spannend zu sehen, dass die Mädchen ihre Wünsche und Ideen äußern und auch Dinge einfordern“, sagt Bal Vagelakos. „Ich möchte mich jetzt erst einmal in meine neuen Aufgaben, aber auch in meine neue Rolle als berufstätige Mutter reinfinden“, beschreibt sie ihre nächsten Schritte. Im Januar ist sie nämlich zum ersten Mal Mutter geworden.

Das Mafalda wird in den kommenden Wochen und Monaten auch weiterhin Wirkungsstätte von Weichler bleiben. Ihr derzeitiges Büro ist noch in einem kleinen Raum im Mädchenkulturzentrum im ersten Stockwerk des Hinterhauses in der Gaußstraße 12 untergebracht. Derzeit steht sie ihrer Nachfolgerin noch mit Tipps zur Seite. „Dass ich meine Funktion als Einrichtungsleiterin abgeben werde, hat sich seit längerem abgezeichnet. Zusammen mit einer Organisationsentwicklerin haben wir nämlich seit 2011 geplant, wie sich der Verein in Zukunft aufstellen wird“, erzählt Weichler weiter. Dieser Prozess der Neustrukturierung soll mit einer Namensumbenennung des Trägervereins abgeschlossen sein. „Wie der Verein künftig heißen wird, darf ich noch nicht verraten. Wir werden es am 13. November bekanntgegeben.“

Umbenennung

Der gemeinnützige Heimverein des Bundes Neudeutschland in Frankfurt, der in den 1920er Jahren aus der katholischen Jugendbewegung heraus entstanden ist, ist neben dem Mädchenkulturzentrum Mafalda auch noch Träger des Schülercafés Müller in der Zobelstraße 9, der Jugendhilfe an der IGS Herderschule sowie der pädagogischen Mittagsbetreuung und des Schülercafés Escabana an der Helene-Lange-Schule in Höchst.

„Wir geben Kindern- und Jugendlichen Raum, übertragen ihnen Verantwortung etwa durch Gremien, in denen sie selbst entscheiden können, wie beispielsweise das Programm gestaltet wird“, erklärt Weichler. Diesen Ansatz der Partizipation könne sie sich in vielen weiteren Bereichen vorstellen wie in Grundschulen oder Jugendclubs. „Wir schauen uns derzeit um“, sagt sie.

Das Mädchenkulturzentrum Mafalada, Gaußstraße 12, hat dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

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