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Stabwechsel im Künstlerclub

Von Nach 18 Jahren hört Ernst-Dietrich Haberland als Vorsitzender des Frankfurter Künstlerclubs auf. Seine Nachfolgerin ist Beate Stadler, die zusammen mit dem neu gewählten Vorstand bereits Vorhandenes erst einmal weiterführen möchte.
Ernst-Dietrich Haberland (re.) mit Beate Stadler und Peter Kurowski (Mitte), die dem neuen Vorstand angehören. Das Bild zeigt die verstorbene Hannelore Gwildis.	Foto: Rüffer Ernst-Dietrich Haberland (re.) mit Beate Stadler und Peter Kurowski (Mitte), die dem neuen Vorstand angehören. Das Bild zeigt die verstorbene Hannelore Gwildis. Foto: Rüffer
Innenstadt. 

Am 22. März dieses Jahres verstarb Dr. Hannelore Gwildis mit 74 Jahren an den Folgen einer schweren Erkrankung. Die promovierte Ärztin und Geigerin war die Lebensgefährtin von Ernst-Dietrich Haberland (82), dem langjährigen Vorsitzenden des Frankfurter Künstlerclubs. Bei der vor kurzem durchgeführten Jahreshauptversammlung des 1955 gegründeten Vereins, verzichtete Haberland jetzt auf eine erneute Kandidatur. „Irgendwann muss jeder einmal aufhören“, sagt er. Das vergangene Jahr, das durch die Krankheit seiner Partnerin geprägt gewesen sei, habe ihm deutlich gemacht, dass es an der Zeit sei kürzerzutreten.

Ehrenamtliches Engagement

Seit fast 30 Jahren waren Gwildis und Haberland ein Paar. Gemeinsam bildeten sie ein Spitzenteam, das sich in den vergangenen gut 18 Jahren mit viel Leidenschaft und großem ehrenamtlichen Engagement für die Belange des Frankfurter Künstlerclubs einsetzte. Gwildis, deren Leidenschaft die Musik war, organisierte rund 100 musikalische und literarische Veranstaltungen pro Jahr im Nebbienschen Gartenhaus in der Bockenheimer Anlage. Dort gibt es außerdem regelmäßig Kunstausstellungen.

Während Haberland den Verein in der Öffentlichkeit repräsentierte, engagierte sich Gwildis im Stillen, wollte die Menschen für die Musik begeistern, die sie selbst so liebte. „Sie hat noch die Veranstaltungen für dieses Jahr auf die Beine gestellt. Ihre Aufgaben sollen künftig auf verschiedene Mitglieder verteilt werden“, schildert Haberland. Er selbst sei zwar nicht wieder für den Posten des Vorsitzenden angetreten, werde dem Frankfurter Künstlerclub aber nicht den Rücken kehren. „Ich bleibe dem Verein erhalten, trete in den Hintergrund und werde im Beirat arbeiten.“ So könne er seine Erfahrungen zugunsten des Vereins mit einbringen. „Auch meine Lebensgefährtin hat sich im künstlerischen Beirat engagiert.“

Haberland, der 1996 den Vorsitz übernommen hatte, wurde für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement 2012 mit der Bürgermedaille der Stadt Frankfurt ausgezeichnet. „Diese Auszeichnung hätte ich mir auch für meine Lebensgefährtin gewünscht“, sagt er. Sie habe sich genauso für den Frankfurter Künstlerclub eingesetzt wie er selbst. „Wir haben in den ganzen Jahren wöchentlich rund 40 Stunden ehrenamtlich für den Verein gearbeitet. Ferien haben wir nur im Dezember gemacht.“

„Wir versuchen die Lücke zu schließen, die Hannelore Gwildis hinterlässt“, betonen die neue Vorsitzende Beate Stadler (56) und Dr. Peter Kurowski (61), neugewähltes Vorstandsmitglied. Zusammen mit Professor Christopher Brandt, der an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt unterrichtet, bilden die drei den neuen Vorstand des Frankfurter Künstlerclubs. „Uns ist es wichtig, das Vorhandene erst einmal weiterzuführen“, sagt Stadler, die erst im Oktober 2013 zum Frankfurter Künstlerclub gestoßen ist. In ihrer Arbeit werden sie durch Mitglieder des Beirates und engagierten Vereinsmitgliedern unterstützt. Aktuell hat der Frankfurter Künstlerclub rund 360 Mitglieder.

Neuer Internetauftritt

Die neue Vorsitzende war über viele Jahre hinweg in einer Führungsposition bei einer Fluggesellschaft tätig und macht derzeit eine berufliche Weiterbildung im Gesundheitsmanagement. Ihre langjährigen Berufserfahrungen kommen nun auch dem Verein zugute. „Ich wollte mich schon seit vielen Jahren ehrenamtlich engagieren und bin durch die Ehrenamtssuchmaschine der Stadt zum Frankfurter Künstlerclub gekommen.“ Dass ihre Fähigkeiten bestens geeignet sind für die Vorstandsarbeit im Verein, hat Ernst-Dietrich Haberland sofort erkannt. „Er hat mich in den vergangenen Monaten in die verschiedenen Aufgaben eingearbeitet, insbesondere in die Bereiche Finanzen, Mitgliederverwaltung und Öffentlichkeitsarbeit“, schildert sie.

„Zu den Aufgaben, die wir in naher Zukunft gerne angehen möchten, gehört auch eine Überarbeitung des Internetauftritts des Frankfurter Künstlerclubs.“ Außerdem solle der Fokus noch stärker darauf gelegt werden, noch unbekannten guten lokalen und regionalen Künstlern und Musikern mit einer Ausstellung oder einem Konzert im Nebbienschen Gartenhaus eine Möglichkeit zu bieten, sich und ihre Arbeit in der Öffentlichkeit vorzustellen. „Das Programm für dieses Jahr steht bereits.“ Wichtig sei, die Qualität der Ausstellungen und Konzerte weiterhin so hochzuhalten wie bisher. Bereits am Sonntag, 27. April um 11 Uhr lädt der Frankfurter Künstlerclub zur Eröffnung seiner nächsten Ausstellung ins Nebbiensche Gartenhaus ein. Gezeigt werden unter dem Titel „Häutungen“ Bilder der Frankfurter Künstlerin Andrea Wolf.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.frankfurter-kuenstlerclub.de.

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