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Autovermietung sprüht Werbung auf Boden: Stadt Frankfurt lässt Guerilla-Werbung am Paulsplatz entfernen

Einer Autovermietung droht eine kleine Geldstrafe. Vor der Paulskirche hatte sie ihre Werbung auf den Boden gesprayt. Das gefiel der Stadt gar nicht.
Illegale Werbung war selbst am Eingang zur Paulskirche angebracht. Illegale Werbung war selbst am Eingang zur Paulskirche angebracht.
Frankfurt. 

Über den Paulsplatz läuft Bürgermeister Uwe Becker (CDU) jeden Tag auf seinem Weg ins Büro. Was er dort am Montag sah, hält er für eine richtige Sauerei: An mehreren Stellen hatte eine Autovermietung mit einer Schablone Werbung auf den Boden gesprüht – auch am Eingang zur Paulskirche und auf den Stufen des Einheitsdenkmals. „Völlig unmöglich, wie hier Werbung an Symbolen der Deutschen Einheit, der Freiheit und der Demokratie betrieben wird“, meint Becker. Bei der Autovermietung handelt es sich um eine Tochter des Volkswagen-Konzerns. „Die haben offenbar nicht nur Probleme mit Abgaswerten, sondern auch mit ihrer Werbung.“ Becker kontaktierte den Marketing-Chef der Firma, der zusicherte, die Kosten für die Reinigung zu übernehmen. Der Bürgermeister veranlasste, dass die FES mit dem Dampfstrahler anrückte.

Die „Guerilla-Werbung“ zu entfernen dürfte vergleichsweise leicht sein. Laut Michael Eickenboom von der Stabsstelle Sauberes Frankfurt handelt es sich meist um Sprühkreide, die bei Regen wieder weggewaschen wird. Die Stabsstelle werde zwar gelegentlich darüber informiert, häufig würden aber auch Anlieger zur Selbsthilfe greifen und die unerwünschte Werbung entfernen. Mehr Probleme bereiteten der Stabsstelle politische Parolen, die häufig nach Demonstrationen auf dem Pflaster zu finden und wegen der verwendeten Farbe schwerer zu beseitigen seien.

So oder so stellt das Besprühen öffentlicher Verkehrsflächen eine Ordnungswidrigkeit dar. Das dafür vorgesehene Bußgeld liegt zwischen fünf und 1000 Euro.

(mu)
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