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Kita-Planung: Stadt baut die erste Modul-Kita

Gestern erfolgte der Spatenstich für die erste städtische Kita in modularer Bauweise. Das von Architekt Ferdinand Heide entwickelte Konzept wird an fünf weiteren Standorten zum Einsatz kommen.
Frankfurt baut, das zeigt der Bagger mit der städtischen Fahne. Foto: Rainer Rüffer Frankfurt baut, das zeigt der Bagger mit der städtischen Fahne.
Kuhwald. 

Nur wenige Meter vom neuen Standort am Dammgraben entfernt, lassen der Rebstock und das Europaviertel erahnen, warum hier eine Kita gebraucht wird. Denn Neubauquartiere sind bei jüngeren Familien beliebt. „Frankfurt wächst mit jährlich 1220 Kindern pro Jahr schnell und dynamisch“, erklärte Bildungsdezernentin Sarah Sorge (Grüne) beim Spatenstich auf dem Gelände, das bald einem in drei Zonen gegliederten zweigeschossigen Gebäude mit Spiel- und Erschließungshalle sowie Aufenthalts- und Funktionsräumen Platz bieten wird.

Und der Zeitplan ist auch hier sehr ambitioniert: Hat die erste Frankfurter Modulbau-Kita in Nied von Architekt Ferdinand Heide für den Evangelischen Regionalverband noch elf Monate gedauert, so soll für die erste städtische Kita die Bauzeit von einem Jahr noch deutlich unterschritten werden: Denn die „Kindertagesstätte am Dammgraben“ wird in nicht einmal neun Monaten fertiggestellt. „Wir haben nämlich die Konstruktion des Gebäudes und den Brandschutz optimiert und arbeiten mit einer Konstruktion auf einer größtenteils vorgefertigten Holzständerbauweise und Holzbrett-Schichtdecken“, erläuterte der Architekt.

 

Günstig und gut

 

Für das 4900 Quadratmeter große Grundstück fallen Projektkosten von 3,8 Millionen Euro an, die reinen Baukosten für die Kita belaufen sich auf 2,4 Millionen Euro. „Es ist großartig, dass wir unser Ziel, schneller für Kitaplätze in Frankfurt zu sorgen und dabei die Balance zwischen qualitativ hochwertigem und kostengünstigem Bauen zu wahren, nun auch baulich in die Tat umsetzen können“, freute sich Reformdezernent Jan Schneider (CDU). In Kürze werde mit der zweiten Kita gleichen Typs am Römischen Ring begonnen, zwischen März und Juni nächsten Jahres sollen auch die übrigen vier Modulbaukitas im Hortensienring (Unterliederbach), in der Pfortenstraße (Fechenheim), der Feuerwehrstraße (Eckenheim) und der Blaubändchenstraße (Zeilsheim) fertiggestellt sein.

„Dank der kostensparenden Modulbauweise können wir sechs Kitas zum Preis von vier Kitas bauen, weil wir mit vorgefertigten Bauteilen arbeiten und die zusätzlichen Honorare entfallen, die bei jeder Neuplanung gezahlt werden müssten“, erläuterte Schneider. Zwar werden die Häuser nicht im Passivhausstandard gebaut, der zusätzliche Erfordernisse für eine optimale Ausnutzung stellt, die für flexibel nutzbare Kitas nur schwer umzusetzen seien. „Dafür bauen wir aber auf dem Dach eine Solaranlage und sparen auf diesem Weg zusätzliche Energiekosten ein“, erklärte Heide.

Insgesamt sind in der Kita am Dammgraben drei Gruppenräume für die Betreuung von 0 bis 3 Jahren und drei Gruppenräume für die Betreuung von 3- bis 6-jährigen Kindern geplant. Die Kindertageseinrichtung ist für maximal 99 Kinder vorgesehen.

 

Flexible Aufteilung

 

Zu den Kunstgriffen, um Platz für die Kinder zu gewinnen, gehört die offene Spiel- und Erschließungshalle mit Freitreppe, die Kindern Raum für Bewegung gibt und ein zusätzliches Treppenhaus einspart, da eine zweite Außentreppe als Fluchtweg vorgesehen ist. Außerdem kann der so entstehende Aufenthaltsraum durch eine mobile Trennwand flexibel gestaltet werden. Als Fassadenmaterial wird ein Putz- und Wärmedämmverbundsystem verwendet, für die seitliche Verkleidung der Gruppenräume ist eine Holzschalung vorgesehen. Auch die Eingangsbereiche erhalten eine großflächige Holzfensterfassade. „Da wir in einem Grünzug liegen, ist die großzügige Erschließung des Außengeländes mit seinen Spielflächen besonders wichtig“, erklärte Heide abschließend.

(got)
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