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Freizeit: Stadt will Grillplätze außerhalb von Parks schaffen

Frankfurt wächst, und damit die Zahl der Menschen, die keinen eigenen Garten haben. Sie zieht es im Sommer in die öffentlichen Parks. Die Stadtpolizei und die Parkwächter können nicht überall gleichzeitig sein, um bei Problemen rechtzeitig einzugreifen.
Grillen erlaubt, aber nicht überall: Enge und Gedränge herrscht im Sommer auf den Grillplätzen, wie hier im Heinrich-Kraft-Park. Foto: Rainer Rüffer Grillen erlaubt, aber nicht überall: Enge und Gedränge herrscht im Sommer auf den Grillplätzen, wie hier im Heinrich-Kraft-Park.
Frankfurt. 

Auch wenn es sich im Moment anders anfühlt: Der nächste Sommer kommt bestimmt. Daher wird das Grünflächenamt im Laufe der kommenden Monate nach Lösungen suchen, um Flächen außerhalb von Parks auszuweisen, die eigenständig zum Grillen genutzt werden können. So sollen Konflikte vermieden werden, die es in der Vergangenheit regelmäßig zwischen Grillern und anderen Besuchern der Grünanlagen gegeben hat. Das geht aus einem Bericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung hervor.

Beschwerden der Bürger

Die steigende Zahl der Einwohner Frankfurts, von denen die wenigsten über einen eigenen Garten verfügen, steht einer gleichbleibenden Flächengröße von Grillplätzen gegenüber, heißt es darin. Diese Problematik werde häufig an die Stadtpolizei herangetragen und sorge alljährlich in der warmen Jahreszeit für Beschwerden von Bürgern.

Die Rechtslage sei unstrittig: Das Grillen außerhalb der ausgewiesenen Flächen ist verboten und kann geahndet werden. Doch insbesondere in den Abendstunden und an den Wochenenden setze sich „eine große Anzahl Menschen“ über das Verbot hinweg und sehe das Grillen allenfalls als Kavaliersdelikt.

Das Problem der Stadtpolizei: Gegrillt wird hauptsächlich bei sommerlichen Temperaturen in den Abendstunden sowie an den Wochenenden. Das seien jedoch die Zeiträume, an denen die Stadtpolizei nur auf eine bestimmte Anzahl Bediensteter zurückgreifen könne, die dann für das ganze Stadtgebiet zuständig sind. „Da sich sehr viele Menschen gerne im Freien aufhalten, steigt auch gleichermaßen die Anzahl derer, die sich aus verschiedenen Gründen dadurch gestört fühlen und die Stadtpolizei rufen“, heißt es in dem Bericht.

Eine stärkere Präsenz der Stadtpolizei in den Grünanlagen – insbesondere an Wochenenden mit hohen Besucherzahlen sowie in den Abendstunden – wäre wünschenswert.

Parkwächter überfordert

Die durch die Stabsstelle „Sauberes Frankfurt“ seit 2004 in Grünanlagen eingesetzten Parkwächter seien mit dieser Aufgabe überfordert, auch wenn sie „durch entsprechende Ansprachen und Erklärungen“ viel zu einem gedeihlichen Miteinander der unterschiedlichen Nutzergruppen beigetragen hätten. Insbesondere konnten durch den Einsatz der Sicherheitsmitarbeiter Konflikte außerhalb der Grillbereiche oder durch frei laufende Hunde deutlich minimiert werden, heißt es weiter. Der Umfang des weiteren Einsatzes der Parkwächter im Jahr 2018 werde rechtzeitig zwischen Stabsstelle „Sauberes Frankfurt“ und Grünflächenamt abgestimmt.

(jtü)

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