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Zwei schräge Vögel: Stadtführer und seine Handpuppe erklären historische Orte Frankfurts

Von Die Mainmetropole hat viele spannende Geschichten zu erzählen. Einer, der zahlreiche hiervon kennt, ist FNP-Mitarbeiter Gernot Gottwals. Zusammen mit Adalbert, einer Handpuppe, führt er am Samstag in die Historie von Frankfurts Wahrzeichen ein.
Ein starkes Team: FNP-Mitarbeiter und Stadtführer Gernot Gottwals und sein Adalbert. Eineinhalb Jahre hat er sich auf seine neueste Tour durch Frankfurt vorbereitet, bei der er die Handpuppe einsetzt. Premiere dieser Interaktion ist am kommenden Samstag. Foto: Rainer Rüffer Ein starkes Team: FNP-Mitarbeiter und Stadtführer Gernot Gottwals und sein Adalbert. Eineinhalb Jahre hat er sich auf seine neueste Tour durch Frankfurt vorbereitet, bei der er die Handpuppe einsetzt. Premiere dieser Interaktion ist am kommenden Samstag.
Innenstadt. 

Adalbert ist ein Vertreter des Wappentieres der Vereinigten Staaten. Eigentlich, denn Adalbert ist zwar ein Weißkopfseeadler, aber eben nur einer aus Plüsch. Die Handpuppe begleitet demnächst den Stadtführer und FNP-Mitarbeiter Gernot Gottwals auf seinen Touren. Und der plüschige Geselle hat so manche Flausen im Kopf und manchmal auch „Geistesblitze“, wie Gottwals es mit einem Augenzwinkern formuliert.

Unter dem Titel „Frankfurt adlerscharf“ startet er am kommenden Samstag, 22. April, mit seiner neuesten Tour, auf die er von Adalbert begleitet wird. Der Plüschvogel sitzt auf der Hand des Stadtführers, der sich zu diesem Zweck einen echten Falknerhandschuh zugelegt hat.

Beide wissen nicht nur Historisches zu erzählen, sondern kennen auch so manche Anekdote. Als Team berichten der Stadtführer und der Plüschvogel über die vielen geschichtsträchtigen Orte der Frankfurter Innenstadt – vom Römer über das Haus Wertheym und die Paulskirche bis hin zum Goethehaus und der Sankt Katharinenkirche.

Weißkopfseeadler sind in der Mainmetropole zwar nicht heimisch, der Adler als solcher findet sich aber an zahlreichen Stellen der Innenstadt wieder. Nicht als lebendiger Vogel, sondern als Stadtwappen oder etwa im Vereinslogo von Eintracht Frankfurt. „Dass Adalbert die Gestalt eines Weißkopfseeadlers und nicht die eines einheimischen Greifvogels hat, ist letztlich dem Hersteller geschuldet“, erklärt Gottwals.

Lange Vorbereitungszeit

Seit knapp eineinhalb Jahren bereitet er sich auf die Premiere der Tour vor. Schließlich muss die Interaktion zwischen ihm und Adalbert eingeübt werden. Doch wie kommt er auf die Idee, in die Rolle eines Bauchredners zu schlüpfen? „Ich mache seit 2008 Stadtführungen. Ich wollte eine neue, kreative Idee mit einbringen“, erzählt Gottwals. Als Stadtführer sei es wichtig, ein Alleinstellungsmerkmal zu haben. „Ich interessiere mich auch sehr für Sprachen und Dialekte und mag es, Stimmen nachzuahmen.“

Die Bauchredner-Idee sei entstanden, als er eines Abends noch spät den Fernseher angehabt habe und dort eine Sendung mit einem Puppenspieler lief. „Ich glaubte, das sei ein Bauchredner, und wunderte mich, dass er seine Lippen bewegte, wenn die Puppe sprach“, erinnert er sich. Der Puppenspieler habe nicht den Anspruch gehabt, ein Bauchredner zu sein, und das Publikum trotzdem unterhalten. „Ich dachte, mit ein wenig Übung bekomme ich das auch hin.“

Vor dem Spiegel geübt

Bei zwei Probeführungen und mehreren Auftritten auf kleineren Veranstaltungen hat Gernot Gottwals bereits die Reaktionen seines Publikums getestet und ist bereit für die Premiere seiner neuesten Stadttour. Den Anspruch auf Perfektion als Bauchredner erhebt er noch nicht. Schließlich soll die Aktion unterhalten und den Teilnehmern Spaß machen. Ein bisschen Comedy inklusive. „Hier und da könnte sich auch bei mir etwas bewegen, wenn Adalbert spricht“, schmunzelt Gottwals und verrät: „Worte, die mit F beginnen, sind schwierig als Bauchredner zu artikulieren.“ Adalbert spreche daher von der Stadt und nicht von Frankfurt. Um sich vorzubereiten, habe er nicht nur sprichwörtlich vor dem Spiegel geübt, sondern auch vor den Objekten, über die er in der Führung, die er für den Verein „Geographie für Alle“ macht, sprechen werde. „Ich bin in Gedanken alles noch einmal durchgegangen, natürlich zusammen mit Adalbert“, sagt Gottwals. Und damit auch zahlreichen Passanten aufgefallen, die ihn angesprochen haben.

Gut eineinhalb bis zwei Stunden dauert die Tour „Frankfurt adlerscharf“. Sie beginnt am Samstag um 15 Uhr und ist auch für Kinder geeignet. Start ist am Gerechtigkeitsbrunnen auf dem Römerberg. Die Führung kostet pro Teilnehmer 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Für Kinder bis 14 Jahren ist die Teilnahme kostenlos.

 

Weitere Infos gibt es unter www.geographie-fuer-alle.de und adalberts-ausflug.de.

 

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