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Ärger über Amtsleitung: Stadtteilpolitiker fordern Tempo 30 auf der Homburger Landstraße

Von Die Themen Straßen und Verkehr findet man auf jeder Tagesordnung des Ortsbeirates 15. Alle Wünsche, wie eine Tempo-30-Zone auf der Homburger Landstraße, kann die Stadt jedoch nicht erfüllen. Wenigstens beginnt jetzt die Sanierung der Georg-Büchner-Straße.
Eine gute Nachricht: Die Georg-Büchner-Straße wird ab dieser Woche saniert. Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA Eine gute Nachricht: Die Georg-Büchner-Straße wird ab dieser Woche saniert.
Nieder-Eschbach. 

Gert Stahnke, Leiter des Straßenverkehrsamtes, hatte keinen leichten Stand am Freitagabend im Ortsbeirat 15 (Nieder-Eschbach). Nicht, weil er nach eigener Aussage „nach 40 Jahren bei der Stadt“ zum ersten Mal den Stadtteil besuchte. Sondern weil er viel Kritik von den Stadtteilpolitikern einstecken musste, die sich mit ihren Sorgen um den Verkehr nicht ernst genommen fühlen.

Wie Tanja Raab-Rhein (CDU): „Ich bin seit einem Jahr im Ortsbeirat. In dieser Zeit haben wir drei Anträge an die Stadt gestellt. Wir sind ja nicht dumm. Wir kennen die Situation vor Ort. Wir haben uns Gedanken gemacht. Und dann bekommen wir ein ’Nein’ aus dem Magistrat, mit drei lächerlichen Sätzen als Begründung.“ In den Anträgen war es um die Forderung nach Tempo 30 in der Homburger Landstraße gegangen, um die Kontrolle des Tempo 30 in der Deuil-La-Barre-Straße sowie die Einrichtung eines Zebrastreifens.

Stahnke versprach: „Wenn die Antworten des Magistrats an Sie – von uns fachlich vorgeschlagen – nicht ausführlich genug sind, werden wir uns in Zukunft mehr Mühe geben.“ In der Sache indes sei alles richtig begründet, auch die Ablehnung der jeweiligen Begehren: „Es gilt die Straßenverkehrsordnung. An die müssen auch wir uns halten.“

Landesstraße

Was die Homburger Landstraße angehe, so Stahnke, handle es sich bei ihr um eine Landesstraße, die nicht flächendeckend zu einer Tempo-30-Zone umgewidmet werden könnte. Der einzige Weg sei, aus der Landes- eine Gemeindestraße zu machen. Einzelne Straßen, so Stahnke, wolle das Land Hessen aber nicht gerne an Frankfurt abgeben.

Weil die Tempo-30-Zone erst einmal in weite Ferne gerückt ist, suchte Michael Stauder, Fraktionsvorsitzender der CDU, nach anderen Lösungen, um den Verkehr zu beruhigen und die Autofahrer dazu zu bringen, den Fuß vom Gas zu nehmen. Wenigstens kurzzeitig. Er schlug eine Ampel am Zebrastreifen im sanierten Teil der Homburger Landstraße vor.

„Die Leitungsschächte sind bei der Sanierung eingerichtet worden, die Kosten würden sich in Grenzen halten“, ist er sicher. Stefan Kulla (BFF) ergänzte: „Man kann doch die Ampelanlage so schalten, dass sie immer dann Rot wird, wenn jemand mit mehr als 50 Stundenkilometern hochgeschossen kommt.“

Keine Ampel

Gert Stahnke bügelte den Vorschlag trotzdem ab: „Laut Erlass ist eine solche Ampelsteuerung unzulässig.“ Empörung im Gremium: Raab-Rhein forderte, die Nummer des Erlasses zu sehen, Stauder war fassungslos. Beatrix Krings-Schütz, Fraktionsvorsitzende der SPD, schlug pragmatisch Blitzeranlagen vor, Michael Paul (Grüne) forderte Stahnke auf: „Das Amt sollte für uns arbeiten, statt unsere Vorschläge immer wieder abzulehnen.“

Für etwas bessere Stimmung bei Stadtteilpolitikern und Bürgern sorgte Rüdiger Auth vom Amt für Straßenbau und Erschließung. Die angekündigte Sanierung der Georg-Büchner-Straße in Richtung Bonames beginne bereits in dieser Woche. Stolz verwies er darauf, dass die Sanierung des Feldwegs „Holzweg“ in Richtung Segelflugplatz inzwischen abgeschlossen ist. „Die Straßen in Nieder-Eschbach sind überwiegend in Ordnung“, sagte Auth.

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