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Mischkalkulation geht auf: Stadtwerke steigern Gewinn um 17,5 Millionen Euro

Von Die Mischkalkulation geht auf: Alles in allem hat die Stadtwerke Holding im vergangenen Jahr ein dickes Plus gemacht. Doch längst nicht alle städtischen Gesellschaften sind gleichermaßen profitabel. . .
<span></span> Foto: Tom Wolf
Frankfurt. 

55,5 Millionen Euro Gewinn hat die Stadtwerke Holding im vergangenen Jahr erwirtschaftet. Das sind 17,5 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. „Das ist ein solides Ergebnis und eine stabile Basis für die Herausforderungen der nächsten Jahre“, sagte Aufsichtsratsvorsitzender und Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) gestern bei der Bilanz-Pressekonferenz der Stadtwerke-Holding.

<span></span> Bild-Zoom Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA

Ohne den „Manila-Effekt“ sähe das Ergebnis der Stadtwerke-Holding nur halb so schön aus: Rund 25 Millionen Euro hat ein Gerichtsprozess im entfernten Manila im vergangenen Jahr in die Kassen der Gesellschaft gespült. Ein Gericht in der philippinischen Hauptstadt hatte der Flughafenbetreibergesellschaft Fraport für die Enteignung ihres dortigen Terminals nach jahrelangen juristischen Auseinandersetzung eine Entschädigung in dreistelliger Millionenhöhe zugesprochen. Und weil die Stadtwerke mit 20 Prozent an Fraport beteiligt sind, bekamen sie ein Stück vom Kuchen ab.

Der Manila-Effekt

Das allerdings reicht gerade mal, um eine 25-Millionen-Euro-Abschreibung des Energieversorgers Mainova für eine seiner Minderheitenbeteiligungen auszugleichen. Um welche Beteiligung es sich handelt, dazu wollte sich Holding-Geschäftsführer Lothar Herbst nicht äußern. Sie dürfte allerdings auch im laufenden Geschäftsjahr das Mainova-Ergebnis – und damit das Stadtwerke-Ergebnis – belasten, so Herbst. Nur, dass es diesmal keinen Manila-Effekt geben wird. „Wir gehen davon aus, dass wir auch 2017 ein positives Konzernergebnis erreichen werden, aber eher auf dem Niveau von 2015“, erklärte er.

<span></span> Bild-Zoom Foto: L. Hamerski

Das ändert nichts daran, dass der Energieversorger für die Stadtwerke die Haupteinnahmequelle ist. 2016 spülte die Mainova 104,3 Millionen Euro in die Holding-Kasse, das sind gut 10 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Auch die Beteiligung an Fraport und Süwag lohnt sich für die Stadt: Hier stand 2016 ein Plus von 51,4 Millionen Euro unter dem Strich (2015: 18,7 Millionen).

Ein Minusgeschäft ist und bleibt die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) mit 63,2 Millionen Euro Miesen (2015: 57,7 Millionen). Auch die Bäderbetriebe schreiben nach wie vor rote Zahlen: 2016 machten sie 25,5 Millionen Euro Verlust (2015: 26,2 Millionen).

Wieder mehr investiert

Gleichzeitig haben die Stadtwerke im vergangenen Jahr kräftig investiert. 240 Millionen Euro sind „vor allem in Erweiterung, Erneuerung und Ausbau der Infrastruktur“ geflossen, berichtete Herbst. Damit nahmen die Stadtwerke wieder deutlich mehr Geld in die Hand als in den beiden Vorjahren – 202 Millionen Euro in 2014 und 198 in 2015 –, erreichten aber nicht das Niveau von 2012/2013, als sie 262 beziehungsweise 263 Millionen Euro investierten. In diesem Jahr werden sich die Investitionen laut Herbst im dreistelligen Millionenbereich bewegen. Gleichzeitig ist es – auch dank des niedrigen Zinsniveaus – gelungen, die Schulden der Holding von 1,5 auf 1,4 Milliarden Euro zu senken.

<span></span> Bild-Zoom Foto: Francis R. Malasig (EPA)

Hauptkostenfaktor im Stadtwerke-Konzern, der 2016 insgesamt 2,2 Milliarden Euro umsetzte, waren die Personalkosten für die 5341 Beschäftigten. Diese schlugen mit 353 Millionen Euro zu Buche. Gut ein Drittel davon entfielen auf die VGF (122 Millionen).

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