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Entwurf wird bis 2020 realisiert: Stararchitekt Hadi Teherani baut Turm im Gallus

Von Auf einer der prominentesten Brachflächen in Frankfurt geht es voran: Nächstes Jahr soll am Güterplatz mit dem Bau des 128 Meter hohen „Spin Towers“ begonnen werden. Das Hotel- und Bürohochhaus wird nach Plänen des Hamburger Stararchitekten Hadi Teherani gebaut.
Visualisierung Spin Towers im Gallus. Visualisierung Spin Towers im Gallus.
Frankfurt. 

Über die Zukunft des Areals zwischen Güterplatz und Mainzer Landstraße im Gallus wird schon lange diskutiert. Jetzt scheint diese Diskussion am Ende angelangt zu sein. Seit 1994 die Bosch-Tochter Telenorma ihre Firmenzentrale neben dem damaligen Hauptgüterbahnhof aufgab, liegt das Grundstück brach. Und genau 20 Jahre ist es her, dass der Stadtverordnete Oswald Zöttlein forderte, dort den Bau eines Hochhauses zu ermöglichen. Die Umsetzung seiner Idee hat der CDU-Politiker nicht mehr erlebt, er ist im vergangenen Jahr gestorben.

Dabei hat es mehrere Anläufe gegeben, das Grundstück zu bebauen. Stararchitekt Helmut Jahn zeichnete Pläne für ein ziemlich massives, 57 Meter hohes „Europa-Haus“. Später entwarf der Frankfurter Architekt Dieter Köhler einen 150 Meter hohen Büroturm. Wegen der Immobilienkrise wurden die Pläne nie realisiert. Die Eigentümerin des Areals, die Robert Bosch GmbH, zögerte lange, auf ein anderes Konzept zu setzen. Heute wird das Gelände größtenteils als Parkplatz genutzt.

2014 schließlich vereinbarten Bosch und die Stadt, dass auf dem Areal größtenteils Wohnungen entstehen, aber auch ein Büro- und Hotelturm. Diesen wird der Frankfurter Projektentwickler Groß & Partner von kommenden Jahr an in die Höhe ziehen. Seit gestern steht auch fest, wie die Architektur aussieht: Den kleinen Wettbewerb gewann das Hamburger Architekturbüro Hadi Teherani, von dem unter anderem auch der Fernbahnhof am Frankfurter Flughafen stammt.

Hotel auf 20 Etagen

Sein Konzept überzeugte die Jury vor allem wegen der klaren optischen Trennung der verschiedenen Nutzungsarten: In den unteren 20 Etagen wird ein Hotel der NH-Gruppe („NH Collection“) einziehen, in den Stockwerken 22 bis 31 werden insgesamt 8500 Quadratmeter Bürofläche angeboten. Für deren Nutzer wird es auch Außenflächen geben. Eine weitere Besonderheit ist der direkte Zugang vom Hochhaus zur U-Bahnstation Güterplatz, die voraussichtlich 2022 in Betrieb genommen wird. Zwar hat sich das Preisgericht schnell auf den Teherani-Entwurf geeinigt, den Architekten aber auch Korrekturwünsche mit auf den Weg gegeben.

„Attraktiver Standort“

Durch den langfristigen Vertrag mit dem Hotelbetreiber sind bereits 60 Prozent des Turms belegt. Für die Büros werden noch Mieter gesucht. Nikolaus Bieber, geschäftsführender Gesellschafter von Groß & Partner, zeigt sich hinsichtlich der Vermarktungschancen optimistisch: „Wir sehen diese Lage aufgrund der exzellenten Erreichbarkeit und des sich entwickelnden urbanen Umfelds als sehr attraktiven Bürostandort an.“

Der Baubeginn ist für das kommende Jahr geplant. 2020 soll das Hochhaus fertiggestellt sein. Im Jahr darauf, so die Planung, wird das Hotel eröffnet.

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