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Staut es weiter im Erlenbruch?

Der Ortsbeirat fürchtet, dass auch nach dem Bau des Riederwaldtunnels mehr Autos am Riederwald auf der Straße Am Erlenbruch fahren, als das Land berechnet hat. Die Stadt hingegen sieht keinen Grund, an den Zahlen des Landes zu zweifeln.
Immer wieder kommt es auf der Straße Am Erlenbruch zu Staus. Der Riederwaldtunnel soll Abhilfe schaffen.	Foto: Weis Immer wieder kommt es auf der Straße Am Erlenbruch zu Staus. Der Riederwaldtunnel soll Abhilfe schaffen. Foto: Weis
Riederwald. 

Keine Zweifel hat die Stadtverwaltung an den von Hessen Mobil, der Straßenbaubehörde des Landes, vorgelegten Verkehrsprognose für den künftigen Verkehr Am Erlenbruch. Hessen Mobil berechnete eine Halbierung des Verkehrs an dieser Stelle, sobald der Riederwaldtunnel fertig und an die Autobahnen A 66 und A 661 angeschlossen ist. Daher sieht die Behörde auch keinen Grund, auf Bitte des Ortsbeirats 11 alternative Szenarien für den Fall zu entwickeln, dass künftig doch mehr Autos dort fahren als bisher angenommen.

Der Ortsbeirat hatte gebeten, bei der Planung des Neubaus der Straße Am Erlenbruch Situationen in den umliegenden Straßen zu berücksichtigen, die zu „mehr Verkehr führen könnten“. Denn wie viel Verkehr dort fließe, habe „zentrale Bedeutung für die Schadstoff- und Lärmbelastung des Riederwalds“.

Auf der sicheren Seite

Hessen Mobil liege mit seiner Prognose „auf der sicheren Seite“, schreibt die Stadt. „In Verbindung mit den gewählten Modellierungsmethoden repräsentieren die Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung die sich langfristig einstellenden Verkehrsbelastungen.“ Die Prognose beruhe auf der aktuellen Verkehrsuntersuchung zum Riederwaldtunnel von Hessen Mobil. Die dabei ermittelten „signifikanten Entlastungen“ des Erlenbruchs für die Zeit nach dem Tunnelbau resultierten ausschließlich „aus der starken Bündelungswirkung des Autobahnlückenschlusses der A 66 und A 661“. Für die Straße Am Erlenbruch sei dabei nicht eingeplant worden, den Verkehr durch bauliche und andere Maßnahmen weiter zu reduzieren.

Die Straße Am Erlenbruch habe auch nach dem Bau des Riederwaldtunnels als Stadtteilverbindungsstraße eine wichtige Funktion, so die Stadt in der Stellungnahme zum Antrag des Ortsbeirats. Die Fahrspuren würden daher wieder 3,25 Meter breit. An Kreuzungen seien „Abbiegerstreifen zur Anbindung der anliegenden Quartiere“ vorgesehen, zur Sicherung des Schulwegs gebe es Ampeln.

Anwohner schützen

Der Ortsbeirat hatte gewünscht, auch für den Fall zu planen, dass der Verkehr Am Erlenbruch durch den Tunnelbau nur um ein Drittel oder gar ein Viertel reduziert werde. Hessen Mobil, unterstellt das Stadtteilparlament, habe außer Acht gelassen, dass Verkehr von anderen Straßen auf den dann ruhigeren Erlenbruch ausweiche, und dass die Straße ein Zubringer von der Autobahn in die Innenstadt sei - weshalb die Halbierung des Verkehrs Am Erlenbruch nicht so hoch ausfalle wie vorhergesagt. Der Schutz der Anwohner vor Lärm und Schadstoffen müsse daher deutlich verbessert werden.

(Andreas Haupt)
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