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Oberbürgermeisterwahl 2018: Stein will die OB-Wahl rocken

Von Volker Stein (FDP) will es noch einmal wissen: Der 66-jährige pensionierte ehemalige Ordnungsdezernent tritt als unabhängiger Kandidat bei der Oberbürgermeisterwahl 2018 an.
Spricht Klartext: Der unabhängige Bewerber um das Oberbürgermeisteramt, Volker Stein. Foto: Rainer Rüffer Spricht Klartext: Der unabhängige Bewerber um das Oberbürgermeisteramt, Volker Stein.
Frankfurt. 

Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an. Leben – das bedeutet für Volker Stein in erster Linie Politik. Ohne Politik macht ihm das Leben weniger Spaß. Er sieht sich als Alternative zum „schwarz-rot-grünen Einheitsbrei“. Und seine OB-Kandidatur als „Beitrag zur politischen Hygiene“. Sein Wählerpotenzial sieht er unter den 62 Prozent Nichtwählern der vergangenen OB-Wahl. Nach Medienberichten über seine beabsichtigte Kandidatur habe er „breite Zustimmung erfahren“, erläutert der Bewerber. Ehemalige Schüler, Sportkameraden, Kirchenvorstände, Handwerker Unternehmer und die Jungen Liberalen hätten ihn ermutigt. Zum Beweis hat er Linus Vollmar mitgebracht, ein Vorstandsmitglied der Frankfurter Jungen Liberalen. Er, Stein, sei auch für junge Wähler wählbar. Vollmar bestätigt auf Nachfrage artig die Unterstützung von Steins OB-Kandidatur.

In Steins FDP, der er seit 48 Jahren angehört, ist man vom Alleingang des Altvorderen nicht begeistert: „Offenbar ist es ihm als Pensionär zu langweilig“, sagte die FDP-Fraktionsvorsitzende im Römer, Annette Rinn. Der Kreisvorstand der FPD unter dem Vorsitz von Thorsten Lieb will heute in einer Klausurtagung entscheiden, ob sie einen offiziellen FDP-Kandidaten nominiert. Auch ein Parteiausschlussverfahren gegen Stein soll geprüft werden. Das ficht den 66-Jährigen nicht an. „Ich rechne nicht mit einem Parteiausschlussverfahren“, sagt er. Dafür sei die Unterstützung innerhalb der FDP zu groß. Es gebe starke Bataillone, die hinter ihm stünden, sagt der schneidige Oberst der Reserve.

Das Hauptthema mit dem Stein die Oberbürgermeisterwahl rocken will, ist das Thema Sicherheit. Er verspricht die Räumung der illegalen Rumänensiedlung, will gegen das aggressive Betteln auf der Zeil vorgehen, gegen „den wahnsinnigen Urin-Gestank“ am Hauptbahnhof. „Wer in London wirbt, muss erst mal seine Stadt in Ordnung bringen“, sagt Stein süffisant zu den Bemühungen Frankfurts um die Ansiedlung englischer Brexit-Flüchtlinge. Rumänische Bettelbanden werde er aus der Stadt ausweisen“, verspricht er. Zur Posse um Eisenbahn-Reiner sagt Stein nur: „Lass’ doch den armen Kerl.“ Die Stadtpolitiker sollten sich um die organisierten Banden kümmern. Über seine Wahlaussichten sagt Stein: „Ich werde Uwe Becker nicht schaden, ich werde ihn schlagen“. Das bedeutet, dass er mindestens die Stichwahl gegen Amtsinhaber Peter Feldmann (SPD) erreichen will, wobei Stein gleich sagt: „Ich will Oberbürgermeister werden“. Dabei werde er von Angehörigen aller Parteien unterstützt; auch von SPD- und CDU-Mitgliedern, die ihre Unterstützung aber nicht öffentlich machen könnten. Über die Finanzierung seines Wahlkampfs machte Stein keine Angaben. Dem Vernehmen nach unterstützt ihn der Millionär Moritz Hunzinger, ein CDU-Mitglied. Der äußert sich auf Nachfrage wie folgt: „Ich unterstütze den, der Bürgern wieder ,Trittsicherheit’ verschafft, mit meinen Möglichkeiten. Steins Kandidatur macht den OB-Wahlkampf munter.“

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