Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Titelbild Mainova Marathon Laufsport in der Region - alles rund um den Mainova ... Frankfurt am Main 24°C

Sanierung der Kleinmarkthalle: Stillstand bei der Markthalle

Mit der dringend nötigen Sanierung der Kleinmarkthalle in Frankfurt kann frühestens Ende nächsten Jahres begonnen werden. Grund für die Verzögerung ist ein Wechsel des Planungsbüros.
In der Kleinmarkthalle mit ihren 156 Ständen hat sich die Atmosphäre aus dem Baujahr 1954 weitgehend erhalten. Erneuert werden soll nur die Technik. Foto: Arne Dedert (dpa) In der Kleinmarkthalle mit ihren 156 Ständen hat sich die Atmosphäre aus dem Baujahr 1954 weitgehend erhalten. Erneuert werden soll nur die Technik.
Frankfurt. 

Im Sommer wird es warm in der Kleinmarkthalle, ziemlich warm sogar. Besonders stark zu spüren war das im vergangenen Jahr. Nicht nur die Sonneneinstrahlung, sondern auch die Abwärme der Kühlaggregate im Keller heizten den beliebten Handelsplatz für kulinarische Spezialitäten auf.

Schon seit Jahren wird darüber diskutiert, diese Mängel zu beheben, die Haustechnik zu sanieren und die Lüftung zu verbessern. 2014 wurde das Frankfurter Architekturbüro „Tilman Lange Braun & Schlockermann“ mit der Vorplanung beauftragt. Ein Jahr wurde dafür veranschlagt, 2016 sollten die Arbeiten beginnen.

Doch daraus wird nichts, wie diese Zeitung jetzt erfahren hat. Zum einen hat die Vorplanung viel länger gedauert als veranschlagt, zum anderen wollen Marktbetriebe und Hochbauamt nicht länger mit den bisherigen Planern zusammenarbeiten. Gründe dafür werden nicht genannt. „Ich will keine Schuldzuweisung betreiben“, sagte Herbert Janicke, Geschäftsführer der städtischen Hafen- und Marktgesellschaft (HFM). Doch aus Kreisen der Betriebskommission der Marktbetriebe ist zu hören, dass man mit den Architekten nicht zufrieden gewesen sei.

 

Die Ausschreibung läuft noch

 

Auf jeden Fall muss für das weitere Vorgehen jetzt ein neues Planungsbüro gesucht werden, das die Entwurfs- und Ausführungsplanung erstellt und die Arbeiten während der Bauphase betreut. Die Ausschreibung läuft und wird laut Janicke in etwa einem halben Jahr abgeschlossen sein.

„Wenn das Ergebnis der Ausschreibung vorliegt, wird sich das neue Büro erst einmal in die nicht gerade einfache Aufgabe einarbeiten müssen, bevor wir mit den ersten Baumaßnahmen beginnen können“, erläuterte Janicke.Nach den bisherigen Erfahrungen könne mit den ersten Bauarbeiten wohl kaum vor Ende 2017 oder Anfang 2018 begonnen werden. Wie lange die Arbeiten dauern und wie teuer sie werden, steht laut Janicke noch nicht fest. Klar ist nur, dass der Betrieb der Kleinmarkthalle nicht unterbrochen werden soll. Deshalb wird es wohl mehrere Bauabschnitte geben. Einzelne Stände müssen voraussichtlich zeitweise geschlossen werden, damit neue Leitungen verlegt werden können. „Bauen, ohne dass es einer merkt, das geht nicht“, sagte Janicke.

Er betont, dass der Betrieb der Kleinmarkthalle trotz der Verzögerung nicht gefährdet sei. Alle sicherheitsrelevanten Auflagen seien erfüllt worden. So seien zum Beispiel neue Brandschutztüren eingebaut worden. Aber: „Auf den St. Nimmerleinstag kann man die Sanierung nicht verschieben“, warnt Janicke. So sei zum Beispiel die gesamte Elektrik marode. Außerdem müssen Wasser- und Abwasserleitungen geprüft, die Sanitäreinrichtungen für die Beschäftigten erneuert sowie die zum Teil nur provisorischen Umkleideräume neu gebaut werden. Auch soll es endlich Duschen für Mitarbeiter geben.

Struktur und Ambiente der Kleinmarkthalle sollen erhalten bleiben. „Wir wollen aber die Aufenthaltsqualität verbessern“, sagte Janicke. Große Um- und Anbaupläne, wie sie 2008 in einem Architektenwettbewerb entwickelt wurden, sind längst in der Schublade verschwunden – zur Erleichterung vieler Händler und Kunden. Schon 2005 wurden Überlegungen des damaligen Planungsdezernenten Edwin Schwarz (CDU) gestoppt. Er wollte die Kleinmarkthalle abreißen und an anderer Stelle neu errichten.

Für die Händler ist das Geschäft in den vergangenen Jahren schwieriger geworden, da Feinkost und frische Ware zunehmend auch in Supermärkten angeboten werden. Die Marktbetriebe aber sind ganz zufrieden mit der Entwicklung. „Wir können uns sehen lassen, auch im Vergleich mit anderen Markthallen“, sagte Janicke. Bei einem Wechsel suche man neue Händler sorgfältig aus, achte auf die Vielfalt des Angebots. „Wir haben Bewerber, aber es ist nicht so, dass wir überrannt werden.“

Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse