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Höchst: Stimmungsvoller Start in den Advent

Die malerische Kulisse der Höchster Altstadt war am Wochenende Schauplatz des traditionellen Weihnachtsmarktes rund um das Alte Höchster Schloss und vor der Justinuskirche. Er wurde vom Vereinsring auf die Beine gestellt.
Die „Vanity Showdancers“ Diana Gerharz, Michaela Döpel, Lara Gerharz, Yvonne Pavlou und Alisha Srna (v.l.) boten als Engel Adventsgestecke an. Foto: Maik Reuß Die „Vanity Showdancers“ Diana Gerharz, Michaela Döpel, Lara Gerharz, Yvonne Pavlou und Alisha Srna (v.l.) boten als Engel Adventsgestecke an.
Höchst. 

Im Schein von Fackeln und beleuchtetem Schlossturm spielen „Ratz und Rübe“ auf ihren Instrumenten mittelalterliche Melodien. Im Burggraben des Alten Höchster Schlosses wurde zum traditionellen Weihnachtsmarkt ein Ritterlager aufgebaut. Kleinere, wärmende Feuer brennen an verschiedenen Stellen und bekämpfen die Kälte, die sich langsam dort breitmacht.

Dudelsack und Trommel

Diese romantische Kulisse nutzen zahlreiche Besucher, um durch den Burggraben zu laufen und sich das mittelalterliche Spektakel anzusehen. Und sie lauschen den beiden Musikern, die eigentlich Tatjana und Armin Laubach heißen und aus Langenselbold kommen. Seit 2015 sind sie als Duo „Ratz und Rübe“ unterwegs. Tatjana Laubach spielt den Marktsack, eine Form des Dudelsacks, die im Mittelalter sehr beliebt war. Den Takt gibt Gatte Armin mit seiner Davul, einer großen Trommel an. Um sein rechtes Fußgelenk herum hat er Schellen, die helle, klingende Töne erzeugen und die gespielten Melodien ergänzen. Beide singen dazu.

Zwar gab es im Mittelalter noch lange keine Smartphones, viele Besucher aber möchten das Spektakel filmisch festhalten und zücken ihre Handys. Andere wiederum haben das Licht- und Schattenspiel an der Schlossmauer, das durch die offenen Feuer in der Dunkelheit erzeugt wird, für sich entdeckt und stellen mit den Schatten, die ihre Körper darauf werfen, kleine Geschichten nach. Während der Burggraben zu einer Reise in die Vergangenheit einlädt, genießen die Besucher ein paar Meter weiter oben auf der Terrasse des Alten Schlosses die malerische Kulisse mit Blick auf den Main bei einem Glas Glühwein oder einer Feuerzangenbowle.

Auf Schlossplatz und Justinusplatz brummt es: 55 Vereine, Initiativen und Kreative aus Höchst und anderen Stadtteilen haben ihre Stände aufgebaut und bieten Selbstgestaltetes und verschiedene Leckereien an. Organisiert wird die zweitägige Veranstaltung vom Vereinsring Höchst. Parallel dazu läuft der 11. Höchster Designparcours, beides lockt viele Besucher aus ganz Frankfurt und dem Main-Taunus-Kreis an.

Zum diesjährigen Weihnachtsmarkt sind gleich mehrere „Rosen“ aus Irland, England und den Vereinigten Staaten mit ihren Begleitungen gekommen, um gemeinsam mit den Höchster Freunden zu feiern. Mit dabei natürlich auch die „Germany Rose 2017“ Áine Sullivan aus Düsseldorf, die als deutsche Teilnehmerin des irischen Wettbewerbs ausgewählt wurde. Der Titel „Rose of Tralee“ wird von der irischen Stadt Tralee vergeben. Die diesjährige Gewinnerin Jennifer Byrne ist auch dabei. Bereits am späten Nachmittag eröffnete sie den Weihnachtsmarkt gemeinsam mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) auf dem Schlossplatz und stach mit drei gekonnten Schlägen ein Bierfass an.

Kinder backen Plätzchen

Für die Kinder gibt es verschiedene Angebote, wie Plätzchenbacken am Stand der Turngemeinde Höchst 1847. Für einen Euro gibt es einen Teigling. Leonie (8) knetet und rollt den Teig und sticht mit verschiedenen Plätzchenformen Engel, Herzen oder Tannenbäume aus. „Ich besuche den Markt seit Kindheitstagen und liebe das Alte Schloss, die Beleuchtung und die Atmosphäre“, erzählt ihre Mutter, Anke Cordey. Und auch die Engel sind dabei. In himmlischen Kostümen machen Diana Gerharz, Michaela Döpel, Lara Gerharz, Yvonne Pavlou und Alisha Srna von den „Vanity Showdancers Frankfurt“ aus dem Gallus eine gute Figur. An ihrem Stand gibt es selbstgestaltete Adventsgestecke und -kränze.

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