Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

Bethaniengemeinde: Strahlend hell und modern

Von Weil das Gemeindehaus der evangelischen Bethaniengemeinde am Frankfurter Berg nicht zu sanieren und wegen der gesunkenen Mitgliederzahl zu groß geworden war, wurde es abgerissen. Heute feiern die Gläubigen nach gut einem Jahr Bauzeit die Einweihung des Neubaus.
Nah bei Gott: Guido Firle, Vorsitzender des Kirchenvorstandes der evangelischen Bethaniengemeinde, und Katja Peglow vom Bauausschuss strahlen mit dem Neubau des Gemeindehauses fast ein wenig um die Wette. Rechts ist in Teilen die unter Denkmalschutz stehende Kirche zu erkennen. Foto: Heike Lyding Nah bei Gott: Guido Firle, Vorsitzender des Kirchenvorstandes der evangelischen Bethaniengemeinde, und Katja Peglow vom Bauausschuss strahlen mit dem Neubau des Gemeindehauses fast ein wenig um die Wette. Rechts ist in Teilen die unter Denkmalschutz stehende Kirche zu erkennen.
Frankfurter Berg. 

Strahlend steht das weiß gestrichene Gebäude mit der großen Fensterfront neben der evangelischen Bethanienkirche. „Anfangs wollten wir das neue Gemeindezentrum äußerlich an die denkmalgeschützte Kirche anpassen, etwa mit einem roten Dach. Das Denkmalamt aber bestand darauf, es anders zu gestalten“, sagt der Vorsitzende des Kirchenvorstands, Guido Firle. Also entstand ein sachlich-moderner Bau, in dem neben dem Gemeindesaal und einem Gruppenraum eine Küche, das Gemeinde- und Pfarrbüro untergekommen sind. Heute weiht die Gemeinde das neue Haus im Anschluss an den 14-Uhr-Gottesdienst mit einem Festakt ein.

Seit 2008 geplant

Etwas länger als ein Jahr haben die Bauarbeiten gedauert, die ersten Planungen hingegen begannen bereits 2008. „Damals hat die Regionalversammlung ein neues Gebäude-Konzept beschlossen“, erinnert Firle. Den Gemeinden der Evangelische Kirche in Hessen-Nassau (EKHN) wurde auferlegt angesichts sinkender Mitgliederzahlen zu sparen und Gebäude und auch Flächen aufzugeben. „Viel verkleinern mussten wir uns gar nicht. Aber das alte Gemeindehaus zu sanieren, wäre viel zu teuer geworden, fand der Regionalverband heraus.“

Der Saal sei zwar kleiner als früher, sagt Firle. „Wenn man aber bedenkt, dass im alten Saal auch Tische und Stühle gelagert waren und Schränke standen, ist der Unterschied gar nicht so groß.“ Und Katja Peglow, wie Firle Mitglied im Kirchenvorstand und im Bauausschuss, ergänzt: „In einem der Schränke hatten wir gläserne Kerzenleuchter aufbewahrt. Es war so kalt, das die zersprungen sind, als wir sie feucht abwischen wollten. Nun haben wir endlich einen guten Wärmeschutz und sparen damit auch Heizkosten.“

Der Entwurf des neuen Gemeindehause stammt vom Architekturbüro Jung & Burgeff. Rund 1,2 Millionen Euro kostet er den Regionalverband. Doch die Einrichtung – Küche, Tische und Stühle etwa, aber auch technische Gerätschaften wie Lautsprecher und Beamer – müsse die Gemeinde selbst finanzieren, sagt Peglow.

Spenden erwünscht

Von diesen Kosten in Höhe von rund 60 000 Euro hat die Bethanien-Gemeinde bereits 44 000 Euro aus Spenden zusammenbekommen – vor allem von Gemeindemitgliedern. „Wir hoffen, mit dem bisher gesammelten Geld auszukommen. Mit den Lieferanten haben wir ziemlich hart über die Preise verhandelt“, erzählt Firle.

Das alte Gebäude mit einer Versammlungsfläche von 99 Quadratmetern wurde durch den 93 Quadratmeter großen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. Im neuen Haus kommen wieder alle Gruppen unter, die zum Übergang ausgelagert waren, etwa der Seniorentreff, der Frauenkreis, die Jungschar, der Gospelchor oder der Mini-Gottesdienst, sagt Peglow. Aber auch das beliebte Public Viewing etwa bei Fußball-Weltmeisterschaften findet hier statt. Konzerte hingegen, etwa vom Gospelchor, finden nach wie vor in der Kirche statt.

Neu gestaltet ist auch der Vorplatz, an den die Kirche grenzt. Gebaut wird zurzeit nördlich von Gemeindehaus und Kirche. Bis Sommer 2018 wird dort die Kindertagesstätte der Gemeinde saniert und erweitert. „Für zwei neue U3-Gruppen entstehen neue Räume. Für die Hortgruppe, die früher im Gemeindehaus war, bauen wir die frühere Wohnung der Kita-Leitung um“, sagt Firle.

Weiterer Umbau

Außerdem gibt es drei Kindergartengruppen. Zurzeit ist die Kita noch in den Containern neben der Baustelle untergebracht. „Wir hoffen, dass die Kinder im August 2018 die neuen Räume beziehen können.“ Ein Teilstück der Fläche, auf der noch Container stehen, wird das Außenareal des Kindergartens. Den anderen Teil wolle der Evangelische Regionalverband an einen Investor verkaufen, der dort Wohnungen bauen werde – zur Gegenfinanzierung.

Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse