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Stadträtin Jahr im Amt: Sylvia Weber kündigte Umzug des Amtes für multikulturelle Angelegenheiten an

Von Die Immobiliensuche ist zum Kerngeschäft im Dezernat für Integration und Bildung geworden. Dabei geht es nicht nur um Schulen und Kitas. Stadträtin Sylvia Weber (SPD) kündigte jetzt den Umzug des Amtes für multikulturelle Angelegenheiten an.
Stadträtin Sylvia Weber steckt viele Stunden Arbeit in ihr Dezernat. Im ersten Jahr hat sie das keinesfalls ermüdet. Foto: Bernd Kammerer (.) Stadträtin Sylvia Weber steckt viele Stunden Arbeit in ihr Dezernat. Im ersten Jahr hat sie das keinesfalls ermüdet.
Frankfurt. 

Nicht einmal 14 Stunden lange Tage im Dienst kämen ihr wie Arbeit vor. „Das macht mir hier wirklich große Freude und wir haben viel geschafft“, sagte Stadträtin Sylvia Weber, die gestern Bilanz über ihr erstes Jahr im Amt zog. Die SPD-Politikerin ist die erste in einer Stadtregierung, die die Ressorts Integration und Bildung zusammen leitet. „Ohnehin haben beide Themen viele Überschneidungen und inzwischen ist die Zusammenführung weit gediehen“, erklärte Weber.

Amt gewinnt an Einfluss

Dass hinter dem bislang ehrenamtlich geführten Integrationsdezernat nun eine hauptamtliche Stadträtin stünde, verleiht dessen Anliegen laut Weber mehr Nachdruck. Das wird nun auch am dazugehörigen Amt für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA) sichtbar. So soll seine Mitarbeiterzahl um ein Drittel der bisherigen wachsen und es soll im Laufe des nächsten Jahres seinen Sitz an der Langen Straße verlassen und in eine neue Liegenschaft ziehen. Die genaue Adresse wollte Weber gestern noch nicht nennen, da der Mietvertrag noch nicht unterzeichnet sei. Geplant sei aber ein „Zentrum für Interkulturelle Bildung“, in dem auch die Volkshochschule und andere Bildungsanbieter Räume nutzen. „Das wird ein Ort, wo Menschen sich beraten lassen und beispielsweise Integrations- oder Deutschkurse besuchen können“, kündigte Weber an.

Eltern sind etwas beruhigt

Im Bildungssektor sei es zuallererst gelungen, „das Vertrauen der Schulen und Eltern in die Politik wiederherzustellen“, sagte Weber mit Blick auf die „schwierige Situation“, in der sie das Amt von der Grünen Sarah Sorge übernommen hatte. Damals hatte es fast schon täglich Elternproteste gegeben.

Dabei hat auch die Sozialdemokratin die grundsätzlichen Probleme auch noch nicht lösen können. Die Schulen sind weiterhin überfüllt und es werden wohl im kommenden Jahr die Schüler auch noch einmal enger zusammenrücken müssen. „Wir werden es wohl nicht schaffen, schon zum nächsten Schuljahr ein weiteres Gymnasium zu eröffnen“, so Weber.

In diesem Sommer gehen mit der Grundschule im Europaviertel und den Gesamtschulen auf dem Riedberg sowie in Niederrad drei weitere Schulen an den Start. Alle drei eröffnen an provisorischen Standorten. Der Rückstand bei Sanierung und Neubau auf dem Schulsektor bleibt das mit Abstand größte Problem der Dezernentin. Zumal auf einer Liste von 250 Grundstücken, die als mögliche Schulstandorte geprüft worden waren, gerademal eine Handvoll übriggeblieben sein sollen, die sich tatsächlich eignen. „Wir leisten da im Hintergrund sehr, sehr viel Arbeit. Aber es bleibt schwierig“, so Weber und kündigte an, dass der Magistrat eine „Bildungsraumsatzung“ analog zur Stellplatzsatzung plane. „Künftig werden wir bei Neubauvorhaben die Infrastruktur zur Bildung immer mitdenken.“

Das gilt auch für Krabbelstuben, Kitas und Horte, an denen es jedes Jahr wieder fehlt. Immerhin wurden im Laufe des Jahres 1500 neue Krabbelstuben- und Kitaplätze sowie 200 neue Plätze in Horten und schulischen Betreuungen eingerichtet. Ab dem nächsten Schuljahr sei es das Ziel der Stadt, jährlich 1250 zusätzliche Betreuungsplätze für Grundschulkinder zu schaffen, kündigte Weber an.

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