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Tarifänderung des RMV: Harheim kommt schlecht weg

Harheim. 

Eine Preissteigerung von 85 Prozent müssen Harheimer in Kauf nehmen, wenn der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) im Juni 2016 sein Tarifsystem umkrempelt. Statt eines Einheitspreises für ganz Frankfurt und des zusätzlichen Kurzstreckentarifs richtet sich der Fahrpreis dann nach den zurückgelegten Kilometern (wir berichteten). Die Harheimer CDU hatte den RMV gebeten, auszurechnen, was man dann für eine Fahrt von der Haltestelle „Rathaus Harheim“ zur Hauptwache bezahlt. Die Antwort lautet: 5,09 Euro. Bislang zahlen die Harheimer 2,75 Euro.

Der Betrag setze sich zusammen aus dem Grundpreis von 1,69 Euro, einer Pauschale für die Nutzung des Busverkehrs in Frankfurt von 0,67 Euro und 2,73 Euro für die 12,5 Kilometer lange Fahrtstrecke, schreibt die Harheimer CDU und beruft sich dabei auf Angaben auf der Internetseite des RMV.

„Fairer für alle“ habe Frankfurts Oberbürgermeister, Peter Feldmann (SPD), den neuen Tarif genannt. Es schaffe „erstmals in Deutschland Leistungsgerechtigkeit“, zitieren die Christdemokraten den OB. Dies sei aber eine Leistungsgerechtigkeit, die den Harheimern eine solch deftige Preissteigerung beschere.

Eine Preiserhöhung, die der Harheimer CDU-Vorsitzende, Frank Immel, nun als „unmöglich“ bezeichnet. „Dieser neue Tarif führt weg von dem guten Ziel, mehr Leute dazu zu bringen, den öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen“, betont er. Beim Kinobesuch in der Innenstadt etwa zahle er für sich und seine Frau für die Fahrt mit Bus und Bahn künftig 20 Euro hin und zurück, sagt Immel. „Da ist das Parkhaus doch wesentlich billiger.“

Seine Partei werde gegen diese Preiserhöhung angehen, sagt Immel. „Das können wir unseren Bürgern nicht zumuten.“ Zumal der RMV sich noch nicht dazu geäußert habe, was künftig Dauerkarten kosten sollen und wie der Preis berechnet wird. „Das lässt leider nichts Gutes erahnen.“

(hau)
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