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Theater trifft auf Kammeroper

Das Theater Willy Praml und die Kammeroper Frankfurt zeigen in einem Gemeinschaftsprojekt zwei Inszenierungen unter dem Titel "Passion".
Willy Praml Willy Praml
Ostend. 

"Wir warten nicht auf die Politik, die bisher noch keine Versuche unternommen hat, ein Festival der Freien Theater in Frankfurt auszurichten", sagt Willy Praml, Theaterregisseur und Leiter des gleichnamigen Theaterhauses. Stattdessen haben die Kammeroper Frankfurt und das Theater Willy Praml sich zusammengetan und verbinden mit der Oper "Die menschliche Stimme" von Francis Poulenc und dem Stück "Jesus D’Amour, Gest./Auferst. Die Passion" eigentlich eigenständige Inszenierungen zu einer abendfüllenden Aufführung in zwei Teilen. Beide Teile werden durch ein Intermezzo verbunden, ein Streichquartett, das am 24. März, dem Palmsonntag, seine Uraufführung haben wird. Die zwei Institutionen laden mit "Passion" zu einem "Osterfest auf Naxos" ein, dem Domizil des Theaters Willy Praml.

"Die Stadt wirft der Freien Theaterszene in Frankfurt vor, dass diese keine nationale beziehungsweise internationale Ausstrahlung habe. Wir haben hier ein etabliertes Publikum, das nicht nur aus Frankfurt, sondern aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet kommt", betont Praml. In einem Festival sieht er eine Möglichkeit, die Position der Freien Theater in Frankfurt zu stärken und über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt zu machen. Zwar ist ein Festival der Freien Theater noch ein unerfüllter Wunsch, mit dem Gemeinschaftsprojekt zeigen zwei Institutionen jedoch, dass die beiden Genres zu einem Gesamtwerk vereint werden können.

"Wir kennen uns bereits lange und haben vor einem knappen halben Jahr mit der Organisation begonnen", sagt Rainer Pudenz, Gründer und künstlerischer Leiter der Kammeroper. "Früher hat es bereits Gastspiele gegeben", sagt Praml. Doch das aktuelle Projekt sei die erste große Kooperation zwischen den beiden Häusern. Mit der Oper von Francis Poulenc "Die menschliche Stimme" nach einem Theaterstück von Jean Cocteau, inszeniert Pudenz ein Werk, das auf den ersten Blick nur wenig mit den Leiden Christi gemein zu haben scheint. Die Handlung erzählt von einer Frau, deren Liebhaber am Telefon die Beziehung beendet. Nur die Stimme der Frau ist zu hören, die des Mannes nicht. Vielmehr ergibt sich die dargestellte Situation aus den Worten der Frau. Die Sopranistin Ingrid El Sigai schlüpft in die Rolle. Eigentlich deutet das Ende der Oper einen Selbstmord an, doch das wird abgeändert. Die Frau bringt ein Kind zur Welt. "Sie wird schwanger, aufgrund ihrer Gefühle und Gedanken", so Pudenz. Das Thema "unbefleckte Empfängnis" und die Frage nach dem Sohn Gottes sollen hiermit aufgegriffen werden und auf den zweiten Teil der Aufführung überleiten.

"Vor sieben Jahren haben wir damit begonnen, das Leben von Jesus Christus anhand der Evangelien des Lukas, Markus, Matthäus und Johannes aufzubereiten", so Praml. Es gibt insgesamt zwei Teile. Während sich der erste Teil "Jesus D’Amour/Geb.0" mit der Geburt Jesus und seinem Wirken danach beschäftigt, greift der zweite Teil die Leiden Christi auf. In "Jesus D’Amour, Gest./Auferst. Die Passion" werden Jerusalem, die politische Zuspitzung und der Tod am Kreuz thematisiert, ohne jedoch die Figur von Jesus durch einen Schauspieler darstellen zu lassen. Vielmehr stellen zwölf Darsteller im Alter von zehn bis 85 Jahren das Geschehen der Passion Christi nach.

Premiere des Gemeinschaftsprojekts ist am Sonntag, 24. März, um 18 Uhr im Theater Willy Praml, Eingang Waldschmidtstraße 19. Weitere Aufführungen gibt es vom 29. März bis zum 1. April. Das Ticket kostet 29 €, für Schüler und Studenten 15€.alf

Weitere Informationen gibt es unter www.theater-willypraml.de im Internet.

(Alexandra Flieth)
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