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Schließung der Zufhrt ist vorest vom Tisch: Tiefgarage Ernst-Reuter-Schule: Benutzung nur auf eigene Gefahr

Von An den Ernst-Reuter-Schulen in der Nordweststadt herrscht Parkplatzmangel für Lehrer und Schüler. Nach einem Unfall an der Zufahrt der Tiefgarage drohte das Stadtschulamt kurzzeitig diese zu schließen. Doch das Problem ist jetzt vom Tisch – erst einmal.
15 Grad ist die Neigung zur Tiefgarage. Das sorgt für gefährliche Situationen. Bilder > Foto: Rainer Rüffer 15 Grad ist die Neigung zur Tiefgarage. Das sorgt für gefährliche Situationen.
Nordweststadt. 

Egal ob Lehrer oder Schüler – wer mit dem Auto die Ernst-Reuter-Schulen besucht, muss früh genug sein, um einen Parkplatz zu bekommen. Die Stellplätze hinter den Turnhallen sind schnell belegt, da können sich die Lehrer glücklich schätzen, die einen Schlüssel für die 50 Jahre alte Tiefgarage im Hammarskjöldring 17 besitzen und einen der 60 Parkplätze nutzen können. Doch ob dies noch lange so möglich ist, ist derzeit fraglich. Das prüft jetzt die Bauaufsicht zusammen mit dem Stadtschulamt.

„Wir sind auf diese Tiefgarage angewiesen. Wird sie geschlossen, dann wäre das für uns eine Katastrophe“, sagt Gerhard Schneider, Schulleiter der Ernst-Reuter-Schule II. 120 Lehrer zählt sein Kollegium, mit allen Angestellten kommt die Schule auf 150 Personen. Plus die 70 Lehrer der Ernst-Reuter-Schule I sowie die Oberstufenschüler, die schon einen Führerschein besitzen. Viele von ihnen ignorieren das mittlerweile mit schwarzer Farbe übersprühte Schild „Lehrerparkplatz“ und parken dort ihre Autos. Oder stellen sie an Weg vom Praunheimer Weg zur Schule – ins Parkverbot.

Steile Abfahrt

„Dass wir viel zu wenige Parkplätze haben, kann man an einer Hand abzählen. Jetzt wurde uns sogar noch eröffnet, dass die Tiefgarage vielleicht schließen muss“, erklärt Schneider, wie sich die Situation in den vergangenen Wochen noch mehr zuspitzte.

Grund für die drohende Schließung ist ein Unfall, der sich kürzlich an der Zufahrt der Tiefgarage ereignete. „Der Neigungswinkel der Einfahrt liegt bei 15 Grad. Das ist baulich bedingt durch den Wendehammer. Der Unfall ist auf diesen Neigungswinkel zurückzuführen“, erklärt Rüdiger Niemann, Sprecher von Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD). Die betroffene Person verlange nun Schadenersatz vom Stadtschulamt. Deswegen werde die Tiefgarage in naher Zukunft eine Sonderbaukontrolle unterzogen und das Problem dann mit der Bauaufsicht besprochen.

Seit 2003 nutzen die Lehrer die Tiefgarage im Hammarskjöldring, kostenlos und mit einem eigenen Schlüssel. 2005 sei zwar ein Haftungsauschluss unterschrieben worden. Wer die Garage nutzt, haftet auch für Schäden. Allerdings sei mittlerweile nicht mehr klar, wer von den Lehrern überhaupt einen Schlüssel besitze. „Deswegen war vor dem Unfall geplant, die veraltete Schließanlage auszutauschen, die Schlüssel neu zu verteilen und in diesem Rahmen auch neue Haftungsausschlüsse zu erwirken. Nur so können wir uns einen Überblick verschaffen, wer die Garage nutzt“, so Niemann.

Tiefgarage wird überprüft

Doch dieser Plan wurde durch den Unfall durchkreuzt. Jetzt spricht die Stadt von einer „unübersichtlichen Gesamtsituation“, die eben dazu führe, dass das Stadtschulamt jetzt überprüfen müsse, ob die Tiefgarage grundsätzlich noch zu nutzen ist. „Sollte dies möglich sein, dann werden wir mit unserem Plan, die Schlüssel neu zu verteilen, weitermachen“, versichert Niemann. Bis es allerdings so weit ist, werde darauf hingewiesen, dass die Garage auf eigene Gefahr benutzt wird.

Dass die Garage nicht geschlossen, sondern zunächst weiterhin genutzt werden kann, sorgt bei Gerhard Schneider freilich für gute Laune. „Zwei Wochen lang haben wir mit der Stadt diskutiert und herumgezerrt sowie immer wieder die Dringlichkeit dieser Stellplätze für unsere Schule deutlich gemacht. Das zeigt einmal mehr, dass vieles nur durch den persönlichen Kontakt möglich ist. Ich bin sehr froh, dass es so gelaufen ist“, sagt der Schulleiter.

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