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Tierische Märchen mit Musik

Von Geschichten erzählen, begleitet von Musik – das passt wunderbar zusammen, finden Gudrun Rathke und Cornelia Ilg. Seit fünf Jahren bringen sie das gemeinsam auf die Bühne, so auch morgen: Mit Märchen von mutigen, listigen Tieren in der Nikolauskapelle Bergen.
Cornelia Ilg (links) und Gudrun Rathke lassen ein Pferd, ein Entchen und eine Maus aus dem Märchenkoffer. Nur der Hase fehlt noch.	Foto: Roessler Cornelia Ilg (links) und Gudrun Rathke lassen ein Pferd, ein Entchen und eine Maus aus dem Märchenkoffer. Nur der Hase fehlt noch. Foto: Roessler
Bergen-Enkheim. 

Sie sind wieder mit ihren alten Reisekoffer unterwegs, inzwischen zum fünften Mal – und in diesem Jahr eröffnen sie morgen mit „Zauberklang – Märchen mit Musik“ das Kinder-Kulturprogramm der Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim: die in Bergen lebende Geschichten- und Märchenerzählerin Gudrun Rathke (49) und ihre Freundin, die Geigerin Cornelia Ilg (42). Eine knappe Stunde dauert das Programm aus vier Märchen, das auf besonderen Wunsch hin in diesem Jahr für Kinder ab vier Jahren geeignet ist.

Info: Ein Winter-Kultur-Programm für Kinder

Das Kinder-Kultur-Programm der Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim, das morgen mit „Zauberklang – Märchen mit Musik“ beginnt, hat neun Veranstaltungen für Kinder ab vier Jahren. Es dauert bis April 2015.

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Wie immer mit dabei: Rathkes alter Reisekoffer, aus dem sie mit einem kleinen Zauberspruch die Märchen hervorholt. „Er hat einst meiner Großtante gehört, die in Wien lebte. Sie ist mit ihm stets auf Reisen gegangen.“ An einer Seite klebt sogar noch ein Aufkleber aus dem Jahr 1891 der Oesterreichischen Bundesbahn, vom Wiener Westbahnhof. „Eigentliche lagere ich darin meine Unterlagen. Die muss ich vor Aufführungen immer ausräumen.“

 

Ideal für die Bühne

 

Für die Bühne sei der Koffer ideal, sagt Rathke. In ihm verstaut sie die kleinen Figuren die sie zu jedem Märchen mit Hilfe der jüngeren Zuhörer hervorzaubert. In diesem Jahr sind das ein großes Quietscheentchen, ein Holzpferd, ein Hase und eine kleine Maus.

Die Idee, Märchen mit Musik zu verbinden und den Koffer als Requisite zu nutzen, ist nun sieben Jahre alt. „Erzählen und Musik – das passt wunderbar zusammen. Die Musik trägt die Geschichten mit“, sagt Rathke. Die Musik unterstreiche den Vortrag, wie im Film. Etwa wenn der Bösewicht das Entchen braten will und der Bach heranrauscht, um das Entchen retten. „Dazu spiele ich ein Stück von Johann Sebastian Bach, das so richtig wie Wasser braust“, sagt Ilg.

Cornelia Ilg ist eine von drei Geigerinnen, mit denen zusammen Rathke oft auf der Bühne steht. „Eine solche Zusammenarbeit war für mich eine Umstellung, weil ich sonst längere Stücke spiele. Hier spiele ich auf der Bühne ja nur Ausschnitte längerer Stücke“, sagt Ilg. Auch müsse sie anders als bei einem Konzert stets flexibel auf Gudrun Rathkes Vortrag reagieren. „Aber nach fünf Jahren weiß man, worauf man achten muss.“

 

Der Film im Kopf

 

Einfach ist das für Ilg nicht, sie muss dem Vortrag ihrer Freundin aufmerksam folgen – denn der verändert sich jedes Mal ein wenig. „Ich lerne nichts auswendig, lese auch nicht vor, sondern erzähle frei. Ich habe einen Film, habe Bilder im Kopf, die ich erzähle.“ Auch die Interaktion mit den Zuhörern sei wichtig und beeinflusse den Vortrag. „Daher darf es auch nicht zu dunkel sein, ich muss die Menschen sehen können.“

Das schwierigste an ihrer Arbeit, von der sie inzwischen lebt, sei das Erzeugen der Bilder in ihrem Kopf, sagt Rathke. „Bis eine Geschichte sitzt, dauert das oft fünf Wochen. Ich gehe dann viel spazieren, etwa mit meinem Hund. Ich gehe die Geschichte immer wieder durch, male mir die Bilder immer wieder aus, bis sie so stark sind, dass sie bleiben.“

Vier Märchen aus dem gemeinsamen Repertoire hat Rathke für den „Zauberklang“ ausgesucht, passend zum Motto des Kinder-Kultur-Programms: Tiere. Die erste Geschichte handelt von einem fiesen Millionär, der im Teich des Entchens baden will – und dieses daher vertreiben lässt. Es folgen das afrikanische, mündlich überlieferte Märchen „Der listige Hase“ und die Geschichte von der Haselmaus, die nicht schlafen kann, weil die Vögel so laut singen. Den Abschluss bildet „Wie das Pferd Freunde findet“ von Thomas Hoffmeister-Höfner.

 

Zu sehen ist „Zauberklang – Märchen mit Musik“ morgen ab 15 Uhr in der Nikolauskapelle, Marktstraße 56, der Eintritt kostet 4,50 Euro.

 

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