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Selbstmord: Tödlicher Schuss bei der Stadtpolizei

Im Frankfurter Ordnungsamt hat sich gestern Morgen ein Stadtpolizist erschossen. Die Mordkommission ermittelt. Aus Behördenkreisen ist zu hören, dass die Tat wahrscheinlich keinen dienstlichen Hintergrund hat.
Der Stadtpolizist erschoss sich in einem Toilettenraum des Ordnungsamts. Die Arbeit der Behörde war durch den Vorfall nicht beeinträchtigt. Der Stadtpolizist erschoss sich in einem Toilettenraum des Ordnungsamts. Die Arbeit der Behörde war durch den Vorfall nicht beeinträchtigt.
Frankfurt. 

Entsetzen und Trauer im Frankfurter Ordnungsamt: Ein 46 Jahre alter Stadtpolizist hat sich gestern in einer Toilette der Behörde in der Kleyerstraße (Gallus) erschossen. Landespolizei-Sprecher André Sturmeit bestätigte den Vorfall, über den die Bild-Zeitung am Morgen auf ihrer Internetseite berichtete, auf Nachfrage. Der Stadtpolizist habe sich wahrscheinlich gegen 7.30 Uhr in einem Toilettenraum im Erdgeschoss eingeschlossen und seinem Leben dann mit seiner Dienstpistole ein Ende gesetzt. Einen Schuss habe niemand gehört. Ein Kollege des Stadtpolizisten habe dessen Leichnam gefunden. Das Kommissariat 11 des Frankfurter Polizeipräsidiums habe, wie in solchen Fällen üblich, die Ermittlungen aufgenommen, sagte Sturmeit. Es spreche alles für einen Suizid, ein Fremdverschulden könne ausgeschlossen werden.

Es ist das zweite Mal innerhalb eines Monats, dass aus der Stadtpolizei – der mit 190 Mitarbeitern größten Abteilung des Ordnungsamts – schlechte Nachrichten dringen: Am 10. Juni war das Verschwinden einer Dienstwaffe bekannt geworden, die ein Beamter am 4. Juni kurzzeitig auf der Toilette vergessen hatte. Polizeisprecher Sturmeit betonte, dass zwischen den beiden Fällen keinerlei Verbindung bestehe. Der Waffenträger habe am Montagmorgen mit seiner eigenen Pistole geschossen. Außerdem sei er in einer anderen Abteilung der Stadtpolizei tätig gewesen als der Mitarbeiter, dessen Pistole abhandenkam.

Aus dem Ordnungsamt war gestern keine Stellungnahme zu Vorfall zu bekommen. „Aus Respekt vor den Angehörigen und wegen der laufenden Ermittlungen“, wie Sprecher Ralph Rohr betonte. Aus verschiedenen Behördenquellen war jedoch zu erfahren, dass die Gründe für die Tat sehr wahrscheinlich nicht in der dienstlichen, sondern in der privaten Sphäre liegen. In der Vergangenheit hatte es schon einmal einen Freitod im Ordnungsamt gegeben. Dieser liegt aber schon einige Jahre zurück. Die am 4. Juni verschwundene Dienstwaffe ist übrigens noch nicht wiederaufgetaucht.

(chc)
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