E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 18°C

Touchdowns am Bornheimer Hang

Von Das Volksbank Stadion bekommt Zuwachs. Ab der nächsten Saison sollen die American Footballer der Galaxy in Frankfurts zweitgrößter Arena spielen. Die Gespräche stehen kurz vor dem Abschluss.
Der Kampf ums „Ei“: Tyler Phillips und Peter Manns (Universe) wehren den Pass ab – dieses tolle Spiel der Frankfurt Pirates gegen Frankfurt Universe war im August beim Frankfurt Bembel II in der Commerzbank Arena zu erleben. 	Fotos: Marc Schüler Bilder > Der Kampf ums „Ei“: Tyler Phillips und Peter Manns (Universe) wehren den Pass ab – dieses tolle Spiel der Frankfurt Pirates gegen Frankfurt Universe war im August beim Frankfurt Bembel II in der Commerzbank Arena zu erleben. Fotos: Marc Schüler
Frankfurt. 

Seit dieser Saison ist das Volksbank Stadion am Bornheimer Hang ziemlich verwaist. Lediglich die Zweitliga-Kicker des FSV Frankfurt tragen hier ihre Heimspiele aus: 17 Begegnungen. Bis zum Sommer gingen hier auch noch die U 23-Mannschaften der Frankfurter Eintracht und des FSV auf Torejagd, doch die Teams wurden aus finanziellen Gründen abgemeldet. Ab dem Frühjahr 2015 sollen nun die American Footballer der Galaxy im Volksbank Stadion ihre Touchdowns erzielen.

„Es ist noch nichts unterschrieben“, sagt zwar Jens-Uwe Münker, Geschäftsführer Organisation beim FSV Frankfurt. Der Fußball-Zweitligist ist nicht nur Nutzer der Arena, sondern zugleich auch Betreiber. Aber man sei auf „einem guten Weg“, bestätigt Münker die Aussagen des Geschäftsführer der Frankfurter Football Betriebs GmbH & Co. KG (FFB), Matthias Mämpel. Der rechnet mit dem Abschluss der Verhandlungen „in einigen Wochen“.

Münker macht auch keinen Hehl daraus, dass die Auslastung am Bornheimer Hang nur mit den Heimspielen des FSV zu wenig sei, um die Arena wirtschaftlich zu betreiben. „Als Stadionbetreiber brauchen wir zusätzliche Auslastungen.“ Ein Länderspiel der deutschen Frauenfußballnationalmannschaft vor fast einem Jahr und ein paar Firmen-Events reichten einfach nicht aus.

Mit dem Wegfall der beiden U 23-Mannschaften ist der Weg nun frei geworden, American Football wieder nach Frankfurt zurückzuholen. Denn Universe Frankfurt, die ab der kommenden Spielzeit wieder als Galaxy Frankfurt unter ihrem alten Namen antreten werden, trägt in dieser Saison die Heimspiele fast ausschließlich in Rüsselsheim aus. Nur die Derbys gegen die Frankfurt Pirates wurden in der Commerzbank Arena gespielt.

 

Potenzial ist vorhanden

 

Mit der Gründung der FFB GmbH & Co. KG wollen die Verantwortlichen wieder an alte Zeiten anknüpfen, als die Galaxy in der damaligen NFL Europe nicht nur Titel sammelte, sondern auch regelmäßig über 30 000 Zuschauer anlockte. Ganz so viele Fans werden es wohl nicht werden, auch wenn der angepeilte Aufstieg in die Germann Football League (GFL) 1 im kommenden Jahr gelingt. Aber das Potenzial von 5000 bis 10 000 Fans sei vorhanden. Das sieht man schon allein daran, dass innerhalb von vier Tagen 700 Vorbestellungen für die Legenden-Dauerkarten für die kommende Saison eingegangen sind.

Mämpel will vor allem die alten Galaxy-Fans wiedergewinnen. Die ersten Reaktionen zeigten, dass sie seit dem Aus im Jahr 2007, als der Spielbetrieb in der NFL Europe eingestellt wurde, auf das neue Galaxy-Team gewartet hätten. Da ist das Volksbank Stadion mit seiner Kapazität von 12 542 Zuschauern genau richtig, um ein stimmungsvolles Ambiente für den ur-amerikanischen Sport zu schaffen.

 

Legendäre Powerpartys

 

Ganz wie in alten Zeiten sollen die Spiele von einem Unterhaltungsprogramm für die ganze Familie begleitet werden, kündigte Mämpel an: Grillen, ein Familien-Park und die legendären Powerpartys mit Bühnenshows, Live- und Cheerleader-Auftritten vor den Spielen sollen begeistern. Bescheidenheit scheint ohnehin nicht zum FFB-Geschäftsführer zu passen. Als Ziel hat er vorgegeben, dass die Galaxy unter die Top-Drei-Teams in Europa vorstoßen soll.

Aber das ist Zukunftsmusik. Zuerst muss die Stadionfrage endgültig entschieden werden. Probleme zwischen Fußballern und Footballern sieht FSV-Geschäftsführer Münker wenige, denn die Saisongestaltung der Footballer sei „sehr flexibel“. Die sieben Heimspiele könnte die Galaxy in der Sommerpause der Fußballer austragen. Jetzt seien Detailfragen zu klären. So geht es unter anderem um die Belastung des Rasens durch Football. Münker: „Wir werden in Ruhe eine Lösung finden, die für alle passt.“

Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen