Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer
2 Kommentare

Bonobo-Jungtiere gestorben: Tragödie im Frankfurter Zoo: Drei Affen tot

Traurige Nachrichten aus dem Frankfurter Zoo: Gleich drei Affen aus dem Borgori-Wald sind tot. Besonders tragisch: Das Schicksal zweier Jungtiere.
Musste eingeschläfert werden: Bonobo-Mann Ludwig. Foto: Matthias Besant Musste eingeschläfert werden: Bonobo-Mann Ludwig.
Frankfurt.  Traurige Nachrichten aus dem Menschenaffenhaus Borgori-Wald: Trotz aller Bemühungen konnten zwei erkrankte Bonobo-Jungtiere nicht gerettet werden. Damit nicht genug: Der 32 Jahre alte Bonobo-Mann Ludwig musste eingeschläfert werden.

„Wir sind sehr betrübt über den Verlust der beiden Bonobo-Jungtiere“, wird Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch in einer am Dienstag veröffentlichten Pressemitteilung des Zoos, „Unsere Tierärztinnen und unsere Tierpfleger haben den größtmöglichen Einsatz gezeigt, aber die Tiere nicht retten können. Die Untersuchung im Deutschen Primatenzentrum in Göttingen hat inzwischen erwiesen, dass die Kleinen an einer sehr schweren Lungen- und Mandelentzündung litten.“

Schon seit Tagen wurden die Bonobos gegen den Infekt behandelt, der sich in der Gruppe festgesetzt hatte. Allerdings: „Jungtiere gehören zu den schwächsten Gruppenmitgliedern mit dem am wenigsten ausgeprägten Immunsystem und sind deshalb auch am anfälligsten für Infektionen“, erläutert Niekisch.
War eigentlich schon wieder auf dem Weg der Besserung: Jungtier Tikala. Bild-Zoom Foto: Sascha Klacke
War eigentlich schon wieder auf dem Weg der Besserung: Jungtier Tikala.
Die dreijährige Tikala war eigentlich schon wieder auf dem Weg der Besserung, bei ihr hatten die Medikamente offenbar gut angeschlagen. Und dennoch verstarb das Tier am Samstag, den 7. Januar, unerwartet.

Mutter Mixi und auch einige andere Mitglieder der Gruppe trugen das tote Jungtier noch einige Zeit mit sich herum. „Ein natürlicher Vorgang, der es den Tieren ermöglicht, Abschied zu nehmen“, so Niekisch. Auch bei der erst ein Jahr alten Wolo ging alles sehr schnell. Sie wurde am Sonntag um die Mittagszeit als auffällig gemeldet. Mutter Bashira musste in Narkose gelegt werden, um an das gut behütete Jungtier zu gelangen.

Trotz nach Angaben des Zoos intensiver medizinischer Versorgung konnte Wolo aber nicht gerettet werden. Die gute Nachricht ist, dass es der eineinhalbjährigen Visola gut geht. Sie scheint den Infekt überwunden zu haben und zeigt derzeit keinerlei Symptome.
Bashiras Baby, die einjährige Wolo. Bild-Zoom Foto: Matthias Besant
Bashiras Baby, die einjährige Wolo.


„Traurig“, so der Zoodirektor, „ist auch der Verlust unsers Zuchtmanns Ludwig, den viele unserer Besucherinnen und Besucher gut kannten. Sein Tod steht in keinerlei Zusammenhang mit dem der Jungtiere. Mit 32 Jahren war Ludwig einer der ältesten Bonobo-Männer in menschlicher Obhut. In letzter Zeit ging es ihm immer schlechter, was auch seine Position in der ohnehin von den Weibchen dominierten Gruppe sehr schwächte.

“Möglicherweise hatte Ludwig einen Schlaganfall. Einige Symptome wiesen darauf hin. Wir vermuten daher“, so Niekisch, „dass die Weibchen Ludwigs Schwäche gespürt haben und ihn aus der Gruppe vertreiben wollten.“ Der Bonobo wurde daher vor einiger Zeit von der Gruppe getrennt und veterinärmedizinisch behandelt. Als sich sein Zustand am Montag akut verschlechterte, entschloss sich die Zooleitung dazu, Ludwig einschläfern zu lassen. Den Grund für seinen schnellen körperlichen Verfall untersucht nun ebenfalls das Deutsche Primatenzentrum.
Bilderstrecke Gorilla-Nachwuchs im Frankfurter Zoo: Ganz entspannt im Hier und Jetzt
Erst sechs Tage alt und noch namenlos ist dieses Gorilla-Baby, das sich am 21.09.2016 im Zoo von Frankfurt am Main in das Fell seiner Mutter "Shira" kuschelt. Die Flachland-Gorillas gehören zu den Hauptattraktionen des Zoos.Das Geschlecht des Babys konnte noch nicht festgestellt werden, weil es sich immer eng an seine Mutter klammer.
Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse