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Nach Red-Bull-Klage: „Traumkuh“ freut sich über Umsatz-Plus

Von Ein Träumchen für die Traumkuh: Die Klage vom Energy-Drink-Hersteller Red Bull hat dem Burgerladen auf der Bergerstraße neue Kunden und mehr Bekanntheit gebracht. Die Besitzer ziehen nach eineinhalb Monaten Bilanz.
Jalal Sharaf, Mitinhaber der nunmehr „Traumkuh", ehemals "Guten Bullen“ (im Hintergrund) dachte an einen Scherz. Doch der Namensstreit war bitterer Ernst. Jalal Sharaf, Mitinhaber der nunmehr „Traumkuh", ehemals "Guten Bullen“ (im Hintergrund) dachte an einen Scherz. Doch der Namensstreit war bitterer Ernst.
Frankfurt.  „Unser Umsatz ist seit dem um 10 Prozent gestiegen", bilanziert der Teilinhaber Jalal Sharaf nach der Unterlassungs-Klage vom Energy-Drink-Hersteller Red Bull. "Viele Frankfurter haben sich mit uns solidarisiert. Wir haben neue Kunden gewonnen. Viele haben mitgefühlt und uns ausgefragt, weil sie die Aktion richtig komisch fanden.“

Als die Red-Bull-Klage im August ins Haus flatterte, hielten die Betreiber des Burgerladens "Guter Bulle" sie noch für einen Witz. „Wir konnten es erst gar nicht glauben.“ Doch das blieb nicht lange so. Der Konzern warf dem Restaurant "Markenverletzung und unlauterem Wettbewerb" vor. Und das Landgericht Düsseldorf gab ihm Recht. Denn der Energy-Drink-Hersteller hat sich die Marken-Patentrechte an dem deutschen Wort „Bulle“ gesichert – und zwar nicht nur für Brausegetränke, sondern auch für Gaststätten und Schnell-Imbisse. Möglich ist das, weil das Wort „Bulle“, verwendet im Gastronomie-Kontext, so weit entfernt ist von seiner gebräuchlichen Verwendung im zoologischen Kontext, dass Red Bull hier eigene Ansprüche geltend machen darf.

Und wie ging es nach dem Urteil weiter? Erst einmal musste der Burger-Laden 13 000 Euro Schadensersatz zahlen. Dann musste ein neuer Name her - "Traumkuh" - und alle Gegenstände, die den ursprünglichen Namen trugen, mussten umgelabelt werden. Das kostete die Betreiber nochmal rund 8 000 Euro. Doch trotz all der Kosten ist Jalal Sharaf zufrieden: Durch die Umsatzsteigerung und den höheren Bekanntsheitgrad sei aus der Geschichte am Ende doch "was Positives geworden."

Das sagten Passanten zu der Geschichte:



So verkündeten die Burger-Laden-Betreiber auf Facebook ihre Namensänderung:

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