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Triathlon für Jedermann

Sie schwammen durch den Langener Waldsee, strampelten auf der Fahrradroute und kämpften sich auf der Laufstrecke ins Ziel: 1700 Sportler schwitzten gestern beim 4. Frankfurt City Triathlon, 10,000 Besucher jubelten ihnen zu.
Geschafft! Großer Jubel beim Zieleinlauf. Fotos: Rainer Rüffer Bilder > Geschafft! Großer Jubel beim Zieleinlauf. Fotos: Rainer Rüffer
Frankfurt. 

Das Besondere des Wettkampfs ist, dass er neben den Profis auch dem breiten Publikum mit einer Jedermann-Strecke offen steht. Die Starter bewältigen die olympische Triathlon-Distanz (1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren, 10 Kilometer Laufen). Wer die Amateur-Version nimmt, muss 400 Meter im Wasser, zwölf Kilometer im Sattel und fünf Kilometer zu Fuß zurücklegen. Was los war im Ziel, schildert FNP-Mitarbeiterin Julia Rösch.

Glücklich. Strahlend liefen sie durchs Ziel, die Jedermänner: Johanna Leja und Harald Zemke freuten sich über den ersten Platz auf der Kurzstrecke; Sie brauchte 57 Minuten, er 46. Auf der olympischen Distanz erklomm die Frankfurterin Natascha Schmitt mit einer Siegerzeit von zwei Stunden, neun Minuten und 45 Sekunden zum zweiten Mal das Siegertreppchen, bei den Männern konnte sich Sebastian Kienle, Vize-Europameister beim Ironman 2012, mit einer Zeit von einer Stunde, 54 Minuten und 31 Sekunden durchsetzen.

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Sonnenanbeter. Auch wenn die Sonne sich gestern öfters hinter einer Wolkendecke versteckte - gefährlich für die Haut waren ihre Strahlen dennoch. Deswegen verteilten Mitarbeiter der Aktion „Schatten, Shirt und Sonnencreme - Sportler gegen Hautkrebs“ kostenlose Päckchen mit Sonnencreme. Die Kampagne soll darauf aufmerksam machen, wie wenig sich die Haut selbst schützen kann, erklärt Hautarzt Barthold Hornung: „Wenn man beispielsweise Hauttyp 2 ist, also Sommersprossen, helle Augen und Haut hat und nur langsam braun wird, verträgt man nur etwa zehn Minuten ohne Creme in der Sonne.“ Er empfiehlt, sich ordentlich einzucremen und möglichst lange, luftige Kleidung zu tragen - wenn möglich, auch beim Sport.

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Einsatzbereit. Insgesamt 600 freiwillige Helfer sorgten dafür, dass beim Triathlon alles glatt lief: zum Beispiel als Cheergirl, so wie Miriam. Die 21-Jährige stand mit ihren Freundinnen an der Zielgeraden, um die Läufer auf den letzten Metern anzufeuern. „Klar ist das anstrengend, so lange in der Sonne zu warten“, sagt sie. „Aber wenn die Sportler motiviert sind, sind wir es auch.“ Normalerweise tanzen die jungen Frauen in der Gardetanzgruppe der Heddemer Käwwern - „daher wissen wir, wie man Stimmung macht“.

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Alle sauber. „Der City Triathlon wurde 2010 ins Leben gerufen, um auch weniger trainierten Hobbysportlern die Möglichkeit zu geben, bei so einem Event mitzumachen“, berichtet Organisatorin Annette Gasper, die mit Sportdezernent Markus Frank (CDU) den Startschuss am Waldsee gab. Ob Doping auch eine Rolle spielt? „Der Triathlonverband schreibt für unsere Veranstaltung zwar keine Kontrolle vor. Ich habe aber den Eindruck gewonnen, dass den Sportlern ein sauberer Wettkampf sehr am Herzen liegt. Allerdings ist die Ausrüstung sehr viel professioneller geworden: Auch die Jedermänner treten jetzt mit Profi-Sportkleidung und teuren Rädern an.“

Bilderstrecke Rückblick: City-Triathlon 2013 in Frankfurt
Schwimmen, Radeln, Laufen: Am Sonntag, 4. August, startete der Frankfurt City Triathlon zum vierten Mal vom Langener Waldsee. Mit dem Rad ging es dann nach Frankfurt weiter.

<br><br>Fotos: Rüffer (11), Jost (27)Neben der olympischen Distanz über 1,5 Kilometer Schwimmstrecke, 40 Kilometer per Rad und 10 Kilometer Laufstrecke......können Hobbysportler oder Einsteiger nach eigenen Möglichkeiten die Jedermann-Distanz bestreiten.

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Nüchtern. Nanu, überall nehmen die Triathleten große Schlucke aus Bierflaschen; wo bleibt denn da der Sportsgeist? Entwarnung: Das Bier ist isotonisch, ein großartiger Durstlöscher - und alkoholfrei.

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Gutes Gefühl. Annette Keisers ist mit ihrer Schwester und deren Kollegen extra aus der Nähe von Düsseldorf angereist. Gemeinsam starten sie in der olympischen Staffel - jeder von ihnen übernimmt eine Disziplin. Keisers war mit Laufen dran: „Ich bin sehr zufrieden, wir haben zwei Stunden und 50 Minuten gebraucht“, freut sie sich. „An so einem Wettkampf teilzunehmen, fühlt sich gut an - vor allem, wenn man am Ziel bejubelt wird und weiß: Ich hab’s geschafft.“

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Alles ruhig. Die Mitarbeiter vom Deutschen Roten Kreuz hatten wenig zu tun: „Nur zehn Sportler kamen zu uns, alle wegen Kreislaufschwierigkeiten“, sagt Sanitäter Alexander Dietz. Auch die Polizei freut sich über einen ruhigen Ablauf. Nur Stephan Waldschmidt vom ersten Polizeirevier ist etwas betrübt: „Die allerletzte Läuferin mussten wir mit dem Fahrrad begleiten. Sie ist nicht rechtzeitig angekommen; wir mussten vorher die Strecke schließen, damit der Verkehr rechtzeitig wieder fließen kann.“

Die Damen warten auf ihren Start: In den rosa Badekappen gingen sie auf die 800 Meter lange Schwimmstrecke durch den Waldsee.
Munterer Start am Waldsee

Am Frankfurt City Triathlon nahmen Sportler aus Langen und Dreieich teil. Auch Athleten aus den Partnerstädten waren dabei.

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