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Frankfurt U-Bahn Tunnelbau: U-Bahn wird 55 Millionen teurer

Der Bau der U-Bahn ins Europaviertel wird voraussichtlich rund 55 Millionen Euro teurer als geplant. Grund dafür sind unerwartete Schwierigkeiten beim Tunnelbau. Die Fertigstellung der Strecke verzögert sich um ein weiteres Jahr bis 2020.
Foto: dpa/Symbolbild
Frankfurt. 

Seit 13 Jahren wird an der U-Bahn ins Europaviertel geplant. Nächstes Jahr sollten die Bauarbeiten endlich starten, 2019 sollten die ersten Züge der Linie U 5 über den Hauptbahnhof hinaus in den neuen Stadtteil fahren. Doch Bewohner und Firmen müssen sich noch länger gedulden.

Dabei schien Anfang dieses Jahres alles klar zu sein: Nach längerem Hin und Her hat die schwarz-grüne Koalition im Römer entschieden, die knapp drei Kilometer lange Strecke nur zum Teil im Tunnel zu bauen. Die Hälfte der Gleise soll oberirdisch auf dem Europa-Boulevard verlegt werden. 80 Millionen Euro werden dadurch eingespart – das Land hätte eine komplett unterirdische Streckenführung nicht bezuschusst. Auf 217 Millionen Euro wurden die Gesamtkosten geschätzt, als das Stadtparlament im Sommer der Bau- und Finanzierungsvorlage zustimmte. Das Planfeststellungsverfahren wurde eingeleitet. Um Zeit zu sparen, begann ein Ingenieurbüro parallel dazu mit der Ausführungsplanung.

Was die Fachleute dann vor wenigen Wochen feststellten, war ein Schock für Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne): Der Tunnel im östlichen Teil der Strecke und die Station Güterplatz lassen sich nicht wie geplant bauen! Das preisgünstige Spritzbetonverfahren würde zu unlösbaren Problemen mit dem Grundwasser führen. Zum Schutz der Bauarbeiter müssten außerdem aufwendige Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Die Fachleute des Regierungspräsidiums Darmstadt kommen zu dem gleichen Ergebnis wie das Planungsbüro.

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