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Für 30 Millionen Euro: Uniklinik: Neuer Hörsaal für 550 Medizinstudenten

Von Zwei neue Gebäude auf dem Gelände der Universitätsklinik sind der Ausbildung von Medizinstudenten gewidmet. Gestern wurden die Neubauten offiziell eingeweiht. Sie haben 30 Millionen Euro gekostet – fünf Millionen Euro kommen vom Fachbereich Medizin, der Rest vom Land.
Ein Blick in den neuen Hörsaal im Audimax an der Universitätsklinik, hier nehmen große Gruppen von Studenten an Vorlesungen teil. Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA Ein Blick in den neuen Hörsaal im Audimax an der Universitätsklinik, hier nehmen große Gruppen von Studenten an Vorlesungen teil.
Frankfurt. 

Medicum und Audimax heißen die beiden Gebäude, die gestern am Klinikum der Goethe-Universität eingeweiht wurden. Sie dienen der Lehre, neben Forschung und Patientenbehandlung – der dritte Zweck einer Universitätsklinik. Bernadette Weyland hatte dabei, wie sie sagte, ihren letzten Auftritt als Staatssekretärin für das hessische Finanzministerium – sie kehrt nach Frankfurt zurück, will neue Oberbürgermeisterin werden.

Langjährige Umbauten

Die Aus- und Umbauarbeiten an der Uniklinik laufen schon seit Jahren. Wissenschaftsminister Boris Rhein rechnet: „Am Campus in Niederrad investiert das Land rund eine Milliarde Euro für Gebäude.“ Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz, Vizepräsident der Goethe-Universität, lobte die Klinik und gestand: Nach einem Schulterbruch beim Skifahren in Österreich ließ er sich lieber in der Uniklinik Frankfurt behandeln als in Österreich, Schubert-Zsilaveczs Heimat.

Sie alle feierten im neuen Audimax. Dies ist ein großer Hörsaal, ein Hörsaal mit 550 Sitzplätzen. So etwas hat bislang gefehlt am Uni-Standort Niederrad, beginnen doch in jedem Semester rund 400 Medizin- und 100 Zahnmedizinstudenten ihr Studium. Bislang musste diese Gruppe für große Vorlesungen geteilt werden, weil es keine hinreichend großen Räume gab.

Mit dem Audimax unweit der Auto-Einfahrt zum Klinikgelände ist dies jetzt anders. Das Audimax verfügt zudem über Seminarräume und Caféteria. Die Kosten für das Audimax haben elf Millionen Euro betragen. Mit 19 Millionen Euro ist das Medicum noch teurer. Das dreistöckige Gebäude steht hinter dem Klinik-Hauptgebäude (Haus 23) und dient, wie das Audimax, der Lehre. Im Untergeschoss befindet sich ein großer Prüfungssaal mit 220 Plätzen. „Wir sind im Begriff, elektronische Prüfungen auszugeben“, sagte Prof. Josef Pfeilschifter, Dekan des Fachbereichs Medizin.

Demnach bekommen die Studenten bei der Prüfung Laptops, mit denen sie die Aufgaben aufrufen und beantworten können. Für die Tutoren geht die Auswertung der elektronischen Arbeiten einfacher, statt Handschriften entziffern zu müssen. Im Prüfungsraum im Medicum können elektronische Prüfungen abgelegt werden. In den Arbeitstischen sind passende Steckdosen eingebaut.

Puppen wiederbeleben

Neben verschiedenen Gruppenräumen und Lernlaboren findet sich im Medicum im ersten Stock schließlich eine komplette Klinik – eine Klinik für Simulationen. Hier können Studenten, ehe sie in den Semesterferien ihre Praktika belegen, die wichtigsten Handgriffe zur Vorbereitung üben.

Möglich sind Untersuchungen und Wiederbelebungen an sechs Reanimationspuppen, mit Schauspielern üben die Medizinstudenten das Gespräch mit den Patienten. Das „Finest“, wie die Klinik heißt, war vor Eröffnung des Medicums über verschiedene Standorte auf dem Klinikgelände verteilt.

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