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Wildkräuterseminare und -führungen: Unkraut hilft, gesund zu bleiben

Seit vielen Jahren leitet die Bonameserin Regine Ebert Wildkräuterseminare und -führungen. Ihre Veranstaltungen finden in Frankfurt, aber auch im Taunus statt. Mit ihr sprach unser Reporter Andreas Haupt.
Viele ihrer Kräuter sammelt Regine Ebert entlang des Eschbachs. Regelmäßig bietet sie in Frankfurt und Umgebung Kräuterführungen und -seminare an. Foto: Leonhard Hamerski Viele ihrer Kräuter sammelt Regine Ebert entlang des Eschbachs. Regelmäßig bietet sie in Frankfurt und Umgebung Kräuterführungen und -seminare an.

Er ist einer der eher unerkannten Ehrentage: Der Tag des Unkrauts. Erfunden wurde er im Jahr 2003 von amerikanischen Garten-Bloggern. Seitdem wird er jährlich am 28. März begangen. Aber wer bestimmt, was ein Unkraut und somit unerwünscht ist? Was den einen stört, kann für andere durchaus willkommen oder gar gesund sein. Der „Tag des Unkrauts“ will dazu anregen, nicht vorschnell zu urteilen, was gut ist und was nicht.

Der Frühling hat offiziell gerade erst begonnen. Kann man trotzdem schon auf Kräutersuche gehen?

REGINE EBERT: Ja, die Natur gibt uns genau das, was wir zu dieser Jahreszeit brauchen. Jetzt wachsen viele Pflanzen, die den Stoffwechsel anregen, die wie Bärlauch etwa reinigend für den Körper wirken. Er hilft dem Körper, Stoffwechselprodukte besser auszuscheiden. Diese haben sich im Winter, in dem wir eher träge sind, angesammelt. Brunnenkresse oder Löwenzahn sind gut für die Lebensgeister und regen das Immunsystem an.

Welche Kräuter findet man zurzeit denn noch?

EBERT: Toll wächst im Frühjahr das Scharbockskraut. Scharbock ist ein altes Wort für Skorbut, also Vitamin-C-Mangel. Und Scharbockskraut hat viel Vitamin C. Man muss es jetzt pflücken, denn bald blüht es und zieht sich danach wieder zurück – und ist nicht mehr zu sehen. Aber auch Wiesenlabkraut gibt es jetzt, das nach jungen Erbsen schmeckt. Kerbel ist eines der ersten Kräuter, die wachsen. Er sieht aus wie Karottenkraut. Aber man muss vorsichtig sein, denn er ist leicht mit anderen, giftigen oder unverträglichen Kräutern zu verwechseln. Auch von Kräutern mit tulpenähnlichen Blättern sollte man sich hüten, denn viele davon sind giftig.

Das bedeutet, man muss vorsichtig sein und sich tatsächlich jedes Blatt einzeln anschauen?

EBERT: Ja, man sollte auch nicht Kräuter mit der Sichel abschneiden, sondern sie einzeln pflücken, damit keine Fehler passieren. Eine Dame, die ich kenne, hat aus Versehen Maiglöckchen in ihren Smoothie getan. Das kann tödlich sein. Man sollte nur Kräuter pflücken, die man genau kennt.

Wie lange benötigt man, bis man sich so gut auskennt, dass man selbst Kräuter pflücken kann?

EBERT: Nach einer Kräuterführung, wie ich sie anbiete, kann sich auch ein Anfänger mindestens drei Kräuter merken. Wenn man damit anfängt und übt, wird man schnell sicher. Bei einer weiteren Führung kann man sich drei weitere merken und so fort. Am Ende einer Saison kann man sich dann schon recht gut selbst versorgen.

Kann man auch in der Großstadt Kräuter sammeln?

EBERT: Ja. Wo Hunde entlang laufen, an vielbefahrenen Straßen oder überdüngten Wiesen sollte man aber vorsichtig sein. Gute Plätze sind am Waldrand, denn dort gibt es oft eine große Vielfalt an Pflanzen. Man kann in den Günthersburgpark oder zu den Liegewiesen des Bugageländes an der Nidda, wo Hunde verboten sind. Aber auch der Lohrberg, der Alte Flugplatz Bonames und einige Abschnitte der Nidda sind geeignet.

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