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Frankfurt: Verhandlungen um Rennbahn-Gelände: Urteil zur Rennbahn schon wieder verschoben

Der Streit um das Galopprennbahn-Gelände in Frankfurt wird immer mehr zur "unendlichen Geschichte". Eigentlich hätte in der nächsten Woche ein Urteil fallen sollen im Zwist zwischen der Stadt, dem DFB und dem Rennklub. Das muss aber warten. Warum?
Die Zuschauertribüne neben der Galopprennbahn in Frankfurt am Main. Die Zuschauertribüne neben der Galopprennbahn in Frankfurt am Main.
Frankfurt. 

Das Urteil im Prozess über die künftige Nutzung des Frankfurter Galopprennbahn-Geländes lässt auf sich warten: Die für kommenden Dienstag geplante Entscheidung in dem Rechtsstreit ist auf den 7. November verlegt worden, wie ein Sprecher des Frankfurter Landgerichts am Freitag mitteilte. Als Grund nannte er Unklarheiten über die Zuständigkeiten der jeweiligen Zivilkammern. Das Präsidium des Gerichts müsse die Akten daher abschließend prüfen.

Bilderstrecke Einblicke in die Geschichte der Galopprennbahn
Die Frankfurter Galopprennbahn blickt einer ungewissen Zukunft entgegen. Ab 2017 soll auf dem Gelände ein DFB-Leistungszentrum entstehen. Grund für uns, ein wenig im Archiv zu stöbern und einen Blick auf die Geschichte der Rennbahn zu werfen. Alle Fotos. ArchivDie feierliche Eröffnung fand am 20. August 1865 statt. Aus aller Welt strömten mondäne Landauer, Barouchen, Kaleschen und Phaetons zum Gelände. Prächtig - und vor allem friedlich - saßen nebeneinander der Herzog von Nassau, Prinz Nikolaus, Prinz Friedrich Wilhelm von Hessen, der Prinz of Wales, Prinz Alexander . . .. . . von Hessen und andere Herrscher, die sich ansonsten in den Jahren zuvor und danach auf diversen Kriegsfeldern trafen. Die Tribüne auf dem neu erschlossenen Gelände am Forsthaus war schon Tage davor ausverkauft.

In dem Verfahren geht es um die Kündigung des ursprünglich bis 2024 laufenden Nutzungsvertrages. Der Frankfurter Rennklub beharrt darauf, das Gelände bis zum Ablauf des Vertrages nutzen zu können. Die Kommune hält es dagegen für möglich, aus dem Vertrag aussteigen zu können, so wie es im Einklang mit der Rennbahn-Betreibergesellschaft geschehen sei.

Die Streitigkeiten zwischen dem Rennklub, der Stadt sowie der stadtnahen Betreibergesellschaft beschäftigen mittlerweile mehrere Gerichte in einer ganzen Reihe von Prozessen (wir berichteten). Die Stadt wirft dem Rennklub daher vor, auf Zeit zu spielen, um die zum Jahreswechsel vorgesehene Übergabe des Geländes an den Deutschen Fußballbund zu verhindern. Der DFB will dort ein über 100 Millionen Euro teures Leistungszentrum errichten. (lhe)

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