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Pro und Contra: Valentinstag: Der letzte S* oder bester Tag? Die Meinungen gehen auseinander!

Fliegen bei Euch heute die Herzchen durch die Luft oder würdet Ihr am liebsten heute Scheuklappen tragen? Der Valentinstag polarisiert - auch bei uns in der Redaktion.
Foto: dpa/fnp
PRO von Praktikantin Anna
 
Den Valentinstag zu hassen, liegt im Trend. Kaum einer würde wohl zugeben, mit seinem Partner oder seiner Partnerin an diesem Tag beim romantischen Candle-Light-Dinner zu sitzen, oder sich gar ein Geschenk zu machen. Die Kommerzialisierung des Tages nimmt absurde Formen an.  So kann man am 14. Februar ein romantisches 3-Gänge-Menü bei McDonalds zu sich nehmen.
Was man von den „perfekten Valentinstagsgeschenken“, die einem von jeder Schaufensterscheibe versprochen werden hält, darüber kann man streiten. Das Feiertage zum Sklaven des Kapitalismus gemacht werden, ist aber auch nichts Neues. Weihnachten und Ostern hat dasselbe Schicksal ereilt. Dabei ist der Valentinstag nicht, wie oft angenommen, der Kreativität der Blumenindustrie entsprungen. Der Tag geht tatsächlich auf den Heiligen Valentin zurück, einem Märtyrer der Katholischen Kirche, der im alten Rom heimlich christliche Liebespaare traute.
Bei all der kitschigen Lächerlichkeit des Konsums sollte man aber auch mal ehrlich zu sich selbst sein. Wer schon länger in einer festen Beziehung  lebt, gerät irgendwann eben in einen Alltagstrott.  Da überdecken Streitereien über den Abwasch oder fehlende Zeit füreinander häufiger mal die Romantik. Also: Ist es wirklich so schlimm, einen Tag zu haben, an dem man mal an die Personen denkt, die man liebt? Ist es wirklich so schlimm, das in Form einer kleinen Aufmerksamkeit zu zeigen? Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, dass es diesen Tag gibt. Immerhin wird man so mit Pauken und Trompeten daran erinnert, wie viel Glück man mit seiner besseren Hälfte hat.
 
 
 
CONTRA von Praktikantin Kristin
 
Es mag zwar sein, dass der Tag christlichen Ursprungs ist, die Instrumentalisierung durch Einzelhandel und Gastronomie kann diese Tatsache aber locker überdecken. Schon Wochen vor dem 14. Februar kann man keine Chocolaterie, kein Blumengeschäft, keine Buchhandlung betreten, ohne mit rosa Herzen bombardiert zu werden. Respekt, wer da am großen Tag noch romantische Gefühle aufbringt.
Sicher, im Beziehungsalltag bleibt die Zweisamkeit manchmal auf der Strecke. Dass ein bisschen Abwechslung Abhilfe schaffen kann, bestreitet niemand. Nur: Ist es nicht irgendwie auch Routine, wenn man jedes Jahr am 14. Februar wie auf Knopfdruck wieder die Verliebtheit der ersten Beziehungsmonate rauskramt? Geplante Romantik ist doch paradox. Also lieber mal den Partner überraschen, statt sich auf ein Datum zu fixieren. Ein Candle-Light-Dinner ist auch viel schöner, wenn das Restaurant nicht aus allen Nähten platzt.
 
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