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Zwei Ortsbeiräte streiten: Verfahrene Situation auf der Pfaffenwiese

Es ist eine Posse: Zwei Ortsbeiräte streiten sich darum, ob und wo an der Pfaffenwiese Schilder auf die Benutzungspflicht des Radwegs hinweisen. Dabei wird derzeit der Ton recht rau.
Hier stehen an der Pfaffenwiese drei Schilder hintereinander, die auf die Radweg-Benutzungspflicht hinweisen. CDU-Ortsbeirat Bauschmann sagt nun, er habe von anderen Abschnitten gesprochen. Hier stehen an der Pfaffenwiese drei Schilder hintereinander, die auf die Radweg-Benutzungspflicht hinweisen. CDU-Ortsbeirat Bauschmann sagt nun, er habe von anderen Abschnitten gesprochen.
Zeilsheim. 

„Lüge“ wirft der Zeilsheimer CDU-Ortsbeirat Bernd Bauschmann seinem Kollegen von den Grünen, Thomas Schlimme, vor, und Schlimme will das nicht auf sich sitzen lassen. Es geht um die Radwege an der Pfaffenwiese. Bauschmann hatte einen Antrag dazu gestellt, der für viel Aufsehen gesorgt und ihm Anfeindungen im Stadtteil ausgesetzt hatte: Er hatte vorgeschlagen, die Radwege längs der Straße wegzubrechen und stattdessen auf der Fahrbahn zu markieren. So bekämen die Kastanien besser Luft, und ohnehin sei die Radwege-Benutzungspflicht dort wegen der Wurzelaufbrüche durch die Kastanien bereits aufgehoben.

Große Entrüstung

Bauschmann hat sich das nicht ausgedacht, sondern bezieht sich auf einen Plan zum Umbau von Bushaltestellen an der Pfaffenwiese, in dem die Radwegeführung so vorgesehen ist. Das konnte er jedoch vielen Zeilsheimern nicht vermitteln, die geradezu entrüstet von dieser Idee sind. Thomas Schlimme bezweifelte indes die Nachricht, dass die Benutzungspflicht bereits aufgehoben sei, und stellte einen eigenen Antrag: Er will die Radwege erhalten, zusätzlich aber auf jeder Straßenseite einen Streifen für die „schnelleren Radler“ markieren.

In der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats 6 eskalierte der Konflikt: Bauschmann zog seinen Antrag zurück, von dem er weiterhin der Ansicht ist, dass er sinnvoll sei: „Ich konnte den Zeilsheimern die Sinnhaftigkeit nicht vermitteln.“ Stattdessen unterstützte auch die CDU Schlimmes Antrag, von dem Bauschmann glaubt, dass er wegen der begrenzten Straßenbreite zu gefährlichen Begegnungen führe, etwa wenn Linienbusse auf der Fahrbahn fahrende Radler überholen. Der Konflikt über die angeblich aufgehobene Benutzungspflicht führte zu einem Wort- und E-Mail-Gefecht darüber, ob die entsprechenden Schilder – weißes Fahrrad auf blauem Grund – vorhanden oder, wie Bauschmann sagt, bereits seit Jahren abgebaut sind.

Beweisfotos gemacht

Schlimme fuhr am nächsten Tag mit dem Rad los und kam mit einer Serie von Schildern von der Pfaffenwiese zurück. Bauschmann sagt nun, Schlimme habe „durch geschicktes Fotografieren genau die Stellen ausgelassen“, die er in der Sitzung genannt habe. Die Nutzungspflicht sei nämlich abschnittsweise aufgehoben, „und das mittlerweile durch Google Streetview für jeden nachprüfbar seit mehr als mindestens 2008“. Schlimme wiederum gibt sich „erstaunt, dass Herr Bauschmann, der ja bekanntlich in Zeilsheim wohnt, lieber im Internet irgendwelche Google-Seiten aufruft, statt einfach mit offenen Augen durch seinen Stadtteil zu fahren“. Er fühlt sich vom CDU-Mann „unflätig beschimpft“, weil er es gewagt habe, ihm zu widersprechen.

(hv)
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