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13 Millionen für Gleise und Stationen: Verkehrsgesellschaft tauscht alte Schienen aus und sorgt für Barrierefreiheit

Von 3600 Meter Gleise und sechs Weichen sollen in den nächsten Monaten in Frankfurt ausgetauscht werden, sechs Straßenbahn- und zehn Bushaltestellen werden barrierefrei ausgebaut. 13 Millionen Euro investiert die VGF, die zudem ihre Informationspolitik verbessern will.
Die Haltestelle „Ginnheim“ ist bereits barrierefrei, jetzt werden die Gleise 4 und 5 verlängert. So können dort künftig auch Bahnen mit vier Wagen halten. Foto: Rainer Rüffer (Rueffer) Die Haltestelle „Ginnheim“ ist bereits barrierefrei, jetzt werden die Gleise 4 und 5 verlängert. So können dort künftig auch Bahnen mit vier Wagen halten.

Mit dem Kölner Dom vergleicht Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) das Schienennetz in Frankfurt. „Während man das Gebäude im Rheinland nie ohne Gerüst sieht, so gibt es bei uns immer irgendwo eine Baustelle“, spielt er damit auf die nächsten sechs Monate an. 19 Baustellen hat die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) für die Zeit von September bis Februar aufgelistet, rund 13 Millionen Euro wird sie in die Erneuerung von Gleisen und Weichen sowie den barrierefreien Ausbau von Haltestellen investieren.

Viele Gleise liegen bereits seit fast 40 Jahren, zudem sei die Stadt gesetzlich verpflichtet alle Haltestellen bis 2022 barrierefrei auszubauen, erklärt Oesterling. Bei den Straßen- und U-Bahnen werde das wohl auch funktionieren, mit den Bushaltestellen werde man wahrscheinlich etwas später fertig.

Am meisten gebaut werden wird im nächsten halben Jahr im Frankfurter Süden, besser gesagt auf der Strecke der Straßenbahnlinie 12 zwischen den Haltestellen „Waldfriedhof“ und „Rheinlandstraße“. Vom 25. September bis 28. Oktober werden auf einer Länge von 1,2 Kilometern die Gleise ausgetauscht, zwischen „Rheinlandstraße“ und der S-Bahn-Haltestelle Niederrad wird ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Anders als bei den jüngsten Baumaßnahmen auf der Strecke, als die Fahrgäste in der Bürostadt vom Bus in die Straßenbahn und am Bahnhof in die S-Bahn umsteigen mussten. „Wir haben die Kritik ernst genommen und nachgearbeitet. So vermeiden wir den doppelten Umstieg“, erklärt Michael Rüffer, Technischer Geschäftsführer der VGF.

Neue Bushaltestellen

Zudem werden auf der Strecke die Haltestellen „Waldau“, „Waldfriedhof Goldstein“, „Harthweg“ und „Rheinlandstraße“ barrierefrei ausgebaut. Ebenso wie die Straßenbahn-Haltestellen „Alt-Fechenheim und „Louisa Bahnhof“. Bis ende des Jahres sollen außerdem zehn Bushaltestellen, verteilt über das gesamte Frankfurter Stadtgebiet, barrierefrei sein.

Derweil gibt es bei den U-Bahn-Haltestellen nach wie vor drei Sorgenkinder. Die Stationen „Westend“, „Römerstadt“ und Niddapark“ sind immer noch nicht barrierefrei. „Die Planungen für die Haltestelle ’Westend’ gefiel dem Ortsbeirat nicht, wir haben nachgearbeitet und können die Pläne in der Septembersitzung vorstellen“, so Klaus Oesterling. In der Römerstadt gebe es Probleme mit der Topographie, die Vorplanungen laufen. Als „Kuriosum“ bezeichnet er die Haltestelle „Niddapark“. Dort gab es schon einmal einen Aufzug, der jedoch wegen Vandalismus außer Betrieb gesetzt wurde. „Mit dem Ausbau der S-Bahn, wird auch diese Station barrierefrei“, ist Oesterling zuversichtlich, dass es auch dort bald voran geht.

Nicht voran gehen wird es vom 28. August bis 10. September auf der Linie U7. Wegen Gleisbauarbeiten am „Johanna-Tesch-Platz“ endet die U 7 an der Eissporthalle. Zu Betriebsunterbrechungen der Straßenbahnlinien 11 und 12 kommt es vom 30. September bis 1. Oktober. Vorbereitende Arbeiten für den Neubau der Hafenbahnbrücke machen dies unumgänglich. Vom 16. bis 22. Oktober werden am Südbahnhof Weichen ausgetauscht, die Bahnen fahren nur bis zum Willy-Brandt-Platz oder Heddernheim.

Platz für mehr Wagen

Vom 6. November bis 9. Dezember werden an der bereits barrierefreien Station „Ginnheim“ die Bahnsteige 4 und 5 verlängert. Damit dort künftig wieder Züge mit vier Wagen halten können. „Das gilt zunächst für Sonderveranstaltungen wie Klaa Paris. Es ist aber absehbar, dass wir diese Kapazitäten auch im Normalbetrieb brauchen“, so Oesterling, der auch an anderer Stellen nachbessern will. So wird die VGF künftig alle sechs Monate über die anstehenden Bauprojekte informieren. Damit keiner mehr überrascht sei, wenn plötzlich die Bahn nicht mehr fahre. „Die Erfahrung an der Eschersheimer Landstraße hat gezeigt, dass frühe Informationen wichtig sind“, so der Verkehrsdezernent.

 

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