Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer

Umbau der Haltestelle Balduinstraße: Verzögerung nervt die Oberräder

Die Bauarbeiten für die barrierefreien Haltestellen an der Balduinstraße erhitzen die Gemüter. Verzögerungen, fehlende Schilder und Wartehalle bringen die Anwohner gegen die VGF auf.
Die Anwohner sind genervt von den langsamen Fortschritten an der Haltestelle. 
Foto: göc Die Anwohner sind genervt von den langsamen Fortschritten an der Haltestelle. Foto: göc
Oberrad. 

Emilio Cropanese ist sauer. „Ich kann fast keine Lieferungen mehr machen. Es ist einfach nichts mehr los“, ärgert sich der Gastronom über stark rückläufige Kundenfrequenz in seiner Pizzeria an der Offenbacher Landstraße. Nach dem Grund dafür muss er nicht lange überlegen. Die Baustelle vor der Tür für den barrierefreien Ausbau der Haltestelle an der Balduinstraße sei schuld. „Da geht einfach nichts vorwärts, irgendwo ist ein Fehler in der Planung“, glaubt er.

Mit dieser Meinung ist er nicht alleine. Auch aus einem nahe gelegenen Raumausstatterbetrieb wird von Umsatzeinbrüchen berichtet. Zudem sei der aufgerissene Bürgersteig eine einzige große Stolperfalle.

Zahlreiche Nachbarn und Anwohner der Baustelle sind genervt. Kein Wunder, schließlich wird bereits deutlich länger als ursprünglich geplant gebaut.

Die Umbauarbeiten an der Haltestelle starteten im März dieses Jahres. Ende dieses Monats, so die Angaben der VGF, sollen die neuen barrierefreien Haltestellen an der Balduinstraße fertig werden. Eine frühere Fertigstellung wurde durch den unerwarteten Fund einer Wasserleitung verhindert. Die Leitung war in den vorliegenden Plänen nicht verzeichnet und konnte deshalb bei der Planung des Wartehallenfundaments nicht berücksichtigt werden. Das Fundament musste neu dimensioniert werden, ehe die Arbeiten endgültig abgeschlossen werden können.

 

Kein Verständnis

 

Dafür, dass die Haltestellen modernisiert werden, haben die meisten Anwohner Verständnis. Warum die Arbeiten auf der Straßenseite in Fahrtrichtung Offenbach bereits abgeschlossen sind, die dortige Haltestelle aber noch nicht in Betrieb genommen wird, verstehen sie nicht. „Man bekommt auch keine richtige Auskunft, wenn man bei der VFG anruft. Mal heißt es, es fehle noch ein Unterstand, der bestellt sei. Dann wieder soll er angeblich auf Lager sein“, ärgert sich Horst Nopens vom Bürgerverein Oberrad.

 

Schnelle Abhilfe

 

Die VGF stellt nach den Beschwerden der Anwohner schnelle Abhilfe in Aussicht. Derzeit werde mit der für den Wartehallenbau zuständigen Firma darüber gesprochen, wann die fehlende Halle auf der ansonsten fertigen Straßenseite montiert werden kann. „Eine endgültige Terminierung steht noch aus, voraussichtlich wird aber die Wartehalle vor Abschluss der Arbeiten auf der gegenüberliegenden Straßenseite aufgebaut“, heißt es von der VGF. Üblicherweise werde die Haltestelleneinrichtung erst komplettiert, wenn die Arbeiten auf beiden Straßenseiten abgeschlossen sind, da dies kostengünstiger sei. Bei den Oberrädern wird diese Ankündigung auf Freude und Skepsis gleichermaßen stoßen. Im Stadtteil ist die Hoffnung auf einen schnellen Abschluss der Arbeiten nämlich gering. „Das wird in diesem Jahr nichts mehr“, fürchtet eine Anwohnerin.

(göc)
Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2016 Frankfurter Neue Presse