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Zum Saftholen an den Airport: Vier neue E-Tankstellen in Gateway Gardens eröffnet

Zwischen Landebahn, Autobahn und Gewerbe einfach mal das Auto aufladen, während über Hochhäusern und Baustellen Flugzeuge dröhnen, Busse hupen, und Motorräder kreischend durch den Kreisel fahren. Völlig geräuschlos sind die vier neuen E-Tankstellen, die jetzt in den Gateway Gardens eingeweiht wurden.
Mittels eines Chips wird die Ladestation für E-Autos freigeschaltet. Bilder > Foto: Michael Faust Mittels eines Chips wird die Ladestation für E-Autos freigeschaltet.
Flughafen. 

Allein die Fraport hat mehr als 3000 E-Fahrzeuge im Bestand. Im Gateway Gardens ansässige Mobilitätslogistiker wie DB Schenker, die Fluggesellschaften Condor und SunExpress, die LSG Sky Chefs, das House of Logistic and Mobility mit seinen Logistik- und Mobilitätsexperten und der noch im Bau befindliche Gabelstaplerhersteller Kion setzen auf E-Technologie.

Natürlich gibt es auch Pedelecs, die praktischen E-Räder. Ab sofort können Autos und Räder hier „Saft“ auftanken. „Nur bei Tesla dauert es länger, wir haben nicht den Supercharger, er lädt also langsamer“, sagt Anja von Niersen, Geschäftsführerin von Allego. „Die haben ein ganz eigenes System, wie das iPhone.“

Allego betreibt E-Tankstellen an mehr als 20 Standorten in Deutschland, europaweit bereits mehr als 6000. „Die Lage an Gateway Gardens ist perfekt“, meint von Niersen. „Direkt am Autobahnkreuz, leicht zu erreichen und mit erneuerbarer Energie. Die Flughafenlage ist die beste Location, die wir in Deutschland haben. „Hier fahren jeden Tag 335 000 Fahrzeuge am Tag entlang.“

Mucksmäuschenstill

An jeder der Zapfsäulen, die mit stilisierten Bäumen und einem Auto bemalt sind, hängen drei Schläuche mit unterschiedlichen Steckern. Neugierig betrachtet Stadtrat Markus Frank (CDU) die Löcher und Ösen im Plastik und steckt das passende Teil an die Stelle des E-Wagens, an dem sonst der Tank ist. Mit 50 Kilowatt läuft mucksmäuschenstill und geruchlos der Strom über. Die Steckerbezeichnungen „Chademo“, „Männeken-Stecker Typ 2 Mode 3 und CCS“ sind gewöhnungsbedürftig. Nach circa 20 bis 30 Minuten ist die Batterie zu 80 Prozent voll. „Das hängt ein bisschen von der Restkapazität ab und der Außentemperatur.

Wenn es richtig kalt ist, dauert es etwas länger“, so van Niersen. „Die letzten 20 Prozent dauern am längsten – etwa 15 Minuten. Das läuft so ähnlich wie bei einem guten Bier“, erklärt die Holländerin lachend. Der Preis zum Aufladen? „Wenn man es auf etwa 100 Kilometer Fahrt hochrechnet, ist es ähnlich wie beim Dieselpreis.“ Die Anlage sei bereits jetzt darauf ausgerichtet, auf 150 Kilowatt und 350 Kilowatt zu erhöhen. „Im nächsten Jahr können hier damit auch Busse und LKWs geladen werden“, so van Niersen. Zum Tanken braucht man einen kleinen Chip oder einen QR-Code. Kurz ans Display halten und die Schläuche lassen sich aus der Verankerung lösen. Für das Gewerbe-Quartier wird Ende 2019 die neue S-Bahn-Strecke eingeweiht, ein ICE soll in 15 Minuten zur EZB fahren und in acht Minuten zum Flughafen, ein Radschnellweg über 8,9 Kilometer Länge soll von Gateway Gardens durch den Stadtpark in die City führen, 35 Hektar Land sind verplant, das entspricht der Größe von 49 Fußballfeldern. Davon sollen 23 000 Quadratmeter Park entstehen. Die Grundstücksgesellschaft berichtet von 180 Bäumen, einem kleinen Eichwald und LED-Leuchten. Von der Gewerbefläche seien bereits 44 Prozent vermarktet, 18 000 Arbeitsplätze sollen insgesamt entstehen.

Zum Wohnen ungeeignet

Zum Wohnen wird das Viertel nichts, der Fluglärm lässt das nicht zu. Dennoch soll es ein Quartier zum Arbeiten und Wohlfühlen werden. Kerstin Hennig, Geschäftsführerin der Grundstücksgesellschaft Gateway Gardens, verweist auf fünf Hotels, viel Grün, den Anschluss an den Stadtwald und jede Menge Möglichkeiten für die Pausen. „Cafés, Supermärkte, Reinigungen, Bäcker, Arztpraxen und Fitnessstudios. „Wir brauchen das Leben und das Grün.“ Bis 2021 soll alles auf dem 700 000 Quadratmeter großen Gelände fertig sein, die Büros sollen bezogen sein. Wo einst die amerikanische Militärsiedlung stand, wird fortan nicht mehr gelebt, aber innovativ gearbeitet. Laut wird es bleiben im neuen Quartier.

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