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Veranstaltung des Wirtschaftsclubs Rhein-Main: Villa Bonn: Petry-Auftritt gekippt

Am nächsten Dienstag hätte Frauke Petry in der Villa Bonn sprechen sollen. Jetzt wurde der Termin gekippt. Die Villa Bonn hat dem Wirtschaftsclub Rhein-Main den Mietvertrag für die Veranstaltung gekündigt.
AfD-Bundesvorsitzenden Frauke Petry Foto: Thomas Frey (dpa) AfD-Bundesvorsitzenden Frauke Petry
Frankfurt.  Zoff beim Wirtschaftsclub Rhein-Main: Die nationalkonservative Politikerin Frauke Petry soll am 23. März einen Vortrag halten, so viel scheint festzustehen. Bloß die Frage nach dem Veranstaltungsort erweist sich als hartnäckig.

Aus Protest gegen den Termin hatte am Mittwoch bereits Stefan Söhngen sein Amt als Beiratsmitglied des Wirtschaftsclubs Rhein-Main niedergelegt. Auch Dorian Hartmuth, ein anderes Beiratsmitglied, ist Gegner der Veranstaltung. Doch der Klub bleibt beharrlich.

Mietvertrag aufgelöst

Seit Donnerstag steht fest: Die Villa Bonn im Westend kommt nicht wie geplant als Veranstaltungsort in Frage, der Mietvertrag mit dem Wirtschaftsclub Rhein Main wurde aufgelöst. Angekündigt war ein Referat mit dem Titel "Deutschland im Wahljahr – Realität der demokratischen Debatte".

Gegeüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung äußerte Wirtschaftsclub-Präsident Kremer, dass er nach einem neuen Veranstaltungsort suchen werde.

AfD-Vorsitzende Petry
Wirtschaftsclub Rhein-Main lädt Frauke Petry ein Heftiger Streit über AfD-Chefin

Aus Protest gegen einen geplanten Vortrag der AfD-Bundesvorsitzenden Frauke Petry in der Villa Bonn hat Stefan Söhngen gestern sein Amt als Beiratsmitglied des Wirtschaftsclubs Rhein-Main niedergelegt. Dessen Präsidium hatte die nationalkonservative Politikerin eingeladen.

clearing

Kremer hatte die Einladung zu Petrys Auftritt am Dienstag an 800 Mitglieder des Wirtschaftsclubs geschickt. Es habe ledigilich fünf kritische Rückmeldungen, dafür aber "80 Anmeldungen in sechs Stunden" gegeben. Absagen möchte Kremer den Vortrag nicht, "es ist ja alles organisiert". Aufgabe eines parteineutralen Clubs ist aus seiner Sicht, "dass man sich auch Themen widmet, die eben nicht 'mainstream' sind und mit diesen in die Diskussion geht. Meines Erachtens ist es Teil des Erfolgs einzelner Parteien, dass sie pauschal verurteilt und in eine tendenziöse Ecke gestellt werden." (red)

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