Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 11°C

Grüne Smoothies: Vitamin-Bomben aus dem Garten

Von Immer mehr Menschen machen sich Gedanken über eine gesunde Ernährung, das Thema „Grüne Smoothies“ gehört dazu. In einem Workshop beim Kleingärtnerverein Buchhang lernten die Teilnehmer jetzt mehr über die Zutaten kennen und bekamen Tipps für die Zubereitung des grünen Getränks.
Mandy Goebert kann es kaum erwarten, bis sie den eben frisch zubereiteten Smoothie probieren kann. Der wurde mit selbst gesuchten Zutaten zubereitet und sieht jedenfalls sehr lecker aus. Foto: Holger Menzel Mandy Goebert kann es kaum erwarten, bis sie den eben frisch zubereiteten Smoothie probieren kann. Der wurde mit selbst gesuchten Zutaten zubereitet und sieht jedenfalls sehr lecker aus.
Bornheim. 

Regine Ebert ist Kräuterexpertin und kennt Heilkräuter und Wildkräuter, die am Wegesrand wachsen. Sie schätzt die Pflanzen, die viele Gartenliebhaber als Unkraut verteufeln. Wildkräuter und essbare Heilkräuter, wie Löwenzahn, Schafgarbe oder Giersch, werden in vielen Küchen mittlerweile gerne für Salate oder Dips genutzt. Sie können zudem Bestandteil von grünen Smoothies sein und die werden in den Medien derzeit als „wahre Mineral- und Vitaminbomben“ gepriesen.

Gemeinsam mit 20 Teilnehmern eines Workshops zum Thema „Grüne Smoothies“, zu dem der Regionalverband Kleingärtner Frankfurt Rhein-Main in die Anlage des Kleingärtnervereins Buchhang unweit der Eissporthalle eingeladen hat, sucht Regine Ebert mit der Gruppe auf einer kleinen Wiese und in einem der Gärten nach Wildkräutern und essbaren Heilpflanzen. Selbst pflücken lautet die Devise. Dabei geht es vor allem auch darum zu erkennen, welche Pflanzen essbar und geeignet für das Getränk sind.

 

Trend in den USA

 

„Grüne Smoothies“ sind ein aktueller Trend, der seine Ursprünge in den USA hat. Entwickelt wurde er von Victoria Boutenko, die hiermit ihre Gesundheit und die ihrer Familie verbessern wollte. Der Begriff Smoothie bezeichnet in seiner Ursprungsform ein Getränk aus Obst kombiniert mit Milch oder Joghurt. Ein grüner Smoothie verzichtet hingegen auf Milchprodukte, Zucker oder Honig. Neben Wild- und Heilkräutern sind es Obst, Salat und Gemüse, die hierfür miteinander gemixt werden. „Ich habe ein Interesse daran, mehr über Wildkräuter zu erfahren“, erzählt Teilnehmerin Marita Goebert ihre Motivation.

Der dreistündige Workshop ist als Einführung konzipiert und soll erste Kenntnisse über Wild- und Heilkräuter und deren gesundheitlichen Nutzen vermitteln. Außerdem zeigen, wie ein grüner Smoothie richtig zubereitet wird. „Hierfür benutzt man am besten einen Hochleistungsmixer mit 30 000 Umdrehungen. Das ist wichtig, damit die Pflanzenfasern schneller aufgebrochen, die Nährstoffgehalt effektiver und der Smoothie für uns besser verdaubar ist“, erläutert Ebert, die eine Ausbildung in Pflanzenheilkunde hat.

Pflanzenkenntnisse sind die Grundlage dafür, eigenständig Wildkräuter pflücken zu können. Während Löwenzahnblätter und Brennnesseln beim Rundgang durch die Kleingartenanlage von Teilnehmern sofort gesehen werden, bereitent Schafgarbe, Giersch oder Gundermann doch Schwierigkeiten.

Ebert macht im Einzelnen hierauf aufmerksam und fordert dazu auf, die Pflanzen in die Hand zu nehmen, daran zu riechen und auch mal zu probieren. Sie hat Papiertüten mitgebracht, in denen diese gesammelt werden. „Später machen wir hieraus grüne Smoothies. Ich habe fünf leckere Rezepte herausgesucht, die wir ausprobieren werden. Etwa ein Ananas-Brennessel- Smoothie oder ein Mango-Giersch-Mix“, sagt sie.

„Von der Brennnessel nimmt man am besten die oberen drei bis vier Blattpaare“, erklärt Ebert den Teilnehmern weiter. Als sie vor dem Eingang zu einem Garten einen Gewürzfenchel sieht, rät die Expertin aber: „Pflanzen, die wie der Gewürzfenchel ätherische Öle enthalten, sind für einen Smoothie nicht unbedingt geeignet.“ Auch solche Pflanzen, etwa die aus der Gattung der Wolfsmilchgewächse, die einen Milchsaft absondern würden, dürften keinesfalls Verwendung finden, da diese giftig seien.

 

Gesund ernähren

 

Nachdem die Gruppe genug Wildkräuter gesammelt hat, geht es zurück zum Vereinshaus. Ebert verteilt die Rezepte, die die Teilnehmer mit den eingesammelten Pflanzen umsetzen sollen. Dörte Stöver, Anna Zidek und Sabine Seger haben sich für den Mango-Giersch-Mix entschieden. „Ich möchte meine Gesundheit fördern, esse selbst seit sechs Wochen nur noch Rohkost und trinke täglich einen Liter eines grünen Smoothies“, erzählt Seger. Sie hat sich gut auf das Thema vorbereitet und möchte es mit dem Workshop vertiefen.

„Bei meinen Führungen wurde ich früher gefragt, ob man bestimmte Pflanzen essen kann, heute lautet die Frage meist, welche Pflanzen als Zutaten für einen grünen Smoothie verwendet werden können“, beschreibt Ebert die Entwicklung. Regelmäßig macht sie Wildkräuterführungen auch für Kinder und hält Vorträge zu dem Thema.

Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse